Nepolokiwzi

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Nepolokiwzi
(Неполоківці)
Wappen fehlt
Nepolokiwzi (Ukraine)
Nepolokiwzi
Nepolokiwzi
Basisdaten
Oblast: Oblast Tscherniwzi
Rajon: Rajon Kizman
Höhe: 194 m
Fläche: Angabe fehlt
Einwohner: 2.449 (2004)
Postleitzahlen: 59330
Vorwahl: +380 3736
Geographische Lage: 48° 23′ N, 25° 38′ O48.38833333333325.635555555556194Koordinaten: 48° 23′ 18″ N, 25° 38′ 8″ O
KOATUU: 7322555700
Verwaltungsgliederung: 1 Siedlung städtischen Typs, 1 Dorf
Bürgermeister: Andrij Pantschuk
Adresse: вул. Головна 7
59330 смт. Неполоківці
Statistische Informationen
Nepolokiwzi (Oblast Tscherniwzi)
Nepolokiwzi
Nepolokiwzi
i1

Nepolokiwzi (ukrainisch Неполоківці; russisch Неполоковцы/Nepolokowzy, deutsch Nepolokoutz, rumänisch Nepolocăuţi oder Grigore Ghica Vodă) ist eine Siedlung städtischen Typs in der ukrainischen Oblast Tscherniwzi. Sie liegt am linken Ufer des Pruth, etwa 24 Kilometer nordwestlich von Czernowitz in der nördlichen Bukowina.

Verwaltungstechnisch gehört zur Siedlungsgemeinde auch das südöstlich liegende Dorf Pjadykiwzi (П'ядиківці).

Die Siedlung entstand im 15. Jahrhundert (1480 erste urkundliche Erwähnung) und gehörte dann bis 1776 zum Fürstentum Moldau. Danach war sie ein Teil Österreichs im Kronland Bukowina und gehörte zum Gerichtsbezirk Kotzman. 1866 erhielt der Ort bereits einen Bahnanschluss an der Strecke Lemberg–Czernowitz der Lemberg-Czernowitz-Jassy-Eisenbahn, am 7. Juli 1898 eröffnete die Neue Bukowinaer Lokalbahn-Gesellschaft die Lokalbahn Nepolokoutz–Wiznitz, welche hier ihren Endpunkt hatte und nach Südwesten über den Pruth ins heutige Wyschnyzja führte. Die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes wurde dadurch stark begünstigt, um den Bahnhof herum entstand eine kleine Bahnhofssiedlung. In dieser Zeit kam es auch zur Ansiedlung von Juden, rumänischen und deutschen Bewohnern in das von Ukrainern bewohnte Dorf.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 kam der Ort zu Rumänien (im Kreis Cernăuţi), wo er Grenzort und -bahnhof zu Polen wurde. In der Zwischenkriegszeit kam es auch zur Umbenennung in Grigore Ghica Vodă zu Ehren des moldauischen Prinzen Grigore III Ghica. Im Zuge der Annexion der Nordbukowina am 28. Juni 1940 wurde das Dorf ein Teil der Sowjetunion (dazwischen 1941-1944 wiederum zu Rumänien) und ist seit 1991 ein Teil der Ukraine.

1968 wurde es zur Siedlung städtischen Typs erhoben, die im Krieg zerstörte Brücke der Strecke der ehemaligen Lokalbahn wurde nicht wieder an gleicher Stelle sondern erst hinter dem Pruth in nordwestlicher Richtung in der Oblast Iwano-Frankiwsk wieder aufgebaut.