Netiwot

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Netiwot
Wappen von Netiwot
Basisdaten
hebräisch: נתיבות
arabisch: نيتيفوت
Staat: Israel Israel
Bezirk: Süd
Gegründet: 1956
Koordinaten: 31° 25′ N, 34° 35′ O31.41666666666734.583333333333140Koordinaten: 31° 25′ 0″ N, 34° 35′ 0″ O
Höhe: 140 m
Fläche: 5,626 km²
 
Einwohner: 26.200 (2008)
Bevölkerungsdichte: 4.657 Einwohner je km²
 
Gemeindeart: Stadt
Website:
Netiwot (Israel)
Netiwot
Netiwot

Netiwot (hebräisch ‏נתיבות‎, arabisch ‏نيتيفوت‎, dt.: Wege, Pfade) ist eine Stadt in Südisrael. Sie liegt in der Besor-Region. Die je 30 km von Aschkelon und Beerscheba entfernte Stadt hat 26.200 Einwohner (2008).

Geschichte[Bearbeiten]

Netiwot wurde am 10. Mai 1956[1] als Einwandererortschaft gegründet und anfänglich Azata genannt. Sie gilt als Beispiel einer israelischen Entwicklungsstadt. Seit ihrer Gründung leidet die Ortschaft an hoher Arbeitslosigkeit, geringer Investition und relativer Armut.

Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus orientalischen Juden und Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion.

Anders als die benachbarten Entwicklungsstädte Ofakim und Sderot erlebt die Stadt in den letzten Jahren einen gewissen Aufschwung. Netiwot hat sich zum Pilgerort entwickelt, da zwei wichtige zeitgenössische Rabbiner im städtischen Friedhof begraben sind:

  • der Baba Sali (Rabbi Yisrael Abuhatzeira)
  • Rabbi Schalom Ifargan
Die Grabstätte von Baba Sali in Netiwot

Beim jährlichen Erinnerungsfest an die Rabbiner kommen hunderttausende religiöse Juden und beten an deren Gräbern.

Die Bedeutung als Pilgerort hatte in den letzten Jahren zur Folge, dass der Charakter der Stadt zunehmend religiös wurde und dass Dutzende von religiösen Einrichtungen gebaut wurden. Eine zentrale Rolle bei dieser Entwicklung spielte der hochverehrte Rabbiner Jissochor Meir (1927–2011), seit 1961 Rosch Jeschiwat Hanegew in Netiwot.

Die Stadt liegt an der Hauptstraße von Beerscheba nach Aschkelon. Bei Netiwot beginnt die Straße nach Gaza. Bis 2013 soll die Ortschaft ans israelische Bahnnetz angeschlossen werden.

Die Umgebung der Stadt ist stark landwirtschaftlich geprägt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Netiwot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mordecai Naor: Eretz Israel. Könemann, Köln, 1998, ISBN 3-89508-594-4, Seite 328.