Muzzano TI

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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Muzzanof zu vermeiden.
Muzzano
Wappen von Muzzano
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Agno
BFS-Nr.: 5205i1f3f4
Postleitzahl: 6933
Koordinaten: 714532 / 9512845.9988.917365Koordinaten: 45° 59′ 53″ N, 8° 55′ 1″ O; CH1903: 714532 / 95128
Höhe: 365 m ü. M.
Fläche: 1.6 km²
Einwohner: 823 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 514 Einw. pro km²
Website: www.muzzano.ch
Lago di Muzzano

Lago di Muzzano

Karte
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Muzzano ist eine politische Gemeinde im Kreis Agno, in der Region Malcantone im Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen dem östlichen Teil des Luganersees mit der Stadt Lugano und dem Westarm des Sees, an den das Gemeindegebiet grenzt. Sie besteht aus den Ortsteilen «Muzzano», «Agnuzzo», «Piodella» und «Molini».

Nachbarschaft[Bearbeiten]

Im Nordosten grenzt Muzzano an das Gebiet von Lugano, im Osten liegt Sorengo am See von Muzzano, im Südosten, ebenfalls an den See angrenzend, liegt die Gemeinde Collina d'Oro, im Südwesten grenzt Muzzano an den westlichen Arm des Luganersees und im Westen liegt Agno, getrennt durch den kanalisierten Fluss Vedeggio.

Lago di Muzzano[Bearbeiten]

Der kleine Lago di Muzzano liegt zum Teil auf Gemeindegebiet. Er ist insgesamt 780 m lang und 337 m breit. Bei einer maximalen Tiefe von 3.35 m enthält er etwa 600'000 Kubikmeter Wasser. Der Lago di Muzzano wurde in der Eiszeit von den sich treffenden Gletschern der Adda und des Ticino gebildet. Er steht mitsamt seinen Schilfgürteln unter Naturschutz und gehört der Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura.

Geschichte[Bearbeiten]

Muzzano ist 1189 bekannt als Muciano. Der Ort Agnuzzo, seit 1925 zur Gemeinde gehörig, ist schon 819 als Standort eines Fronhofs bekannt, der dem Klerus von Como von Kaiser Ludwig dem Frommen geschenkt wurde. Kirchlich gehörte der Ort bis 1735 zu Agno und wurde dann selbständige Pfarrei.

Muzzano war die Heimat zahlreicher Stukkateure und lebte von Landwirtschaft und der Zucht von Seidenraupen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entstand am Ostufer des Vedeggio eine Industriezone, die Arbeitsplätze bereitstellte. Drei Viertel der erwerbstätigen Bevölkerung sind allerdings Pendler, die in Lugano und den umliegenden Gemeinden Arbeit finden.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1769 1850 1900 1950 1970 1980 1990 2000 2005 2010
Einwohner 122 287 345 416 509 565 753 779 802 751

Ortsbürgergemeinde Muzzano-Agnuzzo, Bioggio, Bosco Luganese[Bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten]

  • Präsident sei 26. April 2009: Giovanni Maria Staffieri.[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Südlich von Muzzano liegt die Bahnstation Cappella Agnuzzo an der S-Bahn-Strecke Lugano – Ponte Tresa. Westlich des Ortes verläuft die Autobahn A 2 BaselChiasso. Die nächsten Anschlussstellen sind Lugano-Nord und Lugano-Süd. Auf dem Gemeindegebiet von Agno, westlich des Vedeggio, befindet sich der Flughafen Lugano-Agno.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Donato Polli (* 24. Oktober 1663 in Muzzano; † 28. Dezember 1738 in Nürnberg), Barock-Stuckateur, vorwiegend in Franken
  • Maria Boschetti-Alberti (1879–1951), Lehrerin, Leiterin der scuola serena nach Maria Montessori[3]
  • Han Coray (1880–1974), Schweizer Reformpädagoge und Kunstsammler, lebte seit 1930 in Agnuzzo und verstarb dort
  • Alis Guggenheim (1896–1958), Schweizer Bildhauerin und Malerin, lebte ab 1942 in Muzzano
  • Fausto Bernasconi (* 9. Juli 1886 in Muzzano; † 30. Mai 1930 in Lugano), Maler[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Virgilio Gilardoni: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino., La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 459-460.
  • Bernhard Anderes: Guida d’Arte della Svizzera Italiana., Edizioni Trelingue, Porza-Lugano 1980, S. 298-300.
  • Emilio Motta: Effemeridi ticinesi., (Neue Auflage), Edizioni Metà Luna, Giubiasco 1991.
  • Flavio Maggi: Patriziati e patrizi ticinesi., Pramo Edizioni, Viganello 1997.
  • Simona Martinoli et alii: Guida d’arte della Svizzera italiana., Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Muzzano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Annuario del Canton Ticino (PDF; 40 kB)
  3. Hans-Ulrich Grunder: Maria Boschetti Alberti im Historischen Lexikon der Schweiz
  4. Fausto Bernasconi auf www.sikart.ch
  5. a b c d e f g h Simona Martinoli et alii: Guida d’arte della Svizzera italiana., Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 333.