Miklós Fehér

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Miki Fehér

Denkmal

Spielerinformationen
Voller Name Miklós Fehér
Geburtstag 20. Juli 1979
Geburtsort TatabányaUngarn
Sterbedatum 25. Januar 2004
Sterbeort GuimarãesPortugal
Größe 184 cm
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1995–1998
1998–2002
1999–2002
2000
2000–2001
2002–2004
Győri ETO FC
FC Porto
FC Porto II
SC Salgueiros (Leihe)
Sporting Braga (Leihe)
Benfica Lissabon
62 (23)
10 0(1)
07 0(2)
14 0(5)
26 (14)
29 0(7)
Nationalmannschaft
1998–2003 Ungarn 15 0(7)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Miklós Fehér [ˈmikloːʃ ˈfɛheːr] (* 20. Juli 1979 in Tatabánya; † 25. Januar 2004 in Guimarães; Spitzname Mikí) war ein ungarischer Fußballnationalspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Fehér begann seine Karriere bei Rába ETO Győr. 1998 wechselte er zum FC Porto. Über die Stationen SC Salgueiros und SC Braga kam er 2002 zum portugiesischen Erstligisten Benfica Lissabon. Sein erstes Spiel in der ungarischen Fußballnationalmannschaft bestritt Fehér am 10. Oktober 1998 beim 4:0-Sieg gegen Aserbaidschan in der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2000. Fehér erzielte bei 15 Einsätzen im Nationalteam sieben Tore.

Plötzlicher Herztod[Bearbeiten]

Am 25. Januar 2004 erlag der Stürmer, der im Meisterschaftsspiel Vitória Guimarães – Benfica Lissabon in der 60. Minute eingewechselt wurde, infolge einer Erkältung vor laufenden TV-Kameras einem Herzstillstand. Benfica hatte kurz vor Spielende die 1:0-Führung erzielt, und Fehér wollte Zeit schinden, wofür er vom Schiedsrichter Olegário Benquerença die gelbe Karte sah. Diese nahm er grinsend entgegen, drehte sich und beugte sich vornüber. Kurz darauf fiel er rückwärts zu Boden. Er wurde reanimiert, verstarb jedoch auf dem Weg ins Krankenhaus. Es kam zu erschütternden Szenen der Mitspieler auf dem Spielfeld. Die Zeitung Público schrieb: „Das war Benficas traurigster Sieg der Vereinsgeschichte“. Verbandspräsident Gilberto Madail erklärte: „Dies ist ein schwarzer Tag für den Fußball in Portugal.“

In derselben Saison gewann Benfica den portugiesischen Pokal und widmete diesen dem verstorbenen Fehér und ein Jahr später die gewonnene Meisterschaft. Seine Rückennummer 29 wird aus Respekt vor Fehér bei Benfica nicht mehr vergeben.

Bei der Beisetzung in seiner Heimatstadt Győr waren mehr als 1.000 Trauergäste anwesend. Darunter war auch der damalige Nationalcoach von Ungarn, Lothar Matthäus, und eine 170-köpfige Delegation von Benfica Lissabon. Ungarns Sportminister Ferenc Gyurcsány sagte: „Mach's gut, Miklós! Ich bin gekommen, um dich im Namen Ungarns, im Namen von Millionen tief betroffener Menschen zu verabschieden.“

Laut dem Abschlussbericht der portugiesischen Justiz starb Fehér an einem Herzinfarkt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]