Natja Brunckhorst
Natja Brunckhorst (* 26. September 1966 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Drehbuchautorin und Produzentin. Bekannt wurde sie in der Rolle der Christiane F. in dem Film Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo.
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Leben und Karriere [Bearbeiten]
Der Regisseur Uli Edel engagierte Natja Brunckhorst für die Rolle im Film Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Dreharbeiten von August bis November 1980), als sie 13 Jahre alt war. Ihre schauspielerische Leistung wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen gelobt.
Dieser frühe Erfolg initiierte einen Medienrummel um ihre Person, der die damalige Jungschauspielerin völlig unvorbereitet traf und ihr seit der Uraufführung am 3. April 1981 derart zusetzte, dass für sie schon bald danach der Entschluss fest stand, Deutschland für einige Jahre den Rücken kehren zu wollen. Noch als Jugendliche verlegte Natja Brunckhorst ihren Wohnsitz nach Großbritannien, ging dort wie jeder Teenager regulär zur Schule und legte 1986 den britischen Schulabschluss ab. Von 1986 bis 1987 schloss sich ein Aufenthalt in Paris an.
1987 kehrte Natja Brunckhorst nach Deutschland zurück, wo sie bis 1991 ein Schauspielstudium an der Schauspielschule Bochum absolvierte. Damals spielte sie in weiteren Filmen wie Kinder aus Stein, Babylon – Im Bett mit dem Teufel oder Tiger, Löwe, Panther. 1993/94 pausierte sie beruflich, da sie an einem Krebsleiden erkrankte.
1998 begann Natja Brunckhorst, zunächst für die Fernsehserie Einsatz Hamburg Süd, als Drehbuchautorin zu arbeiten. Für ihren biografischen Film Wie Feuer und Flamme erhielt sie 2001 die Lola für das beste Drehbuch. Im gleichen Jahr wurde ihre erste Regiearbeit veröffentlicht, La Mer, ein verspielt-romantischer Kurzfilm.
Außerdem spielt sie immer noch in Filmen. 2000 war Brunckhorst an der Seite von Franka Potente und Benno Fürmann im Kinofilm Der Krieger und die Kaiserin zu sehen.
Ihr aktuellstes Projekt als Schauspielerin ist der Film Totem (2011). Dort spielt sie eine Frau, die an der Sprachlosigkeit ihrer Familie verzweifelt. Totem lief 2011 als einziger deutscher Beitrag auf den Filmfestspielen in Venedig.
2012 gründete sie das Unternehmen Green Room Film zur Produktion von Kinofilmen.
Am 18. November 2012 lief in der ARD die Tatort-Folge Dinge, die noch zu tun sind, die nach einer Idee von ihr gedreht wurde.
Natja Brunckhorst lebt mit ihrer Tochter Emma (* 1991), die einer von 1989 bis 1993 dauernden Beziehung mit dem Schauspieler Dominic Raacke entstammt, in München.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- Deutscher Drehbuchpreis LOLA 2001: Wie Feuer und Flamme
Filmografie [Bearbeiten]
- 1981: Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
- 1982: Querelle
- 1987: Kinder aus Stein
- 1989: Tiger, Löwe, Panther
- 1991: Babylon
- 1994: Die Kommissarin: Corinna (Folge 11)
- 1995: Eine fast perfekte Liebe
- 1995: Das verletzte Lächeln
- 1995: Alles außer Mord: Y.?17
- 1997: Dumm gelaufen
- 1997: Kalte Küsse
- 1998: Einsatz Hamburg Süd (Fernsehserie, Drehbuch)
- 2000: Der Krieger und die Kaiserin
- 2001: Wie Feuer und Flamme (Drehbuch, Deutscher Drehbuch-Preis LOLA)
- 2002: La Mer (Regie und Drehbuch)
- 2009: Tatort-Folge Oben und Unten (Drehbuch)
- 2009: Mein
- 2010: SOKO Leipzig-Folge Wut im Bauch (Darstellerin)
- 2010: Wie ein Stern am Himmel (Drehbuch)
- 2011: Totem (Darstellerin)
- 2012: Tatort-Folge Dinge, die noch zu tun sind (Idee, Drehbuch)
Weblinks [Bearbeiten]
- Natja Brunckhorst in der Internet Movie Database (englisch)
- Offizielle Webpräsenz
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brunckhorst, Natja |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin und Drehbuchautorin |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1966 |
| GEBURTSORT | Berlin, Deutschland |