Monbijoubrücke (Berlin)

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Monbijoubrücke und Bode-Museum, um 1904

Die denkmalgeschützte Monbijoubrücke führt im Berliner Ortsteil Mitte über die Spree.

Sie entstand zwischen 1898 und 1904 zeitgleich mit dem auf der Museumsinsel gelegenen Bode-Museum. Der Architekt Ernst von Ihne entwarf die Doppelbrücke als Verbindung des Museumsvorplatzes auf der Inselspitze mit den gegenüberliegenden Spreeufern. Sie trat an die Stelle einer 1776 erbauten hölzernen Jochbrücke, die zuerst als Kleine Weidendammer Brücke, später als Mehlbrücke bzw. Mehlhausbrücke bekannt gewesen war. Benannt wurde die Monbijoubrücke nach dem damals in der Nähe befindlichen Schloss Monbijou.

Monbijoubrücke und Bode-Museum im Jahr 2007; links der neugestaltete nördliche Brückenteil

Der südliche Brückenteil der Monbijoubrücke überspannt den als Kupfergraben bezeichneten linken Seitenarm der Spree und stößt an die Straße Zum Kupfergraben, der nördliche Teil überbrückt den Hauptarm der Spree und öffnet sich zur Monbijoustraße. Direkt hinter der Monbijoubrücke vereinen sich die beiden Spreearme wieder.

Die Brücke besteht aus Reinhardtsdorfer und Postaer Sandstein aus Sachsen und aus Wünschelburger Sandstein (alle aus der Kreidezeit). Die Baluster der Balustrade sind aus Granit.

Der nördliche Teil der Brücke wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen gesprengt und danach jahrzehntelang durch eine Behelfsbrücke ersetzt. Seit 2007 komplettiert ein – dem ursprünglichen Erscheinungsbild angepasstes – Segment die nur für Fußgänger freigegebene Monbijoubrücke wieder. Den Bedürfnissen der Spreeschifffahrt gemäß verzichtete man bei der Rekonstruktion auf den mittleren Brückenpfeiler des Originals.

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Koordinaten: 52° 31' 19" N, 13° 23' 37" O

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