Mhamid

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Mhamid
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Mhamid (Marokko)
Mhamid
Mhamid
Basisdaten
Staat: Marokko
Region: Souss-Massa-Draâ
Provinz: Zagora (Provinz)
Koordinaten 29° 49′ N, 5° 43′ W29.822222222222-5.7208333333333500Koordinaten: 29° 49′ N, 5° 43′ W
Einwohner: 7.500
Höhe: 500 m
Touristencafé and Geschäft in Mhamid, einem Startpunkt für Wüstensafaris im Geländewagen bzw. auf dem Kamelrücken

Mhamid (auch M'Hamid-el-Ghizlane = „Ebene der Gazellen“ genannt; arabisch: امحاميد الغزلان) ist eine kleine Oasenstadt im Süden Marokkos (Provinz Zagora / Region Souss-Massa-Draâ) mit etwa 7.500 Einwohnern.

Lage[Bearbeiten]

Mhamid liegt in einer Höhe von etwa 500 Metern ü. d. M. und etwa 24 Kilometer von der Grenze zu Algerien entfernt am Rande der Sahara. Die Nationalstraße N 9 verbindet Mhamid mit Zagora (ca. 97 Kilometer) und Ouarzazate (ca. 260 Kilometer). Mhamid liegt am Fluss Drâa, der hier und in seinem weiteren Verlauf allerdings nur noch selten Wasser führt.

Geschichte[Bearbeiten]

Über die frühere Geschichte des Ortes ist mangels schriftlicher Aufzeichnungen nichts bekannt. Die weitläufigen Palmenoasen machen jedoch eine frühe Sesshaftwerdung (etwa 3000 v. Chr.) wahrscheinlich. Aufgrund der Ausbreitung der Wüste ist die Ansiedlung seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts stark von Versandung bedroht und die Bevölkerung nimmt stetig ab. Aufgrund der strategisch bedeutsamen Grenzlage zu Algerien war Mhamid bis zum Ende der 1980er Jahre nur mit einer Sondergenehmigung zu erreichen. Auch heute ist in der Umgebung von Mhamid viel Militär stationiert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Oase bei Mhamid

Früher lebten die Einwohner von Mhamid – nach den Prinzipien der Selbstversorgung – von der Oasenwirtschaft, die jedoch aufgrund reduzierter oder sogar ganz ausbleibender Winterregenfälle seit den 1970er Jahren immer weniger Erträge hervorbrachte und beinahe gänzlich aufgegeben wurde. Zusätzlich hat eine Pilzkrankheit (Fusarium oxysporum) die durch die Trockenheit bereits erheblich geschwächten Dattelpalmen befallen.

Daneben war Mhamid ein Zentrum für Nomaden und durchreisende Karawanen. Heute ist die Kleinstadt Ausgangspunkt für touristische Kamelsafaris in die Wüste.

Ortsbild[Bearbeiten]

Seitenstraße in Mhamid

Die ursprünglichen Lehmbauten von Mhamid sind bereits arg verfallen und nur noch von wenigen – meist armen – Familien bewohnt. Auch in Mhamid haben sich in den letzten Jahrzehnten neue (Reihen-)Häuser in der üblichen Bauweise des Südens (Wände aus Hohlblocksteinen, Decken aus Beton, hellroter Farbanstrich) durchgesetzt. Wüstenwinde tragen immer wieder Unmengen von Sand in die Stadt.

Umgebung[Bearbeiten]

Sanddünen des Erg Chegaga

Versteckt in den Palmenoasen von Mhamid liegen sieben alte – inzwischen nahezu unbewohnte und im Verfall begriffene – Ksour. In etwa 45 bis 60 Kilometer Entfernung erheben sich die teilweise über 100 Meter hohen und – im Vergleich zu Merzouga – von Touristen eher selten besuchten Sanddünen (Erg) des Erg Chegaga. Auch die „Heilige Oase von Oum Lâalag“ mag für einige Besucher von Interesse sein.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mhamid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien