Lecce
| Lecce | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Apulien | |
| Provinz: | Lecce (LE) | |
| Koordinaten: | 40° 21′ N, 18° 10′ O40.3518.16666666666749Koordinaten: 40° 21′ 0″ N, 18° 10′ 0″ O | |
| Höhe: | 49 m s.l.m. | |
| Fläche: | 238 km² | |
| Einwohner: | 95.610 (31. Dez. 2011)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 402 Einw./km² | |
| Angrenzende Gemeinden | Arnesano, Cavallino, Lequile, Lizzanello, Monteroni di Lecce, Novoli, San Cesario di Lecce, Squinzano, Surbo, Torchiarolo (BR), Trepuzzi, Vernole | |
| Postleitzahl: | 73100 | |
| Vorwahl: | 0832 | |
| ISTAT-Nummer: | 075035 | |
| Volksbezeichnung: | Leccesi | |
| Schutzpatron: | Sant'Oronzo, San Giusto und San Fortunato (26. August) | |
| Website: | Lecce | |
Lecce (aus dem Lateinischen: Lupiae) ist eine Stadt auf der Halbinsel Salento in Apulien in Italien. Lecce ist auch die Hauptstadt der Provinz Lecce und hat 95.610 Einwohner (Stand 31. Dezember 2011).
Im Umland von Lecce wird ein weicher Tuffstein abgebaut (Pietra Leccese), der die rasche Ausbreitung des Lecceser Barocks ermöglichte, dessen zahlreiche Bauwerke in der Stadtmitte zu bewundern sind. Wegen des der Stadt eigenen barocco leccese wurde sie auch das „Florenz des Rokoko“ oder „Florenz des Südens“ genannt. Eines der berühmtesten Beispiele des Barockstils von Lecce ist die Fassade der Basilika Santa Croce.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Gründung der Stadt liegt der Sage nach im Jahr 1211 v. Chr. und wird Malemnius zugeschrieben, dem Sohn des Dasumnus und ersten König der Salentiner. Weiter berichtet die Legende, die Stadt sei nach der Zerstörung Trojas von Lictius Idomeneus besetzt worden, der ihr auch ihren Namen verliehen und sie der griechischen Kultur erschlossen haben soll. Der tatsächliche Ursprung der Stadt Lecce ist in Dunkel gehüllt. Im 3. Jahrhundert soll der sagenhafte Heilige Oronzo, der erst seit der Pestepedemie 1658 als Stadtheiliger verehrt wird, die Region christianisiert haben und erster Bischof von Lecce geworden sein. Noch weniger ist über die Periode vom 4. bis 11. Jahrhundert bekannt. Es war eine Zeit der Kämpfe, der Plünderungen, der Ausbeutung; eine der düstersten des Mittelalters.
Seit der Eroberung Süditaliens durch die Normannen bildete Lecce das Zentrum der Grafschaft Lecce. Die Stadt erlebte ihre Glanzzeit im späten Mittelalter. Die Grafschaft Lecce war damals (um 1360) mit der Grafschaft Enghien vereinigt worden und erwachte langsam zu neuem Leben nach dem Abstieg, dem sie nach dem Untergang des Weströmischen Reiches und im Verlauf der folgenden Jahre anheimgefallen war.
Ihre wirtschaftliche und künstlerische Blütezeit erlebte die Stadt zwischen 1550 und 1750. Damals erhielt die Altstadt von Lecce auch ihr heutiges charakteristisch-barockes Aussehen. Die zahlreichen Gebäude des typischen Lecceser Barockstils haben Lecce den Beinamen "Florenz des Barock" eingebracht. Obwohl sich Lecce den Errungenschaften der Neuzeit keineswegs verschloss, hat sie doch ihr ursprüngliches Aussehen weitgehend beibehalten. Das römische Amphitheater wurde zur Zeit Mussolinis teilweise freigelegt, wobei wertvolle ältere Gebäude abgerissen wurden. 1955 wurde die staatliche Universität Lecce (heute Università del Salento) gegründet.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Basilika Santa Croce
- Kirche der Heiligen Niccolò und Cataldo, 1180 von Tankred von Lecce gegründet
- Piazza del Duomo
- Römisches Amphitheater
- Piazza Sant´Oronzo
- Piazza Mazzini
Politik [Bearbeiten]
Paolo Perrone (Popolo della Libertà) wurde am 28. Mai 2007 zum Bürgermeister gewählt und am 7. Mai 2012 wiedergewählt. Sein heutiges Mitte-Rechts-Bündnis stellt mit 23 von 32 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat[2].
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | 1861 | 1881 | 1901 | 1921 | 1936 | 1951 | 1971 | 1991 | 2001 | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 15.594 | 25.442 | 32.029 | 39.556 | 49.261 | 63.831 | 83.050 | 102.213 | 83.303 | 94.774 |
Quelle: ISTAT
Wirtschaft [Bearbeiten]
Wichtige Wirtschaftszweige der heute noch wohlhabenden Stadt sind Weinhandel und Tabakverarbeitung. In der Umgebung hat sich ein intensiver Agritourismus entwickelt.
Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist auch das Militär. Südlich der Stadt befindet sich der Militärflugplatz Lecce-Galatina, im Osten an der Adriaküste zwischen Frigole und San Cataldo die Kavallerie- und Panzertruppenschule des Heeres mit dem Übungsplatz Torre Veneri. Die Schule hat auch Einrichtungen in der Innenstadt.
Verkehr [Bearbeiten]
Lecce ist sehr leicht mit der italienischen Staatsbahn von Bologna über Rimini und Bari zu erreichen.
Der nächstgelegene internationale Verkehrsflughafen ist der Flughafen Brindisi, nördlich von Lecce ca. 50 km entfernt. In der Umgebung der Stadt befinden sich mehrere kleine Flugplätze.
Mit dem Auto ist Lecce über die gut ausgebaute und mautfreie SS 16 (E 55) von Bari via Brindisi zu erreichen. Die Kernstadt ist von einem Ring der Staatsstraße SS 16 mit circa 7 km Durchmesser umgeben, so dass die engen Straßen im Innenbereich kaum mit Durchgangsverkehr belastet sind.
Sport [Bearbeiten]
Lecce ist Heimat des italienischen Fußballvereins US Lecce, der seine Spiele im örtlichen Stadio Via del Mare austrägt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Tito Schipa (1889–1965), Sänger und Komponist
- Franco Simone (* 1949), Sänger und Liedermacher
- Franco Causio (* 1949), Fußballspieler
- Ivan Fedele (* 1953), Komponist
- Raffaele Baldassarre (* 1956), Politiker
- Sergio Brio (* 1956), Fußballspieler und -trainer
- Pasquale Bruno (* 1962), Fußballspieler
- Francesco Moriero (* 1969), Fußballspieler und -trainer
- Antonio Conte (* 1969), Fußballspieler und -trainer
- Marco Materazzi (* 1973), Fußballspieler
- Fabrizio Miccoli (* 1979), Fußballspieler
Weblinks [Bearbeiten]
- Lecce auf www.comuni-italiani.it (italienisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.
- ↑ "Elezioni comunali 2012". On-line Zeitung von Lecce. Abgerufen am 24. Juni 2012.
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