Paolo Ferrero

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Paolo Ferrero

Paolo Ferrero (* 17. November 1960 in Pomaretto, Provinz Turin, Italien) ist ein italienischer Politiker der Rifondazione Comunista und war von Mai 2006 bis Mai 2008, als einziger Minister seiner Partei, Ressortchef für Soziale Solidarität im Koalitionskabinett von Ministerpräsident Romano Prodi.

Ferrero wuchs im Umland von Turin auf, zuletzt in Villar Perosa, dem Wohnort der Familie Agnelli. Mit 17 schloss er sich der Democrazia Proletaria an. Nach seinem Abschluss an der Gewerbeoberschule arbeitete Ferrero ab 1978 im Fiat-Werk von Villar Perosa. Im Gegensatz zu den meisten Vertretern seiner Partei ist Ferrero als Mitglied der italienischen Kirche der Waldenser bekennender Christ und leitete von 1986 bis 1987 den nationalen Jugendverband der Chiesa Evangelica Valdese.

Nach den Entlassungen bei Fiat (finanziert durch die Cassa integrazione guadagni) wurde Ferrero mit 27 Jahren Vollzeitpolitiker. Von 1993 bis 1997 war er Mitglied des Stadtrats von Turin und leitete die Ratsfraktion der Rifondazione Comunista, an deren Gründung die Democrazia Proletaria 1991 beteiligt gewesen war.

2006 wurde Ferrero im Wahlkreis II der Region Piemont erstmals für seine Partei in die Abgeordnetenkammer gewählt. Nach den Koalitionsverhandlungen wurde er zum Sozialminister ernannt; sein Abgeordnetenmandat übernahm Anna Maria Cardano.

Weblinks[Bearbeiten]