Wyk auf Föhr
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Nordfriesland | |
| Amt: | Föhr-Amrum | |
| Höhe: | 4 m ü. NN | |
| Fläche: | 8 km² | |
| Einwohner: |
4.421 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 553 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25938 | |
| Vorwahl: | 04681 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NF | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 54 164 | |
| LOCODE: | DE WYK | |
| NUTS: | DEF07 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Hafenstr. 23 25938 Wyk auf Föhr |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Heinz Lorenzen (KG) | |
| Lage der Stadt Wyk auf Föhr im Kreis Nordfriesland | ||
Wyk auf Föhr (kurz: Wyk, friesisch: Wik oder a Wik, plattdeutsch: De Wyk, auch De Wiek, dänisch: Vyk) ist eine Stadt im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Das Stadtgebiet des Nordseeheilbads besteht aus dem Innenstadtbereich sowie den Stadtteilen Boldixum (friesisch Bualigsem) und Südstrand.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Wyk liegt im äußersten Südosten der nordfriesischen Insel Föhr. In Wyk leben 4.500 Einwohner mit Hauptwohnsitz, doch in der Hauptsaison halten sich etwa 20.000 Menschen in der Stadt auf. Die Stadt hat zentralörtliche Funktion für die Inseln Föhr und Amrum (Einkaufszentrum, Fußgängerzone, Fachärzte, Stadtbücherei, Postfiliale usw.) und ist Sitz des Amtes Föhr-Amrum und des Sozialzentrums für die Inseln Föhr und Amrum. In den anderen elf Gemeinden der Insel Föhr leben weitere 4.200 Einwohner. Die Haupteinnahmequelle Wyks ist der Fremdenverkehr.
[Bearbeiten] Geschichte und Tourismus
1704 erhielt Wyk die Hafengerechtigkeit[2], zwei Jahre später die Rechte eines Fleckens. Im Jahre 1819 wurde ein Seebad errichtet; es war das erste Seebad in Schleswig-Holstein.
Das Land zog damit der Ostsee (Heiligendamm, 1794) und der ostfriesischen Nordsee (Norderney, 1797) nach. Im ersten Jahr kamen 61 Gäste, 1820 waren es 102, aber erst 1840 über 200. Ab 1842 bis 1847 wählte der dänische König Christian VIII. Wyk für seine Ferien, was zahlreiche neue Touristen brachte. 1844 folgte ihm Hans Christian Andersen, der über das Bad sagte: Ich habe jeden Tag gebadet, und ich muss sagen, es ist das unvergesslichste Wasser, in dem ich gewesen bin. Andersen brachte aber auch die Anreiseprobleme auf den Punkt. Von Hamburg aus über Land musste ein Reisender mit vier Tagen Reisezeit rechnen; per Schiff über Helgoland dauerte es nur zwei, bedeutete aber die hohe Gefahr von Seekrankheit.
1910 erhielt Wyk das Stadtrecht, 1924 wurde Boldixum eingemeindet.
[Bearbeiten] Politik
Von den 17 Sitzen in der der Stadtvertretung hat die Wählergemeinschaft Kommunale Gemeinschaft (KG) seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze, die CDU hat vier Sitze und die SPD und die Grünen je drei.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „Über blauen Wellen in Rot ein goldener, havarierter Dreimaster des 17. Jahrhunderts ohne Segel und mit abgebrochenen Stengen, überhöht von einem goldenen, sechsstrahligen Stern.“[3]
Der lateinische Spruch auf dem Spruchband unter dem Wappen lautet: Incertum quo fata ferunt, was auf Deutsch so viel bedeutet wie: „Ungewiss ist, wohin das Schicksal führt“.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Die Stadt Wyk auf Föhr ist Partnerstadt von Mittenwald in Oberbayern.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Im Stadtgebiet Wyks im Bereich Olhörn befindet sich ein Leuchtturm. Friesische Bräuche und die Historie Wyks werden im Carl-Häberlin-Museum gezeigt, dessen beide Eingangsportale von je zwei Walkieferknochen gebildet werden.
Die Kirche St. Nicolai ist ein romanisches Kirchengebäude aus dem 13. Jahrhundert und liegt im Ortsteil Boldixum. Sie besitzt eine farbenfrohe und reiche Innenausstattung.
1974 wurde die katholische St.-Marien-Kirche am Rebbelstieg gebaut.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Tourismus
Die Promenade Sandwall gewährt nicht nur den Blick auf die Nordsee, sondern auch die schon von Christian VIII. geliebte Aussicht auf die Halligen. Sie gilt als eine der schönsten deutschen Seepromenaden.
Nicht zuletzt durch die ansässigen Kliniken und Erholungseinrichtungen ist Wyk saisonunabhängig das ganze Jahr hindurch ein stark frequentierter Kurort.
Im Jahr 2002 gehörte Wyk auf Föhr zu den zehn wichtigsten Zentren des Schleswig-Holsteinischen Fremdenverkehrs: 46.368 Gäste, davon 325 (0,70 Prozent) aus dem Ausland, buchten 492.041 Übernachtungen. Die Stadt verfügte über 4.733 Gästebetten.
[Bearbeiten] Verkehr
In Wyk befindet sich der einzige Hafen der Insel Föhr mit dem Fährhafen sowie dem Binnenhafen (Krabben- und Muschelfischerei sowie Versorgung der Insel) und dem Sportboothafen.
Vom Fährhafen Wyk aus bestehen mehrmals täglich und mit einem von den Gezeiten unabhängigen Fahrplan regelmäßige Verbindungen mit Autofähren zum Festlandshafen Dagebüll. Die meisten Fähren haben Bahnanschluss Richtung Hamburg über Niebüll. In der Gegenrichtung fahren Fähren nach Wittdün auf der Nachbarinsel Amrum. Betreiber der Fährlinie ist die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) mit Sitz in Wyk auf Föhr.
Daneben werden Ausflugsfahrten nach den Halligen Langeneß und Hooge sowie während der Sommersaison Schiffsverbindungen nach Hörnum auf Sylt angeboten (eine Abfahrt pro Tag).
Wyk ist über den im Stadtgebiet befindlichen Flugplatz Wyk auch per Flugzeug zu erreichen.
Von Wyk aus existieren Busverbindungen in alle Gemeinden der Insel Föhr.
[Bearbeiten] Bildung
[Bearbeiten] Kindergärten
- Evangelischer Kindergarten St. Nicolai und Naturkindergarten
- Kindergarten der AWO
- Kindergarten „Die Inselkinder“
- Vyk Børnehave, Dänischer Kindergarten
[Bearbeiten] Schulen
- Rüm-Hart-Schule, Grundschule mit Förderzentrum
- Eilun Feer Skuul, Gymnasium und Regionalschule
- Vyk Danske Skole, Dänische Grund- und Gemeinschaftsschule (bis zur 8. Klassenstufe)
[Bearbeiten] Sonstige Bildungseinrichtungen
- Musikschule Föhr (Zweigstelle der Kreismusikschule Nordfriesland)
- Volkshochschule Föhr[4]
[Bearbeiten] Gesundheitswesen
Wyk ist Standort eines kleinen Krankenhauses (Insel-Klinik Föhr-Amrum des Klinikums Nordfriesland).
Darüber hinaus befinden sich in der Stadt Wyk einige Rehabilitationskliniken (unter anderem für Onkologie), eine Kurklinik für Mutter und Kind sowie Erholungsheime verschiedener öffentlicher und privater Träger.
[Bearbeiten] Altenpflege
Außerdem gibt es in der Stadt Wyk eine Altenpflegeeinrichtung (Johanneshaus Wyk auf Föhr) der NDS-Norddeutsche Diakoniedienste für Senioren gGmbH. Die NDS ist eine Tochtergesellschaft der Johannes Seniorendienste.
[Bearbeiten] Medien
Wyk auf Föhr ist Sitz der Redaktion der Tageszeitung Der Insel-Bote, die zum Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag gehört.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- 1864 Ernst Karl Ferdinand von Prittwitz und Gaffron (1833–1904), preußischer Generalleutnant und Rechtsritter des Johanniterordens
- 1918 Friedrich Christiansen (1879–1972)[5]
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Stine Andresen (1849–1927), geboren in Boldixum, Dichterin
- Friedrich Christiansen (1879–1972), Jagdflieger und General
- Knud Broder Knudsen (1912–2000), Politiker
- Hans von Storch (* 1949), Klimaforscher und Meteorologe
- Arfst Wagner (* 1954), Waldorflehrer und Redakteur
- Marret Bohn (* 1964), Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) und Landtagsabgeordnete
- Olaf Schmidt (* 1971), deutscher Schriftsteller und Journalist
- Nis-Momme Stockmann (* 1981), deutscher Autor und Theaterregisseur
- Stina Barnert (* 1989), deutsche Basketballnationalspielerin (früher Wyker TB, heute Saarlouis Royals)
[Bearbeiten] Mit Wyk auf Föhr verbunden
- Sidonie Werner (1860–1932), Sozialpolitikerin, gründete das Heim für tuberkulosegefährdete jüdische Kinder (1927-1938) in Wyk auf Föhr
- Carl Haeberlin (1870–1954), Gründer des Friesen-Museums und Friesenforscher
- Hans-Jürgen von Maydell (Baron Maydell; 1932–2010), Forstwissenschaftler, machte 1952 sein Abitur hier
- Heidrun Hesse (1951–2007), Professorin für Philosophie, starb hier
[Bearbeiten] Galerie
-
Die Fähre Nordfriesland vor Wyk
-
Der Leuchtturm Olhörn im äußersten Südosten von Föhr
-
Das Haeberlin-Friesenmuseum in Wyk
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.hafen-wyk.de/geschichte.htm#Urkunde Hafen
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
- ↑ Internetauftritt des Amtes Föhr Amrum
- ↑ Lebenslauf Christiansens auf S. 9–10 (PDF-Datei), abgerufen am 4. Dezember 2011
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