Hochtief

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0006070006
Gründung 1873
Sitz Essen, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 80.912 (2013)[1]
Umsatz 25,693 Mrd. EUR (2013)[1]
Gewinn 171 Mio. EUR (2013)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Bilanzsumme 14,757 Mrd. EUR (2013)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Bauunternehmen
Website www.hochtief.de

Die Hochtief Aktiengesellschaft ist ein börsennotierter Baukonzern mit Sitz in Essen. Das Unternehmen zählt zu den internationalsten Baukonzernen der Welt[2] mit einem Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 95 %. In Australien ist der Konzern mit der börsennotierten Tochtergesellschaft Leighton Marktführer. In den USA ist Hochtief über die Tochter Turner führend im gewerblichen Hochbau und zählt mit Flatiron zu den wichtigsten Anbietern im Verkehrswegebau. Der Konzern ist seit 2011 mehrheitlich im Besitz der spanischen ACS-Gruppe.

Produkte und Dienstleistungen[Bearbeiten]

Hochtief realisiert weltweit Infrastrukturprojekte, teilweise auch auf Basis von Konzessionsmodellen und Public Private Partnerships. Die Kernkompetenz des Unternehmens ist das Bauen. Das Unternehmen rückte 2013 vom Gedanken der Abbildung der kompletten Wertschöpfungskette, bestehend aus Planen, Finanzieren, Bauen und Betreiben ab und konzentriert sich nun auf die Errichtung von Verkehrs- und Energieinfrastruktur sowie sozialer/urbaner Infrastruktur und das Minengeschäft.[3][4] In Australien ist der Konzern mit der börsennotierten Tochtergesellschaft Leighton Marktführer. In den USA ist Hochtief über die Tochter Turner im gewerblichen Hochbau tätig.

Urbane und soziale Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Unternehmen entwickelt und baut Quartiere und Stadtteile, die Wohnimmobilien und Pflegeimmobilien mit Geschäften, Büros und Freizeiteinrichtungen beinhalten. Hochtief erbaut weiterhin reine Büroimmobilien, Gewerbe- und Industrieimmobilien, Veranstaltungsimmobilien, Einkaufszentren und Hotels.[5] Im Bereich der sozialen Infrastruktur baut und betreibt das Unternehmen in Public-Private-Partnership-Programmen Verwaltungsgebäude, Schulen, Universitäten, Kasernen und Rathäuser in Europa, Kanada und in den USA.[6][7]

Energieinfrastruktur[Bearbeiten]

Neben dem Bau von Kraftwerken, Geothermie- und Wasserkraftwerken erbringt das Unternehmen mit Hubschiffen und Hubinseln, beispielsweise der Thor, Innovation und Vidar, Baudienstleistungen für Offshore-Windparks und ist bei diesen unter anderem für Transport und Errichtung der Windkraftanlagen zuständig. Weiterhin errichtet das Unternehmen Pumpspeicherwerke und hat eine Tochtergesellschaft für den Bau von Stromtrassen gegründet.[6][8][9] Im Oktober 2014 wurde der Verkauf der Schiffe, Pontons und anderen Anlagen zum Bau von Offshore-Windparks an das belgische Unternehmen GeoSea (Tochterunternehmen der CFE) angekündigt.[10]

Verkehrsinfrastruktur[Bearbeiten]

Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur baut das Unternehmen Brücken, Schienenwege und Bahnhöfe, Flughäfen und Häfen, Straßen, Tunnel und Autobahnen im In- und Ausland, teilweise im Rahmen von Konzessionsmodellen wie Public-Private-Partnerships.[6]

Minengeschäft[Bearbeiten]

Hochtief ist über die Leighton-Gruppe, den größten Contract-Miner der Welt, im Minengeschäft tätig. Contract-Mining ist die Übernahme und Ausführung von Arbeiten an einer Mine im Auftrag der Minenbesitzer. Dies kann die Planung und Einrichtung der Mine, den Abbau und Transport von Rohstoffen, den Betrieb der Mine inklusive technischer Leistungen an Geräten, den Bau notwendiger Verkehrswege sowie den abschließenden Rückbau und die Renaturierung umfassen.[6]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und Aufstieg[Bearbeiten]

1873 gründeten die aus Kelsterbach stammenden Brüder Philipp Helfmann (Maurer) und Balthasar Helfmann (Schlosser) in Frankfurt am Main das Unternehmen Gebrüder Helfmann.[11] Fünf Jahre später, 1878, erhielten die Gebrüder Helfmann ihren ersten Großauftrag, den Bau der Universität Gießen.[12] Nach dem Tod von Balthasar wandelte Philipp Helfmann das Unternehmen 1896 in die Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbauten um. 1922 wurde der Unternehmenssitz nach Essen verlegt.[13] Hintergrund dieser Änderung war ein Vertrag vom 10. Februar 1921 mit Hugo Stinnes. Stinnes beteiligte sich an Hochtief und verpflichtet sich im Gegenzug, Baumaßnahmen des Stinnes-Konzerns nur über Hochtief ausführen zu lassen.[A 1] Nach Stinnes' Tod im Jahr 1924 und dem Zerfall seines Konzerns geriet auch Hochtief in Zahlungsschwierigkeiten. Hierbei wirkte sich auch die Hyperinflation sehr negativ auf die Baukonjunktur aus. Die Hochtief-Aktien des Stinneskonzerns wurden nun von RWE und AEG übernommen.

Hochtief in der Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Ab 1933 war auch Hochtief in die Strukturen des Nationalsozialismus verstrickt. Der Vorstandsvorsitzende Eugen Vögler trat 1937 in die NSDAP ein und agierte als Führer der Wirtschaftsgruppe Bau und Ehrenbannführer der Hitlerjugend. Der Konzern selbst trennte sich bis 1935 von allen Juden, die im Aufsichtsrat oder anderen verantwortlichen Stellen vorhanden waren.

Als Bauunternehmen profitierte Hochtief von der Wirtschaftserholung und umfangreichen Bauaufträgen des Staates. Hierzu zählten zunächst zivile Objekte wie der Ausbau der Reichsautobahnen, die Kongresshalle und das Deutsche Stadion auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Ab 1937 wirkte Hochtief unter Leitung der Organisation Todt an der Errichtung des Westwalls mit und beteiligte sich in den folgenden Jahren am Bau des Führerbunkers[14] und wesentlicher Militäreinrichtungen. Ab 1939/1940 beschäftigte Hochtief auf den Baustellen in zunehmendem Maße Zwangsarbeiter.

Seine Unternehmensgeschichte während der Zeit des Nationalsozialismus hat der Konzern nach eigener Aussage selbstkritisch erforscht und im Jahr 2000 in einem Buch veröffentlicht.[15]

Wiederaufbau und neuere Geschichte[Bearbeiten]

Historischer Eingang der Unternehmenszentrale

1945 – 1966[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch 1945 hatte Hochtief neben dem Auslandsgeschäft auch die ostdeutschen Niederlassungen eingebüßt. Unter Leitung des neuen Vorstandsvorsitzenden Artur Konrad wurde die Arbeit fortgesetzt. Das Wirtschaftswunder begann mit dem Wiederaufbau Deutschlands, von dem die Bauindustrie aufgrund der starken Zerstörungen besonders profitierte. Nach der Währungsreform 1948 begannen für Hochtief die „Wirtschaftswunderjahre“. Bereits Anfang der 1950er Jahre begann auch der Wiederaufbau des Auslandsgeschäftes. Zu den ersten Auslandsaufträgen nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten eine Reihe von Energieinfrastruktur-Bauwerken in der Türkei, Brücken und Hüttenwerke in Ägypten. 1951/1952 baute Hochtief als erstes Auslandsprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg die Nilbrücke Mansourah in Ägypten. 1952 begann der Bau der Wasserkraftanlage Sariyar, 1953 der der Kraftzentrale Izmir. 1954 beteiligte sich Hochtief an einer Gesellschaft für Hafenbau in Kandla Indien. Große internationale Bekanntheit erlangte das Unternehmen durch die Versetzung des Felsentempels von Abu Simbel (November 1963 bis September 1968) und des Mandulis-Tempels von Kalabscha (1961 bis 1963).[16] Diese UNESCO-Weltkulturerbe mussten wegen der Errichtung des Assuan-Staudamms versetzt werden.[17][18][19][20]

1966 – 1989[Bearbeiten]

Der Fokus des Unternehmens verlagerte sich nun weg von reinen Baudienstleistungen hin zum Schlüsselfertigbau und Dienstleistungen, wie beispielsweise beim Hilton Hotel in Athen. Das Auslandsgeschäft sollte aber bis Mitte der 1970er Jahre nur einen kleinen Teil des Geschäftsfeldes ausmachen. Die meisten Aufträge kamen zu dieser Zeit, getrieben durch den wirtschaftlichen Aufschwung, aus dem Inland. Hierbei lag einer der Schwerpunkte des Unternehmens im Kraftwerksbau. Dazu gehörte der Bau des Kernkraftwerk Kahl, in der Nähe von Großwelzheim, einem Ortsteil der unterfränkischen Gemeinde Karlstein am Main in Bayern. Das Kernkraftwerk mit Siedewasserreaktor war das erste kommerzielle Kernkraftwerk der Bundesrepublik Deutschland. Das Kernkraftwerk wurde von RWE und Bayernwerk in Auftrag gegeben, erbaut wurde die Anlage durch die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) mit General Electric als Lizenzgeber und als Lieferant für den Siedewasserreaktor. Das Kraftwerk ging am 13. November 1960 in Betrieb und am 17. Juni 1961 wurde erstmals Strom in das öffentliche Stromnetz gespeist. Das Unternehmen realisierte gleichwohl auch in der 1960er und 1970er Jahren Verkehrsinfrastrukturprojekte. Exemplarisch seien hier der Túnel subfluvial Raúl Uranga in Argentinien, der Neue Elbtunnel in Hamburg oder auch die Bosporus-Brücke in Istanbul genannt. Nach der Ölkrise 1973 profitierte das Unternehmen vom unerwarteten Reichtum der ölexportierenden Länder und Hochtief realisierte den bis dato größten Auftrag seiner Geschichte, den schlüsselfertigen Bau des King Abdulaziz International Airport, den größten Flughafen Saudi-Arabiens in Dschidda. Daraus resultierend trug das Auslandsgeschäft 1980 zum ersten Mal mehr als die Hälfte zur Bauleistung bei, bevor es einbrach. Nur durch die Ausweitung des Inlandsgeschäfts konnte das Unternehmen stabil gehalten werden. Dies zeigt sich auch an den in den 1980er Jahren realisierten Großprojekten.

1990 – 2007[Bearbeiten]

Nach der Wiedervereinigung profitierte der Konzern von der Baukonjunktur, um jedoch ab 1993 mit der nachlassenden Konjunktur einem erhöhten Konkurrenzdruck ausgesetzt zu sein. Das Unternehmen führte in der damaligen Zeit unter Führung von zunächst Hans-Peter Keitel, später Herbert Lütkestratkötter eine neue Strategie ein: Die Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette: „Planen, Finanzieren, Bauen und Betreiben“. Entsprechende Zukäufe erfolgten und neue Geschäftsfelder wurden eröffnet. Um diese Geschäftsfelder zu bedienen, wurden durch das Unternehmen neue Gesellschaften gegründet:

Darüber hinaus expandierte das Unternehmen durch internationale Zukäufe:

2004 wandelte sich Hochtief von der Tochter- zur Publikumsgesellschaft: Hochtief erhielt durch den Verkauf der Anteile von Mehrheitsaktionär RWE eine neue internationale Aktionärsstruktur. Der Streubesitz lag zum Ende des Geschäftsjahres 2004 bei über 80 %. Durch Zukauf der Dienstleistungsgesellschaften Siemens Gebäudemanagement und Lufthansa Gebäudemanagement 2004 vergrößerte sich das Tochterunternehmen Hochtief Facility Management von 800 Mitarbeiter auf ca. 4500 Mitarbeiter. 2007 wurde das Tiefbauunternehmen Flatiron, ein führender Anbieter für Infrastrukturprojekte in den USA, erworben. Auch in der Golfregion fasste das Unternehmen Fuß: Seit einigen Jahren ist es über die Habtoor Leighton Group, eine Beteiligung von Leighton, in den Golfstaaten vertreten.

Verlust der Unabhängigkeit[Bearbeiten]

Anfang 2006 erwarb August von Finck mit seiner Custodia Holding eine Beteiligung in Höhe von 25,01 %. Im März 2007 übernahm der spanische Baukonzern Actividades de Construcción y Servicios (ACS) die Anteile der Custodia für 72 Euro pro Aktie. Die Transaktion hatte damit ein Volumen von 1,264 Milliarden Euro. In der Folge erwarb ACS weitere Aktien und hielt bis September 2010 einen Anteil von 29,9 %; am 16. September 2010 kündigte ACS ein öffentliches Übernahmeangebot für die restlichen Aktien in Form eines Tauschangebots zu acht ACS-Aktien für fünf Hochtief-Aktien an.[21] Am 29. November wurde die Übernahme von Hochtief durch ACS von der BaFin genehmigt.[22] Im Dezember zeichnete die Qatar Holding des Emirats Katar eine reservierte Kapitalerhöhung und erhielt somit knapp 9,1 % der Anteile.[23] Nachdem das Angebot auf neun ACS-Aktien für fünf Hochtief-Aktien aufgebessert wurde, gab ACS im Januar 2011 nach Abschluss des Übernahmeangebots schließlich bekannt, über 30 % der Aktien von Hochtief zu halten.[24] Im Juni 2011 hielt ACS summiert knapp über 50 % der Anteile an Hochtief, da von Hochtief selbst gehaltene Aktien stimmrechtlich ACS zugerechnet wurden.[25]

Im April 2011 kündigte der Vorstandsvorsitzende Lütkestratkötter seinen Rücktritt zum Ende der Hauptversammlung am 12. Mai 2011 an. Nachfolger wurde zunächst Hochtief-Vorstand Frank Stieler.[26] Stieler richtete die Strategie des Unternehmens unter anderem auf die Realisierung von Energie- und Verkehrsinfrastruktur aus. Diese Bereiche wurden 2013 neben dem klassischen Hochbau als Kerngeschäft definiert. Im November 2012 trat Stieler mit sofortiger Wirkung zurück; Nachfolger wurde der bisherige als Chief Operating Officer von ACS entsandte Marcelino Fernández Verdes. Des Weiteren legte der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Wennemer sein Amt zum 31. Dezember 2012 nieder. Nachfolger wurde das bisherige Aufsichtsratsmitglied Thomas Eichelmann.[27]

Umstrukturierung und Neuausrichtung[Bearbeiten]

Ende Februar 2013 gab der nun unter spanischer Führung stehende Konzern eine Änderung seiner Strategie bekannt: Hochtief solle sich künftig auf die Kernkompetenz Bauen konzentrieren, insbesondere auf den Bau großer Infrastrukturprojekte. Nicht mehr zum Kerngeschäft zählende Geschäftsfelder würden verkauft.[28]

Als Folge dieser Entscheidung gab Hochtief Anfang Mai 2013 den Verkauf der Tochter Hochtief Airport an den kanadischen Infrastrukturinvestor PSP Investments für zirka 1,1 Mrd. Euro und Anfang Juni 2013 den Verkauf der Sparte Service Solutions, in der die Facility- und Energy-Management-Aktivitäten der Gesellschaft gebündelt waren, an das französische Unternehmen Spie bekannt.[29][30] Im Februar 2014 wurde die Beteiligung (50%) am Immobilienunternehmen aurelis Real Estate, einer früheren Tochter der Deutschen Bahn, an ein Investorenkonsortium unter Führung des Private Equity Unternehmens Grove veräußert.[31] Weitere Verkäufe kleinerer Geschäftseinheiten folgten.[32]

Gleichzeitig begann Hochtief mit einer tiefgreifenden Umstrukturierung seiner defizitären europäischen Aktivitäten: Der Konzern gliederte das bisher in einer Einheit gebündelte Baugeschäft in vier weitgehend eigenverantwortliche Gesellschaften aus und baute bis zu 1000 Arbeitsplätze - vornehmlich in Deutschland - ab.[28] [33] [34] [35]

Im asiatisch-pazifischen Raum verstärkte Hochtief hingegen sein Engagement: Der Anteil an der börsennotierten australischen Bautochter Leighton Holdings Limited, der bisher bei etwa 58 Prozent gelegen hatte, wurde auf 69,62 % erhöht.[36] Außerdem wechselte Großaktionär Hochtief den Vorstand aus: Neuer Vorstandsvorsitzender von Leighton Holdings wurde der Spanier Marcelino Fernández Verdes, der gleichzeitig Vorstandsvorsitzender von Hochtief ist. Er kündigte an, die bereits bei Leighton begonnene Restrukturierung weiter zu beschleunigen. [37]

Organisation[Bearbeiten]

Konzernstruktur[Bearbeiten]

Die Hochtief Aktiengesellschaft verfügt über drei Divisionen mit Tochtergesellschaften und sonstigen Beteiligungen[38]:

Hochtief Aktiengesellschaft
Hochtief Americas Hochtief Asia Pacific Hochtief Europe
Turner Construction, Flatiron Leighton Holdings (69,62 %) Hochtief Solutions

Vorstand[Bearbeiten]

Aufsichtsratsmitglieder[Bearbeiten]

Anteilseigner Arbeitnehmervertreter
Pedro López Jiménez, Vorsitzender[39] Gregor Asshoff
Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie Carsten Burckhardt
Ángel García Altozano Thomas Krause
Michael Frenzel Matthias Maurer
José Luis del Valle Pérez Udo Paech
Francisco Javier Garcia Sanz Nikolaos Paraskevopoulos
Jan Martin Wicke Klaus Stümper
N.N. Olaf Wendler

Baumaßnahmen (Auswahl)[Bearbeiten]

Schacht 12 der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen (Weltkulturerbe der UNESCO)
Der Führerbunker in Berlin, gebaut von Hochtief bis 1943. Hitler beging hier während des Kampfes um Berlin 1945 Selbstmord
Verlegung der Tempel von Abu Simbel 1963–1968
Baubeginn Fertigstellung Name Ort Land
1878 1879 Universität Gießen Gießen Deutschland
1896 1897 Rosentalviadukt Friedberg Deutschland
1927 1932 Zeche Zollverein, Schacht Albert Vögler Essen Deutschland
1927 1928 Predigtstuhlbahn Bad Reichenhall Deutschland
1928 1929 Echelsbacher Brücke zwischen Rottenbuch und Bayersoien Deutschland
1929 1931 Schluchseedamm Schluchsee Deutschland
1930 1934 Albert-Kanal Belgien
1938 1945 Beteiligungen in der NS-Zeit: Westwall St. Wendel (Bauabschnitt) Deutschland
1938 1945 Beteiligungen in der NS-Zeit: Atlantikwall Fauske-Harvik (Bauabschnitt) Norwegen
1938 1945 Beteiligungen in der NS-Zeit: Berghof Obersalzberg Deutschland
1938 1945 Beteiligungen in der NS-Zeit: Wolfsschanze Gierłoż (Kętrzyn) Polen
1938 1945 Beteiligungen in der NS-Zeit: Führerbunker Berlin Deutschland
1938 1945 Beteiligungen in der NS-Zeit: Seebad Prora Binz Deutschland
1946 1949 Universitätsklinikum Bonn Bonn Deutschland
1952 1956 Sariyar-Talsperre Türkei
1954 1964 Pumpspeicherwerk Vianden Vianden Luxemburg
1958 1960 Kernforschungsanlage Jülich Jülich Deutschland
1961 1963 Hilton Hotel Athen Athen Griechenland
1963 1968 Verlegung der Tempel von Abu Simbel Abu Simbel Ägypten
1968 1972 Flughafen Frankfurt am Main Frankfurt am Main Deutschland
1969 1975 Neuer Elbtunnel Hamburg Deutschland
1970 1973 Bosporus-Brücke Istanbul Türkei
1974 1981 King Abdulaziz International Airport Dschidda Saudi-Arabien
1983 1988 Aalto-Theater Essen Deutschland
1988 1991 Messeturm Frankfurt am Main Deutschland
1990 1992 Frédéric-Chopin-Flughafen (Terminal 1) Warschau Polen
1994 1996 Commerzbank Tower Frankfurt am Main Deutschland
1996 2000 Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos Athen Griechenland
1996 2000 Öresundbrücke Kopenhagen/Malmö Dänemark/Schweden
1998 2000 Meisterhaus Kandinsky-Klee Dessau Deutschland
2001 Gotthard-Basistunnel Erstfeld/Bodio Schweiz
2002 2006 Tiefseehafen Ngqura Port Elizabeth Südafrika
2004 2006 WestendDuo Frankfurt am Main Deutschland
2005 2008 Dniprostadion Dnipropetrowsk Ukraine
2005 2007 Containerterminal Danzig Danzig Polen
2006 2008 Kranhaus Mitte Köln Deutschland
2007 Elbphilharmonie Hamburg Deutschland
2007 2012 U-Bahn-Linie U4 Hamburg-HafenCity Deutschland
2007 2009 Unilever-Haus (HafenCity) Hamburg Deutschland
2007 2011 Kaiserschleuse Bremerhaven Deutschland
2008 2009 Modernisierung der Fürst-Wrede-Kaserne München Deutschland
2008 2010 Hafenspitze Düsseldorf Düsseldorf Deutschland
2008 2010 Bundesautobahn A4 Eisenach/Waltershausen Deutschland
2009 2012 Bahnhof Berlin Ostkreuz Berlin Deutschland
2010 2012 Lanxess Tower (während des Umbaus lief das Gebäude unter dem Namen maxCologne) Köln Deutschland
2011 Bundesautobahn A8 Ulm/Augsburg Deutschland
2012 Global Tech I (Offshore-Windpark) AWZ in der Nordsee Deutschland
2013 Berliner Stadtschloss/Humboldt-Forum Berlin Deutschland

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Hochtief: Geschäftsbericht 2013. 27. Februar 2014, abgerufen am 5. März 2014 (PDF; 5,6 MB).
  2. Engineering News-Record: The Top 250 International Contractors. 26. August 2013, abgerufen am 30. August 2013.
  3. Hochtief: Hochtief will die Profitabilität nachhaltig steigern, Verschuldung reduzieren und sich neu aufstellen. Abgerufen am 22. August 2013 (PDF; 147 kB).
  4. Hochtief: Towards the leading global infrastructure contractor with sustained profitable growth. Abgerufen am 22. August 2013 (PDF; 1,5 MB, englisch).
  5. Hochtief: Strategie. Der Zukunft entgegen. Mit Lösungen von HOCHTIEF. Abgerufen am 30. August 2013.
  6. a b c d Hochtief: Positionierung und Leistungsspektrum. Abgerufen am 6. September 2013.
  7. Hochtief PPP Solutions: Unternehmensporträt. Abgerufen am 3. September 2013.
  8. Global Tech I Offshore Wind GmbH: Vertrag mit Hochtief Construction über Errichtung des Windparks unterzeichnet. 27. Oktober 2010, abgerufen am 23. August 2013 (PDF, 305 kB, deutsch).
  9. Hochtief: Quartalsbericht Januar - März 2012. Abgerufen am 6. September 2013.
  10. Baukonzern Hochtief stößt seine Offshore-Sparte ab. In: Täglicher Hafenbericht vom 17. Oktober 2014, S. 1
  11. Manfred Pohl, Birgit Siekmann: Hochtief und seine Geschichte, Piper Verlag, München 2000, ISBN 3-492-04270-8, S. 19f.
  12. Manfred Pohl, Birgit Siekmann: HOCHTIEF und seine Geschichte, Piper Verlag, München 2000, ISBN 3-492-04270-8, S. 22
  13. Manfred Pohl, Birgit Siekmann: Hochtief und seine Geschichte, Piper Verlag, München 2000, ISBN 3-492-04270-8, S. 92
  14. Berliner Unterwelten e.V.: Vorbunker und Führerbunker. Aus: „Vierzig Stufen unter der Stahlbetondecke – das blieb übrig: Zertrümmertes Waschbecken im bombensicheren ‚Führerbunker’“ erschienen in „Telegraph“, 25. November 1947. Abgerufen am 23. August 2013 (HTML, deutsch).
  15. Hochtief: Verantwortung für die Unternehmensgeschichte im „Dritten Reich“. Abgerufen am 22. August 2013 (PDF; 57 kB, deutsch).
  16. Manfred Pohl, Birgit Siekmann: HOCHTIEF und seine Geschichte, Piper Verlag, München 2000, ISBN 3-492-04270-8, S. 267
  17. Die Zeit: Es ist spät für Abu Simbel. 6. Dezember 1963, abgerufen am 6. September 2013.
  18. Hochtief: Die Rettung von Abu Simbel. Abgerufen am 23. August 2013 (HTML, deutsch).
  19. Dirk Bitzer: Hochtief beim Tempelrücken. Abgerufen am 23. August 2013 (HTML, deutsch).
  20. Spencer, Terence (1966). The Race to Save Abu Simbel Is Won. Life, 2. Dezember 1966
  21. Actividades de Construcción y Servicios, S.A.: Pressekommuniqué von ACS. 16. September 2010, abgerufen am 23. August 2013 (PDF; 19 kB, spanisch).
  22. Michael Gassmann: Deutsche Bauindustrie greift BaFin an (de). In: Financial Times Deutschland, 30. November 2010. Archiviert vom Original am 31. Januar 2011. Abgerufen am 16. Januar 2014. 
  23. Frankfurter Rundschau: Katar wird Großaktionär bei Hochtief. 6. Dezember 2010, abgerufen am 23. August 2013 (HTML, deutsch).
  24. manager magazin online: ACS ist am Ziel. ak/rtr/dpa-afx, 4. Januar 2011, abgerufen am 22. August 2013 (HTML, deutsch).
  25. Hochtief: Stimmrechtsanteil von ACS hat Schwelle von 50 Prozent überschritten - Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG. 17. Juni 2011, abgerufen am 22. August 2013 (PDF; 50 kB, deutsch).
  26. Hochtief: Dr. Herbert Lütkestratkötter scheidet zum 12. Mai 2011 aus dem Vorstand aus - Vorstandsmitglied Dr. Frank Stieler wird Nachfolger. 10. April 2011, abgerufen am 22. August 2013 (HTML, deutsch).
  27. Hochtief: Marcelino Fernández Verdes neuer Vorstandsvorsitzender von Hochtief - Dr. Frank Stieler verlässt den Konzern. 20. November 2012, abgerufen am 22. August 2013 (HTML, deutsch).
  28. a b Hochtief: Hochtief will die Profitabilität nachhaltig steigern, Verschuldung reduzieren und sich neu aufstellen (German). In: Hochtief Pressemitteilung, Hochtief Aktiengesellschaft, 28. Februar 2013. Abgerufen am 18. März 2014. 
  29. Hochtief: Hochtief verkauft Flughafengeschäft an kanadischen Pensionsfonds. 7. Mai 2013, abgerufen am 22. August 2013 (HTML, deutsch).
  30. Hochtief: Hochtief verkauft Service-Sparte an Spie. 28. Juni 2010, abgerufen am 27. August 2013.
  31. Hochtief: Hochtief verkauft seinen Anteil am Immobilienunternehmen aurelis (PDF), Hochtief Aktiengesellschaft. 3. Februar 2014. Abgerufen am 10. März 2014. 
  32. Zeppelin: Zeppelin Konzern übernimmt Großteil der Hochtief-Tochter Streif Baulogistik (German). In: Zeppelin Pressemitteilung, Zeppelin, 11. März 2014. Abgerufen am 18. März 2014. 
  33. Hochtief: Hochtief mit gutem ersten Halbjahr - Konzernumbau verläuft nach Plan (German). In: Hochtief Pressemitteilung, Hochtief Aktiengesellschaft, 14. August 2013. Abgerufen am 18. März 2014. 
  34. Hochtief: Hochtief geht weiteren Schritt zur Neuordnung des europäischen Geschäfts (German). In: Hochtief Solutions Pressemitteilung, Hochtief Solutions AG, 9. Januar 2014. Abgerufen am 18. März 2014. 
  35. Michael Gassmann: Hochtief baut immer noch um (German). In: Artikel in Die Welt, Die Welt, 28. Februar 2014. Abgerufen am 18. März 2014. 
  36. Hochtief Aktiengesellschaft: Angebot beendet: Hochtief hält jetzt 69,62 Prozent an Leighton. 12. Mai 2014, abgerufen am 19. Mai 2014.
  37. Leighton Holdings Limited: Improved Hochtief offer, Board and Management changes. 13. Mai 2014, abgerufen am 19. Mai 2014.
  38. Hochtief: Die Hochtief-Struktur. Abgerufen am 22. August 2013 (HTML, deutsch).
  39. hochtief.de: Aufsichtsratsmitglieder

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Eine Abschrift des Entwurfs des Interessengemeinschaftsvertrages findet sich in „Manfred Pohl, Birgit Siekmann: HOCHTIEF und seine Geschichte, Piper-Verlag, München 2000, ISBN 3-492-04270-8, S. 84ff“.