Municipio Pucarani

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Municipio Pucarani
Plaza Franz Tamayo in Pucarani
Plaza Franz Tamayo in Pucarani
Basisdaten
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
30.656 Einw. (Fortschreibung 2010)[1]
26 Einw./km²
Telefonvorwahl (+591)
Fläche 1.183 km²
Höhe 3900 m
Koordinaten 16° 20′ S, 68° 25′ W-16.333333333333-68.4166666666673900Koordinaten: 16° 20′ S, 68° 25′ W
Municipio Pucarani (Bolivien)
Municipio Pucarani
Municipio Pucarani
Politik
Departamento La Paz
Provinz Provinz Los Andes
Zentraler Ort Pucarani
Klima
Klimadiagramm El Alto
Klimadiagramm El Alto

Das Municipio Pucarani ist ein Landkreis im Departamento La Paz im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

Das Municipio Pucarani ist eines von vier Municipios der Provinz Los Andes und liegt im zentralen Teil der Provinz. Es grenzt im Nordwesten an das Municipio Batallas und an das Municipio Puerto Pérez, im Westen an die Provinz Ingavi, im Süden an das Municipio Laja, im Osten an die Provinz Murillo, und im Norden an die Provinz Larecaja.

Das Municipio hat 141 Ortschaften (localidades), zentraler Ort des Municipio ist Pucarani mit 840 Einwohnern im zentralen Teil des Landkreises. (2001)

Geographie[Bearbeiten]

Das Municipio Pucarani liegt auf einer mittleren Höhe von 3900 m südöstlich des Titicaca-See auf dem bolivianischen Altiplano zwischen den Anden-Gebirgsketten der Cordillera Occidental im Westen und der Cordillera Central im Osten.

Die mittlere Jahrestemperatur der Region liegt bei 8 °C, der Jahresniederschlag beträgt 500–600 mm[2]. Die Region weist ein ausgeprägtes Tageszeitenklima auf, die Monatsdurchschnittstemperaturen schwanken nur unwesentlich zwischen 7 °C im Juli und 11 °C im Dezember. Die Monatsniederschläge liegen zwischen unter 10 mm in den Monaten Juni und Juli und nahe 100 mm von Dezember bis Februar.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des Municipio Pucarani hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa 35 % zugenommen:

  • 1992: 22.799 Einwohner (Volkszählung)[3]
  • 2001: 26.802 Einwohner (Volkszählung)[4]
  • 2005: 29.311 Einwohner (Fortschreibung)[5]
  • 2010: 30.656 Einwohner (Fortschreibung)[6]

Das Municipio hatte bei der letzten Volkszählung 2001 eine Bevölkerungsdichte von 28,9 Einwohnern/km². Die Lebenserwartung der Neugeborenen lag im Jahr 2001 bei 59,8 Jahren, die Säuglingssterblichkeit ist von 7,7 Prozent (1992) auf 7,4 Prozent im Jahr 2001 leicht gesunken.

Der Alphabetisierungsgrad bei den über 19-jährigen beträgt 71,7 Prozent, und zwar 86,8 Prozent bei Männern und 57,7 Prozent bei Frauen (2001).

64,2 Prozent der Bevölkerung sprechen Spanisch, 96,7 Prozent sprechen Aymara, und 0,1 Prozent Quechua. (2001)

61,2 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 69,3 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtung (2001).

50,7 Prozent der insgesamt 7.702 Haushalte besitzen ein Radio, 12,5 Prozent einen Fernseher, 29,0 Prozent ein Fahrrad, 2,0 Prozent ein Motorrad, 3,3 Prozent ein Auto, 0,3 Prozent einen Kühlschrank und 0,6 Prozent ein Telefon. (2001)

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlen zum Gemeinderat (concejales del municipio) bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010:[7]

Wahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
gültige Stimmen MAS-IPSP M.P.S. MSM
13.553   12.300 7.192   3.094 2.242 1.856
  90,8 % 58,5 %   43,0 % 31,2 % 25,8 %

Gliederung[Bearbeiten]

Das Municipio untergliedert sich in die folgenden elf Kantone (cantones)[8]:

  • Cantón Catavi
  • Cantón Chojasivi
  • Cantón Cohana
  • Cantón Lacaya
  • Cantón Patamanta
  • Cantón Pucarani
  • Cantón Villa Ascensión de Chipamaya
  • Cantón Villa Iquiaca
  • Cantón Villa Pablon de Chiarpata
  • Cantón Villa Rosario de Corapata
  • Cantón Villa Vilaque

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  2. Klimadiagramm El Alto
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  4. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  5. Instituto Nacional de Estadística (PDF; 196 kB)
  6. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  7. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010
  8. Instituto Nacional de Estadística

Weblinks[Bearbeiten]