Třinec

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Třinec
Wappen von Třinec
Třinec (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Frýdek-Místek
Fläche: 9558 ha
Geographische Lage: 49° 41′ N, 18° 40′ O49.68138888888918.668888888889306Koordinaten: 49° 40′ 53″ N, 18° 40′ 8″ O
Höhe: 306 m n.m.
Einwohner: 36.077 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 738 01 - 739 94
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 13
Verwaltung
Bürgermeister: Věra Palkovská (Stand: 2006)
Adresse: Jablunkovská 160
73961 Třinec 1 - Staré Město
Gemeindenummer: 598810
Website: www.trinec-mesto.cz

Třinec ( Aussprache?/i, deutsch Trzynietz, polnisch Trzyniec) ist eine Stadt in der Mährisch-Schlesischen Region in Tschechien. Die in 306 m ü. M an der Einmündung der Tyra in die Olsa gelegene Industriestadt beherbergt Stahlindustrie und Lebensmittelbetriebe. Třinec liegt an der Grenze zu Polen und besitzt im Ortsteil Horní Líštná einen Grenzübergang nach Leszna Górna.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1444.

Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte es zu landwirtschaftlich geprägten Orten, welches zum Eigentum der Habsburger gehörte.

Die große Wende kam, als 1839 die Trzynietzer Eisenwerke gegründet wurden. Reiche Erzvorkommen, genügend Wasserenergie sowie unerschöpfliche Holzreserven in den Mährisch-Schlesischen Beskiden waren vorhanden. Deshalb hatte die Kammer in Teschen dem Eigner Erzherzog Karl von Österreich-Teschen empfohlen, Eisenwerke zu bauen.

Die katholische Kirche St. Albrecht wurde im Jahre 1885 und die evangelische Kirche am 9. Juli 1899 eingeweiht.

Evangelische Kirche in Třinec

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt Třinec gehören die Ortsteile:

  • Český Puncov (Tschechisch Punzau)
  • Dolní Líštná (Nieder Lischna, früher Polnisch Lischna)
  • Guty (Gutty)
  • Horní Líštná (Ober Lischna, früher Deutsch Lischna)
  • Kanada
  • Karpentná (Karpentna)
  • Kojkovice (Kojkowitz)
  • Konská (Konskau)
  • Lyžbice (Lischbitz)
  • Nebory (Niebory)
  • Oldřichovice (Oldrzichowitz)
  • Osůvky
  • Staré Město (Altstadt)
  • Tyra (Tyrra)

Partnerstädte[Bearbeiten]

Industrie[Bearbeiten]

Stahlwerk
Gebäude "Eisenwerk Trzyniez", ca. 1943
Detail: Auf dem Weg zur Zwangsarbeit, SS-Bewachung

Třinec ist ein wichtiges Zentrum der Stahlindustrie. Im Jahre 1839 wurden die Třinecké železárny (Trzynietzer Stahlwerke) gegründet. Bedeutend für die weitere Entwicklung der Stadt war der Bau der Kaschau-Oderberger Bahn 1871, die Třinec mit wichtigen Erzlagern in der Slowakei verband und den Transport von Kohle aus Karviná ermöglichte. Heute wird hier ein Drittel der tschechischen Stahlproduktion hergestellt.

Zum Stahlwerk gehörte während des 2. Weltkriegs ein Zwangsarbeitslager, genannt Internierungslager Trinec-Borek, als solches anerkannt von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft[2]. Die Dresdner Bank war damit verflochten; sie gewährte der IG Kattowitz, Teil des gesamten sog. "Berghütte-Konzerns", eigentlich "Österreichische Berg- und Hüttengesellschaft", Teschen OS während der deutschen Besatzung, einen kurzfristigen Überziehungskredit von 3,3 Millionen Reichsmark und der "Berghütte Karwin-Trcynietz", wie der Ort von den Deutschen geschrieben wurde, einen Kredit von 442275 RM für die Lieferung von Material an die Staatsbahn Rumäniens.[3]

Sport[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Třinec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  2. http://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/haftstaetten/index.php?action=2.2&id=100000874 online
  3. Johannes Bähr, Dieter Ziegler, Harald Wixforth: Die Dresdner Bank im Dritten Reich, Band 3: Die Expansion der Dresdner Bank in Europa. Oldenbourg, München 2006 ISBN 3486577824