Kirchen (Sieg)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Altenkirchen (Westerwald) | |
| Verbandsgemeinde: | Kirchen (Sieg) | |
| Höhe: | 230 m ü. NN | |
| Fläche: | 39,59 km² | |
| Einwohner: |
8.669 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 219 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 57548 | |
| Vorwahl: | 02741 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AK | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 32 063 | |
| Stadtgliederung: | 6 Ortsbezirke + Kirchen | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Lindenstraße 1 57548 Kirchen (Sieg) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Müller (CDU) | |
| Lage der Stadt Kirchen (Sieg) im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) | ||
Kirchen (Sieg) ist eine Stadt und anerkannter Luftkurort im südwestlichen Teil des Siegerlandes im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz, an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Sie ist Sitz der Verbandsgemeinde Kirchen, der sie auch angehört. Kirchen wurde am 1. November 2004 zur Stadt erhoben.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Kirchen liegt an der Eisenbahnlinie Köln-Siegen-Gießen, an der B 62 und nahe der Autobahn A 45/Sauerlandlinie. Es wird von lokalen und regionalen Omnibuslinien angefahren.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Ortsbezirke der Stadt Kirchen sind Freusburg, Herkersdorf, Katzenbach, Kirchen (Ort), Offhausen, Wehbach und Wingendorf. Zu Kirchen gehört außerdem der Weiler Äpfelbach.
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag beträgt 1115 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 90% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Im Dezember fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren stark. An 73% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
[Bearbeiten] Geschichte
Am 7. Juni 1969 wurden die Gemeinden Freusburg, Herkersdorf, Offhausen, Wingendorf und Katzenbach mit Ausnahme des Ortsteils Unterbüdenholz, der nach Brachbach eingegliedert wurde, eingemeindet.[3] Am selben Tag wurde die Gemeinde von Kirchen-Wehbach (Sieg) in Kirchen (Sieg) umbenannt. Die Stadtrechte erhielt Kirchen (Sieg) am 6. November 2004.
- Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
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Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Stadtrat in Kirchen (Sieg) besteht aus 24 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Stadtrat:[4]
| SPD | CDU | FDP | Grüne | Gesamt | |
| 2009 | 7 | 11 | 3 | 3 | 24 Sitze |
| 2004 | 6 | 14 | 2 | 2 | 24 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Die heutige Stadt Kirchen kann sich als Rechtsnachfolgerin der einstigen Herrschaft Freusburg und des späteren saynischen Amtes Freusburg betrachten und leitet wohl auch seinen Namen aus der oft angeführten Bezeichnung Kirch-Freusburg ab. Das heutige Dekanat Kirchen gehört noch immer zum Bistum Trier und ist als „Trierische Insel“ bekannt.
Deshalb werden in dem Wappen die drei alten Herrschaftswappen vereinigt: Die Eberköpfe von Freusburg, der Löwe der Grafschaft Sayn und das rote Kreuz des Erzstiftes Trier. Die Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) führt das gleiche Wappen wie die Stadt Kirchen (Sieg), jedoch von einem zusätzlichen goldenen Bord umgeben.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die bekannteste natürliche Sehenswürdigkeit in Kirchen ist der Druidenstein, ein Basaltfels, der sich auf rund 450 m über Normalnull erhebt. Bekanntestes Bauwerk Kirchens ist der Ottoturm genannte Aussichtsturm, der am 28. August 2010 neu eröffnet wurde. Die Burg Freusburg ist das Wahrzeichen des gleichnamigen Ortsteils und wird heute als Jugendherberge genutzt. Durch den Kirchener Heimatverein wird in der Stadt das Heimatmuseum Kirchen betrieben.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Wildenburg, Torbogen Junkernthal bei der Alten Rentei, die Rote Kapelle und die Freusburger Mühle, sowie die Villa Kraemer, das Wasserschloss Schloss Crottorf und das Otto-Pfeiffer-Museum.
An sakralen Gebäuden sind die Barockkirche Friesenhagen, der Siegerländer Dom und die neugotische St. Michaels-Kirche mit ihrer historischen Eggert-Orgel sehenswert.
Zur sportlichen Aktivität stehen ein Nordic-Walking-Fitness-Park und der Sieg-Bigge-Radweg, auf dem eine Zwei-Länder-Tour gefahren werden kann, zur Verfügung.
siehe auch: → Liste der Kulturdenkmäler in Kirchen (Sieg)
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Im Ortsteil Wingendorf betreibt der Segelflugclub Betzdorf/Kirchen e.V. aus dem benachbarten Katzwinkel den Verkehrslandeplatz Betzdorf-Kirchen.
Kirchen liegt mit den Haltepunkten Freusburg Siedlung und Kirchen (Sieg) an der Siegstrecke. Früher gab es zwei Bahnhöfe an der Asdorftalbahn (Kirchen und Wehbach), die aber seit den 1980ern (Personenverkehr) bzw. 1990ern (Güterverkehr) stillgelegt ist und nur noch als Reststück in Niederfischbach vorhanden ist.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Jürgen Alberts (* 1946), Schriftsteller
- Jürgen Alzen (* 1962), Automobil-Rennfahrer
- Uwe Alzen (* 1967), Automobil-Rennfahrer
- Karl-Wilhelm Dahm (* 1931), evangelischer Theologe und emeritierter Professor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
- Titus Dittmann (* 1948), Großunternehmer
- Verena Dreier (* 1985), Leichtathletin
- Jürgen Ebach (* 1945), evangelischer Theologe und Professor an der Ruhr-Universität Bochum
- Heinrich Kraemer (1842–1907), Bürgermeister, Reichstags- und Landtagsabgeordneter
- Thomas Kraft (* 1988), Fußballspieler
- Josef Rosenbauer (* 1966), Politiker
- Barbara Rudnik (1958–2009), Schauspielerin
- Heike Schäfer (* 1964), Schlagersängerin
- Werner Schepp (* 1958), Kirchenmusiker und Hochschullehrer
- Hartmut Siebertz (* 1951), Arzt und Sanitätsoffizier der Bundeswehr im Generalsrang
- Ralph Szepanski (* 1967), Nachrichtensprecher und Fernsehredakteur
- Andreas Turkat (1961–2008), Politiker (SPD)
- Bruno Wiefel (1924–2001), Politiker (SPD)
- Paul Wingendorf (1914–1995), Politiker (CDU)
- Ludwig Zöller (* 1953), Geograph und Professor an der Universität Bayreuth
[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 182 (PDF)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
[Bearbeiten] Weblinks
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