Corinna Harfouch

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Corinna Harfouch (September 2012)

Corinna Harfouch, geb. Meffert (* 16. Oktober 1954 in Suhl), ist eine deutsche Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Die Tochter des Lehrers Wolfgang Meffert und seiner Frau Marianne geb. Kleber besuchte 1961 bis 1973 die Schule in Großenhain. Hier, am Pioniertheater „Natalia Saz“, erwarb sie ihre ersten schauspielerischen Fähig- und Fertigkeiten. An der Erweiterten Oberschule machte sie ihr Abitur. Nach einer Lehre als Krankenschwester begann sie 1976 an der TU Dresden ein Studium zur Textilingenieurin.

Harfouch studierte 1978 bis 1981 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und war Meisterschülerin bei Vera Oelschlegel im Theater im Palast. Einer ihrer größten Theatererfolge noch zu Zeiten der DDR war die Lady Macbeth unter der Regie von Heiner Müller an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

Nach kleineren Filmaufgaben übernahm sie 1988 die Titelrolle in Die Schauspielerin. Hier spielte sie eine Frau, die sich in der Zeit des Nationalsozialismus als Jüdin verkleidet, um ihren Geliebten nicht zu verlieren. Ähnliche Beachtung fand sie in Treffen in Travers als Gattin eines Revolutionärs.

Nach der Wende[Bearbeiten]

Nach der Wende 1989 war sie zunächst am Deutschen Theater in Berlin, wechselte aber schnell zur Volksbühne, wo sie eine der wichtigsten Protagonistinnen des Intendanten Frank Castorf wurde. Aufsehenerregend war ihre Interpretation des Generals Harras in Des Teufels General von Carl Zuckmayer (Regie: Frank Castorf). Für diese Rolle wurde sie 1997 von den deutschen Kritikern zur Schauspielerin des Jahres gewählt.

An der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz spielte sie die Titelrolle in Phaidras Liebe von Sarah Kane, in der Regie von Christina Paulhofer. Außerdem spielt sie seit November 2004 sehr erfolgreich zusammen mit Ulrich Matthes am Deutschen Theater (DT) Berlin die Rolle der Martha in Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf? unter der Regie von Jürgen Gosch. Dem deutschen Fernsehpublikum wurde sie durch ihre einfühlsame Verkörperung der in den 1960ern wegen Mordes verurteilten Titelfigur des dokumentarischen Spielfilms Vera Brühne (2001) bekannt. In Bernd Eichingers Kinofilm Der Untergang (2004) übernahm sie die Rolle der Magda Goebbels, die ihre eigenen Kinder vergiftete.

Familie[Bearbeiten]

Ihr erster Ehemann war der syrische Informatiker Nabil Harfouch. Mit ihm hat sie eine gemeinsame Tochter. Ihr zweites Kind bekam sie mit dem Musiker Stefan Maaß. Von 1985 bis 2007 war sie in zweiter Ehe mit dem Schauspielkollegen Michael Gwisdek verheiratet. Aus dieser Beziehung stammen zwei Söhne, der Komponist Johannes Gwisdek und der Schauspieler Robert Gwisdek. Zwischenzeitlich war Harfouch mit Bernd Eichinger liiert, heute lebt sie mit dem Schauspieler Wolfgang Krause Zwieback zusammen.[1]

Rollen und Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Theaterarbeiten (Auswahl)[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

1999: Christa Wolf: Im Stein; Regie: Jörg Jannings (DRadio)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Stern von Harfouch auf dem Boulevard der Stars in Berlin

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Corinna Harfouch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Exklusiv in der B.Z. erklärt der neue Freund von Corinna Harfouch ihr neues Glück. Berliner Zeitung vom 16. Dezember 2004
  2. Helmut Bez / Rainer Simon: Wengler & Söhne. Eine Legende, Filmdrehbuch nach einem Szenarium von Helmut Bez, Berlin 188, S. 164.