Microsoft Update

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Der Microsoft Update Service ist ein Internetdienst mit angegliederter Webapplikation. Er dient als zentraler Einstiegspunkt für Software-Aktualisierungen (engl. updates) der gängigen Microsoft-Produktpalette, wie Windows, Office, SQL Server und sonstigen Anwendungen. Die wichtigen Updates enthalten in erster Linie sicherheitskritische Nachbesserungen (engl. patches), oder zeitlich prioritäre Installationen, obwohl sie mitunter auch Lösungen für Programmfehler (engl. bugs) oder erweiterte Funktionalität (sogenannte Upgrades) bereitstellen. Die beiden letztgenannten Aufgaben sind dennoch Schwerpunkte der optionalen Updates.

Diese Updates können entweder vollautomatisch über den „Automatische Updates“-Dienst oder manuell direkt von Microsoft Update heruntergeladen und installiert werden (siehe Abschnitt Weblinks am Ende des Artikels). Darüber hinaus stehen Programmierschnittstellen zur Verfügung, um alternative Aktualisierungsmethoden zu implementieren.

Alle genannten Varianten verwenden den Windows Update Agent und können kombiniert werden.

Überblick[Bearbeiten]

Aktuell steht Microsoft Update für die Version 6 des Windows-Update-Systems. Im Unterschied zum herkömmlichen Windows Update, welches Software-Aktualisierungen für verschiedene Betriebssysteme bereitstellt, weitet diese Website das Angebot auf eine ganze Reihe von verbreiteten Microsoft-Produkte aus. Was über Standardsoftware hinausgeht oder ein älteres Erscheinungsdatum hat, muss wie gehabt von einzelnen Websites, wie beispielsweise „Microsoft Download Center“, „Windows Update-Katalog“ oder „Microsoft Office Online“, besorgt werden.

Microsoft Update erschien erstmals als Beta (Testversion) im März 2005. Eine weitere Version folgte Ende Juli 2005, gleichzeitig mit der Beta 1 von Windows Vista. Zugrundeliegende Idee war es, Aktualisierungen für Standardsoftware (z.B. Windows und Microsoft Office) an einer zentralen Stelle bereitzustellen, so dass die Kunden sie nicht mehr von verschiedenen Microsoft-Produktwebseiten herunterladen müssen. Seit 2006 hat Microsoft außerdem die Verteilung von Anti-Spyware-Definitions-Updates für Windows Defender zu Microsoft-Update hinzugefügt.

Windows Update[Bearbeiten]

Windows Update ist ein webbasierter Software-Aktualisierungsdienst für Microsoft Windows-Betriebssysteme. Der Dienst offeriert herunterladbare Updates für Systemkomponenten, Service Packs, Patches und freie Upgrades für ausgewählte Windows-Komponenten. Die automatische Erkennungsroutine stellt die Hardware des Clients fest und stellt Gerätetreiber-Updates bereit, falls verfügbar. Optional werden Beta-Versionen einiger Microsoft-Programme angeboten.

Windows-Update-Überblick[Bearbeiten]

Die meisten neuen Patches werden, kurz nachdem sie herausgegeben wurden, auf der Windows-Update-Seite zum Herunterladen bereitgestellt. Alternativ können Updates manuell von der Microsoft-Webseite heruntergeladen werden. Firmen, die in großem Umfang Netzwerk- und Servertechnologie von Microsoft Windows einsetzen, verwenden praktischerweise Windows Server Update Services. Dieses Programm vereinfacht erheblich das Abrufen von Patches und die Verteilung an die einzelnen Client-Geräte.

Die Windows-Update-Webseite erfordert Internet Explorer oder einen Internet-Explorer-Shell-Ersatz, einschließlich ActiveX-Control. Das Programm greift auf die Skriptsprachen Visual Basic Script und JavaScript zurück. Es ist kompatibel mit Netscape Navigator 8.0, der für diese spezielle Website die Internet Explorer Rendering-Engine verwendet. Firefox kann die Windows-Update-Seite nicht direkt nutzen, sondern nur mit Hilfe des Plugins „IETab“ - welches den Internet Explorer in einem Firefox-Tab darstellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Windows-Update-Website startete gleichzeitig mit Windows 98. Seitdem durchlief sie eine Reihe von Änderungen.

Ende 2004 präsentierte Microsoft Version 5 von Windows-Updates für Windows XP. Es enthielt Service-Pack 2 (SP2) und etliche größere Veränderungen des Update-Programms. Nutzer ohne Breitband-Internetzugang konnten eine CD des XP-Service-Packs 2 von der Microsoft-Webseite bestellen. Während diese CD seinerzeit kostenlos war, erhebt Microsoft jetzt geringe Gebühren für den Versand. Nach abgeschlossener Installation von SP2, empfiehlt es sich, insbesondere für Internet-Benutzer, von der Windows-Update-Website die neuesten Sicherheitsupdates nachzuladen.

Im Juli 2005 führte Microsoft das Windows-Genuine-Advantage-Programm (WGA) für Nutzer ein, die eine Version von Windows XP und Windows Server 2003 aktualisieren wollen. Die Software analysiert den Computer des Nutzers und prüft die Kopie des installierten Systems auf Echtheit. Wenn die Software erkennt, dass die installierte Version eine Schwarzkopie ist, gibt sie dem Benutzer die Chance zu enthüllen, wo er die Kopie von Windows gekauft hat, im Austausch für eine kostenlose oder preisreduzierte legale Kopie.

Entwicklung seit Windows Vista[Bearbeiten]

Seit Vista ist die gesamte Funktionalität der Windows-Update-Webseite in ein neues Systemsteuerungs-Panel integriert.[1] Darüber hinaus ist Windows Update eine Voraussetzung für den Empfang von Definitions-Updates für Vistas Anti-Spyware-Produkt Windows Defender, genauso wie von Updates für den Spam-Mail-Filter von Windows Mail. Über Windows Update wird außerdem zusätzliche Software für Nutzer der Ultimate-Edition von Windows Vista und Windows 7 angeboten.

Microsoft-Genuine-Advantage-Programm[Bearbeiten]

Das Windows-Genuine-Advantage-Programm, das am 28. Juli 2005 herausgebracht wurde, wird von Microsoft eingesetzt, um die Lizenzvereinbarung (EULA) zum Aktualisierungszeitpunkt geltend zu machen. Es authentisiert Windows, bevor jegliche nicht-kritischen Sicherheitsupdates abgerufen werden können.

Ursprünglich wurde spekuliert, dass es Nutzer von unüberprüften Systemen nicht daran hindert, kritische und Sicherheitsupdates über den automatischen Update-Service zu erhalten, weil Microsoft das Sicherheitsrisiko und die Schädigung des Rufes durch ungepatchte Systeme für größer hielt als die Einkommensverluste durch Schwarzkopien. Weiterhin wurde über den möglichen Imageschaden spekuliert, der von solchen Versionen im Sprachgebrauch auf alle Windows-Systeme übertragen wird. Das allerdings war nicht der Fall, wie man bei der Umsetzung in Windows Vista erkennen kann. WGA benutzt entweder ein Stand-Alone-Programm, um einen Schlüssel zu generieren, oder ein ActiveX-Control, um zu erkennen, ob der Lizenzschlüssel gültig ist.

Behalten die Nutzer die Standardeinstellungen von Windows Update bei, so haben sie das automatische Update eingeschaltet, führen die aktuelle Version des Internet Explorers aus und haben die neuesten Patches ihres Betriebssystems installiert.

Alternativen anderer Firmen[Bearbeiten]

Im Januar 2005 wurde eine Alternative für Windows-Update namens WindizUpdate verfügbar gemacht. Dieser Dienst unterstützt Browser der Produkte Mozilla und Opera und erlaubt Nutzern, einen ähnlichen Service ohne Nutzung des Internet Explorers zu erhalten. Andere Varianten, die gänzlich auf einen Browser verzichten, sind AutoPatcher und Patch-Magic.

Die Verwendung von Programmen Dritter ist unter Administratoren umstritten, denn die Wahrung der Sicherheit kann nicht geprüft werden, zumal es keine Unterstützung von Microsoft für die Installation gibt.

Vorgehen beim manuellen Aktualisieren der Microsoft-Produkte[Bearbeiten]

Um Microsoft-Produkte zu aktualisieren, ist es möglich, die Online-Variante von Windows- oder Office-Update auf der von Microsoft dafür eingerichteten Seite (Weblink siehe unten) zu nutzen. Auf dieser wird durch ein ActiveX-Steuerelement überprüft, ob die aktuelle Version installiert ist (die aktuelle Version des Windows- bzw. Office-Update ist Version 6).

Durch das Wählen von „Suchen nach Updates“ wird eine Suche nach aktuell verfügbaren Aktualisierungen gestartet und anschließend die verfügbaren aufgelistet. Schließlich können diejenigen ausgewählt werden, welche installiert werden sollen.

Kategorien von Updates[Bearbeiten]

  • Wichtige Updates enthalten in erster Linie Sicherheitsupdates oder zeitlich prioritäre Installationen.
  • Sicherheits-Updates bezeichnen Aktualisierungen, die nicht unbedingt für die korrekte Funktion des Betriebssystems notwendig sind, allerdings Sicherheitslücken in den Produkten schließen und so Schwachpunkte beheben.
  • Treiber-Updates bezeichnen Aktualisierungen für Gerätesteuerungsprogramme zwecks korrekter oder leicht erweiterter Funktionsweise. Für optimale Funktionalität empfiehlt es sich meistens, die Originaltreiber der Gerätehersteller zu installieren.
  • Optionale Updates enthalten Treiber-Updates, nicht sicherheitsrelevante Fehlerbeseitigungen oder allgemeine Verbesserungen oder Erweiterungen.

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Seiten von Microsoft[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Windows Vista Faq (inkl. SP2): #14 – Eintrag bei WinFuture.de; Stand: 3. November 2006 (Abgerufen am: 25. April 2012)