P26/40

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Carro Armato Pesante P26/40
P26-40 tank.jpg

P26/40 im Fiat-Ansaldo-Werk

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 4
Länge 5,75 m
Breite 2,75 m
Höhe 2,50 m
Masse 26 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 50–60 mm
Hauptbewaffnung 1 Bordkanone 75 mm L/34
Sekundärbewaffnung Breda-38-Maschinengewehre 8 mm
Beweglichkeit
Antrieb V8-Diesel Fiat
310 kW (420 PS)
Höchstgeschwindigkeit 42 km/h (Straße)
Leistung/Gewicht 11,9 kW/Tonne (16,2 PS/Tonne)
Reichweite 275 km

Der P26/40 (auch Carro Armato P26/40 oder Carro Pesante P26/40) war ein Panzer der Firma Fiat-Ansaldo. Der im Zweiten Weltkrieg gebaute italienische Panzer P26/40 (auch P40 oder P75) war eine Weiterentwicklung des M13/40. Er unterschied sich vom Vorgängermodell durch eine verbesserte Bewaffnung und Panzerung. Das Fahrzeug trug eine Kanone vom Kaliber 75 mm und ein MG. Die maximale Panzerung betrug 50 mm, das Gesamtgewicht 26 Tonnen. Der P26/40 gilt als der beste italienische Panzer des Zweiten Weltkrieges.

Entwicklung[Bearbeiten]

Obwohl mit der Entwicklung des P26/40 unter der Bezeichnung „P75“ bereits im Jahr 1940 begonnen worden war, konnte ein erster Prototyp erst 1942 fertiggestellt werden. Der Grund hierfür war der Mangel an entsprechend starken Motoren. Im Gegensatz zu amerikanischen, britischen und sowjetischen Panzerherstellern dachte man in Italien nicht daran, alte Flugzeugmotoren als Panzerantrieb zu verwenden. Von den 1.200 bestellten P26/40 konnten 1943 nur fünf Vorserienmodelle in Dienst gestellt werden, die dann von deutschen Einheiten übernommen wurden. Bis 1945 baute Ansaldo noch etwa 120 Panzer dieses Typs, die unter der Bezeichnung Panzerkampfwagen P40 737(i) von der Wehrmacht eingesetzt wurden. Einige kamen bei Anzio gegen die Alliierten zum Einsatz, 79/150 wurden wegen nicht verfügbarer Motoren als ortsfeste Feuereinheiten verwendet. Der Großteil der einsatzfähigen Fahrzeuge (55 Stück) wurden der Ordnungspolizei (1944) übergeben, zum Beispiel der 15. Polizei-Panzer-Kompanie.

Der P26/40 konnte es dank seiner 75-mm-Kanone mit allen mittleren Panzern der Alliierten aufnehmen, bei der Panzerung entsprach er jedoch zur Zeit seiner Einführung nicht mehr dem Stand der Technik. Auf Grund der Verzögerungen beim Bau war das italienische Militär gezwungen, seinen Standardkampfpanzer M13/40 und dessen leicht verbesserte Varianten noch 1942 gegen die M3 Lee/Grants und M4 Shermans der Alliierten einzusetzen.

Erhaltene Exemplare[Bearbeiten]

  • Im Museo Storico della Motorizzazione Militare (Rom, Cecchignola) befindet sich ein Exemplar.
  • Ein weiteres Fahrzeug steht auf dem Außengelände der Kavallerieschule in Lecce.
  • Eine auf der Basis des P26/40 gebaute Selbstfahrlafette Semovente 149/40 befindet sich im US Army Ordnance Museum (Aberdeen, Maryland).

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]