Otto Christian Hammer

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Otto Christian Hammer
(1864 in Schweidnitz)

Otto Christian Hammer (* 22. August 1822 in Hulerød, Søborg Sogn, Dänemark; † 10. März 1892 in Kopenhagen) war ein dänischer Seeoffizier und Befehlshaber im Deutsch-Dänischen Krieg.

Leben[Bearbeiten]

Er war der Sohn des Distriktskommissars und Inspektors Frederik Abel Hammer (??-1877) und der Elisabeth Kirstine Lemvigh (1794-1849). Hammer heiratete am 28. Februar 1851 auf Schloss Hjortholm (Südlangeland) Henriette Jacobine Hastrup (* 3. September 1830 auf Schloss Hjortholm), Tochter des Gutsbesitzers Julianus Jensen Hastrup (1780-1863), von 1823 bis 1863 Gutsherr auf Hjortholm, und der Anna Cecilie Høffding (1791-1861).[1]

Hammer kam im Jahr 1837 als Seekadett auf die Marineakademie und wurde am 3. August 1843 zum Sekondeleutnant befördert. Acht Jahre später, am 3. August 1851, wurde er Premierleutnant und am 17. Februar 1858 schließlich zum Kapitänleutnant befördert.

Im Deutsch-Dänischen Krieg (1864) war er Befehlshaber der dänischen Marineeinheiten auf den Nordfriesischen Inseln mit Sitz in Wyk auf Föhr. Als Kommandeur einer dänischen Flottille kämpfte er zunächst erfolgreich gegen die Übermacht der preußisch-österreichischen Allianz. Als aber die angeforderte Unterstützung der dänischen Flotte ausblieb und die Gegner der Allianz erst Sylt und am 16. Juli auch Föhr einnahmen, wurde er schließlich am 19. Juli 1864 in Wyk u.a. vom preußischen Leutnant Ernst von Prittwitz und Gaffron gefangen genommen[2] und bis August in deutscher Gefangenschaft gehalten. Seine Gegner beschrieben ihn als einen „Land und Leute tyrannisierenden Wikinger“.[3]

Am 6. April 1889 wurde Hammer zum Kapitän ernannt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Vesterhavsøernes Forsvar i Aaret 1864, mit einer Karte, Verlag Gyldendal, Kopenhagen 1865

Orden und Ehrenzeichen[Bearbeiten]

  • Ritter des Dannebrog-Ordens (28. Dezember 1850)
  • Silbernes Kreuz des Dannebrog-Ordens (1. August 1860)[4]
  • Kommandeur 2. Klasse des Dannebrog-Ordens (30. September 1864)

Ehrungen[Bearbeiten]

  • In Rødby ist die „Hammers Trafikskole“ nach ihm benannt.
  • Im Jahr 1975 wurde das dänische Torpedoboot P 542 nach ihm auf den Namen „Hammer“ getauft.

Quellen[Bearbeiten]

  • Hammer, O. C.. In: Danish Naval History. Balsved, Johnny E.. 1. August 2006. Abgerufen am 2. Januar 2011. Tabellarischer Lebenslauf (engl.)

Weblinks[Bearbeiten]

  • [3] Ausführlicher Lebenslauf (dän.)
  • [4] Berichte in der Provinzial-Correspondenz von Juli 1864
  • [5] Lebenslauf in: Carl Frederik Bricka: Dansk biografisk Lexikon, Seite 535 (dän.)
  • [6]Lebenslauf in: Thomas Hansen Erslew: Ergänzung zu Almindeligt forfatter-lexicon for kongeriget Danmark med tilhørende bilande (Erstausgabe 1853), Band 1 (A-J), Seite 653, Forlagsforeningens Verlag, Kopenhagen 1858 (dän.)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Balsved, Danish Naval History
  2. Die Gemeinde Wyk auf Föhr verlieh Prittwitz darauf hin zum Dank die Ehrenbürgerwürde.
  3. [1] Christian Peter Hansen, Reinhold Janus: Sieben Jahre auf Sylt. Tagebücher des Inselfriesen Christian Peter Hansen 1865-1871, Seite 177. In: Berichte im Altonaer Mercur 1865-1868, Verlag Wachholtz, 1998, ISBN 3529022098 bzw. ISBN 9783529022098
  4. [2] J. Liebe (Hg.): Departementstidenden, 13. Jahrgang, Seite 733, Druckerei Bianco Luno, Kopenhagen 1860