Paolo Polidori

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Paolo Polidori (* 4. Januar 1778 in Jesi, Kirchenstaat; † 23. April 1847 in Rom) war ein italienischer Kurienkardinal.

Leben[Bearbeiten]

Paolo Polidori studierte im Priesterseminar von Perugia und wurde 1800 zum Priester geweiht. 1803 wurde er Generalvikar der Diözese Viterbo, was er bis 1806 blieb. Danach war Polidori Assistent des späteren Kardinaldekans Leonardo Antonelli und dessen Generalvikar im suburbikarischen Bistum Ostia-Velletri. Als die Franzosen Rom besetzten, wurde der junge Priester gefangen genommen und nach Mailand gebracht.
Erst 1814 konnte Paolo Polidori zurückkehren. Der neue Kardinaldekan Alessandro Mattei ernannte ihn zu seinem Administrator. In den 1820er-Jahren war er Sekretär verschiedener Kongregationen, unter anderem der Konzilskongregation. Auch bei den Konklaven von 1829 und 1830/31 fungierte Polidori als Sekretär.

Unter Papst Gregor XVI. war Polidori zunächst Pro-Sekretär für innerkirchliche Angelegenheiten, ehe er vom Papst am 23. Juni 1834 als Kardinalpriester von Sant’Eusebio ins Kardinalskollegium aufgenommen wurde. An 1839 optierte er auf die Titelkirche Santa Prassede und wurde 1841 Präfekt der Konzilskongregation. Die Bischofsweihe erhielt er erst am 11. Februar 1844 vom Papst, nachdem er zum Titularerzbischof von Tarsus ernannt wurde. Nach dem Tod Gregors XVI. gehörte Kardinal Polidori zu den Teilnehmern des Konklaves von 1846, das Pius IX. zum Nachfolger wählte. Paolo Polidori starb 1847. Er wurde in der Kirche San Ignazio bestattet, wie es sein Wille war.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Vincenzo Macchi Präfekt der Konzilskongregation
1841-1847
Pietro Ostini