Neff GmbH

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Neff GmbH
Neff-Logo
Unternehmensform GmbH
Gründung 1877
Unternehmenssitz Bretten, Deutschland
Unternehmensleitung
  • Stefan Kinkel
  • Ditmar Krusenbaum
Mitarbeiter

1300

Produkte

Haushaltsgerät

Website

www.neff.de

Die Neff GmbH wurde im Jahre 1877 von Carl Andreas Neff in Bretten (in Nordbaden) gegründet und ist Hersteller von Einbau-Haushaltsgeräten.

Am Produktionsstandort Bretten beschäftigt Neff im dortigen 105.000 m² großen Stammwerk ca. 1.300 Mitarbeiter, die jährlich ca. 1,4 Mio. Geräte produzieren. Die Unternehmensbereiche Vertrieb, Marketing und Design werden vom Standort München aus koordiniert. Neff wird international in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Zypern, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Russland und Israel vertrieben.

Seit 1982 ist die Neff GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte (auch BSH-Konzern genannt).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Firmengeschichte

Im Jahre 1877 gründet Schlossermeister Carl Andreas Neff das Unternehmen im Gehöft des damaligen Zähringer Hofes mit sechs Gesellen als Handwerksbetrieb. Kohleherde und etwas später Bäckerei- und Kohlebacköfen werden unter dem Namen “Carl Neff Herd- und Ofenfabrik” hergestellt. 1910 beschäftigt die Produktionsstätte bereits 40 Betriebsangehörige, 1931 sind es mittlerweile 100 Angestellte. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind 60% des Werks zerstört, der Neubeginn erfolgt mit zunächst sieben Mitarbeitern. 1950 wird bereits mit dem Bau eines zweiten Werkes im Ruiter Tal (Bretten) begonnen. 1953 baut das Werk in Bruchsal mit 300 Beschäftigten Geräte für Großküchen. 1961 wird Neff Europas größter Elektroherdhersteller und beschäftigt zu dieser Zeit rund 2.500 Mitarbeiter an vier Werkstandorten: zwei Werke in Bretten und je ein Werk in Bruchsal, Rinklingen und Ittlingen (Gießereien). 1964 finden in fast 50 Länder der Welt Neff-Erzeugnisse ihre Abnehmer. Neff ist bereits größter Hersteller von Elektro-, Kohle- und Ölherden in Deutschland – zunehmend auch im europäischen Raum. 1967 feiert Neff 90-jähriges Bestehen mit ca. 4.400 Mitarbeitern, die ca. 500.000 Geräte im Jahr produzieren. 1972 zeichnet sich ein neuer Aufschwung ab: Eine neue Presserei und ein Hochregallager werden fertiggestellt, die Herdproduktion wird weiter gesteigert. 1981 wird eine neue Lackieranlage und Phosphatieranlage in Betrieb gestellt.

Am 17. August 1982 muss die Carl Neff GmbH als Tochtergesellschaft der AEG Liquidationsvergleich anmelden. Die Landesregierung in Baden-Württemberg stellt dem Unternehmen 10 Millionen DM zur Verfügung, um eine Wiederaufnahme der Produktion zu ermöglichen. Am 1. Oktober 1982 geht das Unternehmen in den Anschlusskonkurs, nachdem die Mindestvergleichsquote von 35 Prozent nicht erfüllt werden konnte. Danach übernimmt die Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH, heute BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH die Marke Neff und gründet die Neff GmbH, München. Die Fabrikstandorte werden um das Werk in Bretten erweitert. 1986/87 beginnt die Flachschirmhaubenproduktion, eine elektrostatische Tauchemaillierung und Pulveranlage wird installiert. 1992 wird bei Neff die Gruppenarbeit in der Herdmontage eingeführt. 1993 erfolgt der Spatenstich zum Bau einer zweistöckigen Montagehalle, am 25. Juni wird der zehnmillionste Neff-Herd produziert. 1997 steigt Neff in die Essenfertigung ein, 1999 wird die Dunstabzugshaubenfabrik abermals erweitert. Die Kapazität der Dunsthaubenfertigung wird zuletzt 2005 erhöht.

[Bearbeiten] Produkte

Elektroherd „Arcus super“, 1957

Neff stellt hochwertige Einbaugeräte für den Haushalt her, dazu zählen: Elektro-Einbauherde, Elektro-Kochfelder, Elektro-Einbaubacköfen, Gas-Kochfelder, Kombi-Einbauherde, Mikrowellen, Dunstabzüge, Geschirrspülmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte und Wäschepflegeräte.

[Bearbeiten] Höhepunkte der Unternehmensgeschichte

Quellenangaben
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  • 1877: Beginn der Produktion von Kohleherden, Waschkesselherden und Zubehör.
  • 1885 ff: Die Produktpalette wird um kohlebeheizte, patentierte Konditorei-Backöfen erweitert und erschließt damit eine neue Marktlücke in diesen Wachstumsjahren.
  • 1910: Der erste Großküchenherd von Neff mit Wasserbädern wird auf den Markt gebracht.
  • 1914: Beginn der Fertigung von Gasherden.
  • 1919: Ein patentierter Gasbrenner für Konditoreibacköfen wird vorgestellt.
  • 1930 ff: Die Elektrizität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Neff erkennt das Potential und stattet Konditoreibacköfen und Produkte wie den Brotbackofen mit Steinboden mit elektrischer Heizung aus.
  • 1950: Als erster Hersteller stattet Neff den Backofen serienmäßig mit einem Thermostat aus (temperaturgeregelter Backofen).
  • 1952: Das Modell “Arcus” im typischen Neff-Design dieser Zeit. Auch bei diesem Modell gibt es wahlweise Wärmefach oder Geschirrwagen. Diese Herdreihe wird europaweit ein großer Erfolg.
  • 1957: Der erste Mikrowellenherd in Europa, der so genannte “Elektronenherd”, wird vorgestellt und sorgt für Aufsehen.
  • 1958: Das “Kochen auf der kalten Platte”, das Induktionskochen im ersten gebrauchsfähigen Gerät in Europa feiert Premiere.
  • 1961: Als erster Hersteller zeigt Neff Einbaubacköfen, Einbauherde und Kochmulden, die nicht mehr freistehende Einzelgeräte sind, sondern in separate Schrankumbauten integriert werden. Damit entsteht eine neue Generation von Küchenmöbeln. In diesem Jahr werden auch die ersten Mikrowellen-Herde für die Großküchenverpflegung an die Hotels der Steigenberger Gruppe, Krankenhäuser und Flughafenhotels ausgeliefert.
  • 1979: Neff stellt einen Herd mit vollelektronischer Bedienung und Steuerung vor.
  • 1985: Neff bringt als Erster einen Einbau-Gasherd mit Heißluftsystem auf den Markt.
  • 2002: Neff begeht seinen 125. Geburtstag – und präsentiert als Erster einen mitdrehenden Türgriff

[Bearbeiten] Weblinks

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