Semovente 90/53

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Semovente M 41 DA 90/53
Semovente 90 53.Aberdeen.0008habs.jpeg
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 4 Mann
Länge 5,28 m
Breite 2,27 m
Höhe 2,26 m
Masse 16,8 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 6 mm - 30 mm
Hauptbewaffnung 90-mm-Flak Cannone da 90/53
Sekundärbewaffnung keine
Beweglichkeit
Antrieb SPA 15TM 41 V8-Dieselmotor
145 PS (106 kW)
Federung Blattfedern
Höchstgeschwindigkeit 35 km/h (Straße)
Leistung/Gewicht 8,6 PS / t
Reichweite 200 km

Die Semovente 90/53 war ein italienisches Sturmgeschütz und Jagdpanzer des Zweiten Weltkrieges.

Beschreibung[Bearbeiten]

Entstanden ist dieses Sturmgeschütz aus den Erfahrungen der italienischen Soldaten an der Ostfront. Als der T-34 und der KW-1 das Gefechtsfeld betraten, verfügte die italienische Armee über keine adäquate Panzerabwehrwaffe. Einzig die ausgezeichnete Flugabwehrkanone Cannone da 90/53 im Kaliber 90 mm konnte gegen die sowjetischen Panzer effektiv eingesetzt werden. So wurde entschieden, die Waffe auf einem Panzerchassis beweglich zu machen. Dabei wurde vollständig auf einen Turm verzichtet. Keiner der bisher existierenden Panzertürme konnte das massive Geschütz aufnehmen. Also wurde die Kanone einfach nach hinten versetzt auf dem Chassis des Panzer M14/41 angebracht. Ein großer Schutzschild sollte die Besatzung vor Splitterwirkung und Handwaffenbeschuss schützen. Nachteilig erwies sich, dass das Geschütz nur sechs Schuss Bereitschaftsmunition mitführen konnte und dass die Besatzung im Feuerkampf das Fahrzeug verlassen musste und somit ungeschützt war. Es wurden nur 48 Fahrzeuge gebaut. Das lag zum einen daran, dass die Kapazitäten der italienischen Produktionsstätten erschöpft waren, zum anderen daran, dass die schwere Flak immer mehr ihre Rolle als Flugabwehrgeschütz wahrnehmen musste. Nach der italienischen Kapitulation erbeutete die deutsche Wehrmacht einige Exemplare, setzte sie aber als Langstreckenartillerie ein und nicht als Panzerjäger.

Literatur[Bearbeiten]