Lecce
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Lecce | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Staat: | Italien | |
| Region: | Apulien | |
| Provinz: | Lecce (LE) | |
| Koordinaten: | 40° 21′ N, 18° 10′ O40.3518.16666666666749Koordinaten: 40° 21′ 0″ N, 18° 10′ 0″ O | |
| Höhe: | 49 m s.l.m. | |
| Fläche: | 238 km² | |
| Einwohner: | 94 466 (31. März 2008) | |
| Bevölkerungsdichte: | 387 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 73100 | |
| Vorwahl: | 0832 | |
| ISTAT-Nummer: | 075035 | |
| Demonym: | leccesi | |
| Schutzpatron: | Sant'Oronzo, San Giusto und San Fortunato | |
| Website: | Lecce | |
Lecce (aus dem Lateinischen: Lupiae) ist eine Stadt in Apulien und die Hauptstadt der Provinz Lecce auf der Halbinsel Salento.
Im Umland von Lecce wird ein weicher Tuffstein abgebaut, der die rasche Ausbreitung des salentinischen Barocks möglich machte, dessen zahlreiche Bauwerke in der Stadtmitte zu bewundern sind. Wegen des der Stadt eigenen barocco leccese wurde sie auch schon das „Florenz des Rokoko“ oder „Florenz des Südens“ genannt. Eines der berühmtesten Beispiele des Barockstils von Lecce ist die Fassade der Basilika Santa Croce.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Gründung reicht ins Jahr 1211 v. Chr. und wird Malemnius zugeschrieben, dem Sohn des Dasumnus und ersten König der Salentiner. Weiter berichtet die Legende, die Stadt sei nach der Zerstörung Trojas von Lictius Idomeneus besetzt worden, der ihr auch ihren Namen verliehen und sie der griechischen Kultur erschlossen haben soll. Der Ursprung der Stadt Lecce ist in Dunkel gehüllt. Noch weniger ist über die Periode vom 4. bis 11. Jahrhundert bekannt. Es war eine Zeit der Kämpfe, der Plünderungen, der Ausbeutung; eine der düstersten des Mittelalters. Ihre Glanzzeit erlebte die Stadt hingegen im späten Mittelalter. Sie gehörte damals zur Grafschaft Enghien und erwachte langsam zu neuem Leben nach dem Abstieg, dem sie nach dem Untergang des Weströmischen Reiches und im Verlauf der folgenden Jahre anheim gefallen war. Das rege Geistesleben, das seit jeher in der Stadt herrschte, trugen ihr den Namen „Athen Apuliens“ ein. Obwohl sie sich den Errungenschaften der Neuzeit keineswegs verschloss, hat sie doch ihr ursprüngliches Aussehen beibehalten; auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass die Kunst in Lecce Heimatrecht besitzt.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Basilika Santa Croce
- Piazza del Duomo
- Römisches Amphitheater
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1861 | 1881 | 1901 | 1921 | 1936 | 1951 | 1971 | 1991 | 2001 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 15.594 | 25.442 | 32.029 | 39.556 | 49.261 | 63.831 | 83.050 | 100.884 | 83.303 |
Quelle: ISTAT
[Bearbeiten] Politik
Paolo Perrone (Popolo della Libertà) wurde am 28. Mai 2007 zum Bürgermeister gewählt. Das Mitte-Rechts-Bündnis stellt auch mit 24 von 40 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.
[Bearbeiten] Verkehrsmittel, Straßen
Lecce ist sehr leicht und preiswert mit der italienischen Staatsbahn von Bologna über Rimini und Bari zu erreichen. Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Brindisi, nördlich von Lecce ca. 50 km entfernt. Mit dem Auto ist Lecce über die gut ausgebaute und mautfreie SS 16 (E 55) von Bari via Brindisi zu erreichen. Die Kernstadt ist von einem Ring der Staatsstraße SS 16 mit circa 7 km Durchmesser umgeben, so dass die engen Straßen im Innenbereich kaum mit Durchgangangsverkehr belastet sind.
[Bearbeiten] Umgebung
Die Halbinsel Salento ist heute ein nahezu unentdecktes, vom Massentourismus Jahrzehnte entferntes Reiseziel. In Santa Cesarea Terme geben einem die Villen und Kurpaläste in maurisch-orientalischem Stil ein Gefühl von „1001 Nacht“. In dem Küstenthermalbad sprudeln radioaktive und schwefelhaltige Heilquellen aus Grotten. Am Cap Santa Maria di Léuca liegt am südlichsten Punkt Apuliens ein Pilgerort; hier steht ein Wallfahrtskloster zu Ehren der Muttergottes. Gallípoli leitet sich ab vom griechischen „schöne Stadt“ (kale polis). Das Städtchen an der Westküste der Halbinsel liegt einzigartig auf einer Insel. Otranto ist die östlichste Hafenstadt Italiens und von jeher ein wichtiger Brückenkopf an der Adria und daher Anlaufpunkt albanischer Bootsflüchtlinge. Die Stadt liegt idyllisch auf einem Fels, im Norden grenzend an breite Sandstrände und Pinienwälder.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Antonio Conte, italienischer Fußballspieler und -trainer
- Marco Materazzi, italienischer Fußballspieler und Weltmeister 2006
- Franco Causio, ehemaliger italienischer Fußballspieler
- Sergio Brio, ehemaliger italienischer Fußballspieler
- Ivan Fedele, italienischer Komponist
- Tito Schipa, italienischer Sänger und Komponist
[Bearbeiten] Weblinks
- Lecce auf www.comuni-italiani.it (italienisch)
Acquarica del Capo | Alessano | Alezio | Alliste | Andrano | Aradeo | Arnesano | Bagnolo del Salento | Botrugno | Calimera | Campi Salentina | Cannole | Caprarica di Lecce | Carmiano | Carpignano Salentino | Casarano | Castri di Lecce | Castrignano de’Greci | Castrignano del Capo | Castro | Cavallino | Collepasso | Copertino | Corigliano d’Otranto | Corsano | Cursi | Cutrofiano | Diso | Gagliano del Capo | Galatina | Galatone | Gallipoli | Giuggianello | Giurdignano | Guagnano | Lecce | Lequile | Leverano | Lizzanello | Maglie | Martano | Martignano | Matino | Melendugno | Melissano | Melpignano | Miggiano | Minervino di Lecce | Monteroni di Lecce | Montesano Salentino | Morciano di Leuca | Muro Leccese | Nardò | Neviano | Nociglia | Novoli | Ortelle | Otranto | Palmariggi | Parabita | Patù | Poggiardo | Porto Cesareo | Presicce | Racale | Ruffano | Salice Salentino | Salve | San Cassiano | San Cesario di Lecce | San Donato di Lecce | San Pietro in Lama | Sanarica | Sannicola | Santa Cesarea Terme | Scorrano | Seclì | Sogliano Cavour | Soleto | Specchia | Spongano | Squinzano | Sternatia | Supersano | Surano | Surbo | Taurisano | Taviano | Tiggiano | Trepuzzi | Tricase | Tuglie | Ugento | Uggiano la Chiesa | Veglie | Vernole | Zollino

