Municipio San Pedro de Tiquina

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Municipio San Pedro de Tiquina
Basisdaten
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
6570 Einw. (Fortschreibung 2010)[1]
49 Einw./km²
Telefonvorwahl (+591)
Fläche 133 km²
Höhe 3850 m
Koordinaten 16° 14′ S, 68° 52′ W-16.233333333333-68.8666666666673850Koordinaten: 16° 14′ S, 68° 52′ W
Municipio San Pedro de Tiquina (Bolivien)
Municipio San Pedro de Tiquina
Municipio San Pedro de Tiquina
Politik
Departamento La Paz
Provinz Provinz Manco Kapac
Zentraler Ort San Pedro de Tiquina
Klima
Klimadiagramm El Alto
Klimadiagramm El Alto

Das Municipio San Pedro de Tiquina ist ein Landkreis im bolivianischen Departamento La Paz. Das Municipio trägt seinen Namen nach der Straße von Tiquina, einer 800 m breiten Seeenge, die den nördlichen Teil des Titicaca-See mit dem südlichen Teil verbindet.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

Das Municipio San Pedro de Tiquina ist eines von drei Municipios der Provinz Manco Kapac und liegt im südöstlichen Teil der Provinz. Es grenzt im Süden, Osten und Norden an den Titicaca-See, im Süden außerdem an die Republik Peru, und im Nordosten an das Municipio Tito Yupanqui.

Das Municipio hat 53 Ortschaften (localidades), zentraler Ort des Municipio ist San Pedro de Tiquina mit 839 Einwohnern im zentralen Teil des Municipio, größter Ort ist San Pablo de Tiquina mit 944 Einwohnern auf der nordöstlichen Seite der Straße von Tiquina. (2001)

Geographie[Bearbeiten]

Das Municipio San Pedro de Tiquina liegt auf dem bolivianischen Altiplano auf der Copacabana-Halbinsel im Titicaca-See in einer mittleren Höhe von 3850 m. Die Jahresdurchschnittstemperatur des Municipio liegt bei 10 °C[2], der Jahresniederschlag beträgt etwa 600 mm[3]. Die Region weist ein ausgeprägtes Tageszeitenklima auf, die Monatsdurchschnittstemperaturen schwanken nur unwesentlich zwischen 8 °C im Juli und 11 °C im Dezember. die Monatsniederschläge liegen zwischen unter 10 mm in den Monaten Juni und Juli und etwa 100 mm von Dezember bis Februar.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Das Municipio hat eine Fläche von 60 km² und eine Bevölkerungsdichte von 101,6 Einwohnern/km².

Die Einwohnerzahl des Municipio San Pedro de Tiquina hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa 20 % zugenommen:

  • 5.490 Einwohner (Volkszählung 1992)[4]
  • 6.093 Einwohner (Volkszählung 2001)[5]
  • 6.501 Einwohner (Schätzung 2005)[6]
  • 6.570 Einwohner (Schätzung 2010)[7]

Die Lebenserwartung der Neugeborenen lag im Jahr 2001 bei 57,8 Jahren, die Säuglingssterblichkeit ist von 9,7 % (1992) auf 8,2 % im Jahr 2001 gesunken.

Der Alphabetisierungsgrad bei den über 19-jährigen beträgt 69,2 %, und zwar 90,4 % bei Männern und 50,2 % bei Frauen (2001).

68,8 % der Bevölkerung sprechen Spanisch, 92,5 % sprechen Aymara, und 1,2 % Quechua. (2001)

50,7 % der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 83,1 % leben ohne sanitäre Einrichtung (2001).

65,3 % der 2.171 Haushalte besitzen ein Radio, 17,8 % einen Fernseher, 13,2 % ein Fahrrad, 0,1 % ein Motorrad, 1,0 % ein Auto, 1,6 % einen Kühlschrank, 1,6 % ein Telefon. (2001)

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlen zum Gemeinderat (concejales del municipio) bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010:[8]

Wahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
gültige Stimmen MAS-IPSP I.D.E.A. ASP MSM
2.827   2.520 1.670   658 481 327 204
  89,1 % 66,3 %   39,4 % 28,8 % 19,6 % 12,2 %

Gliederung[Bearbeiten]

Das Municipio untergliedert sich in die folgenden fünf Kantone (cantones)[9]:

  • Kanton Calata de San Martin - 1.282 Einwohner (2001)
  • Kanton San Pablo de Tiquina - 1.474 Einwohner
  • Kanton San Pedro de Tiquina - 839 Einwohner
  • Kanton Santiago de Ojje - 516 Einwohner
  • Kanton Villa Amacari 1.982 Einwohner

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  2. Observatorio Bolivia Democrática (OBD)
  3. Klimadiagramm El Alto
  4. Instituto Nacional de Estadística Bolivia (INE) 1992
  5. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  6. Instituto Nacional de Estadística (PDF; 196 kB)
  7. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  8. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010
  9. Instituto Nacional de Estadística

Weblinks[Bearbeiten]