Alessandro Mattei

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Alessandro Kardinal Mattei

Alessandro Mattei (* 20. Februar 1744 in Rom; † 20. April 1820 ebenda) war Erzbischof von Ferrara, dann Kurienkardinal der katholischen Kirche und schließlich Kardinaldekan.

Leben[Bearbeiten]

Mattei wurde 1768 zum Priester geweiht und 1777 zum Erzbischof von Ferrara ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm Kardinal Bernardino Giraud. Im Jahre 1779 kreierte Pius VI. ihn in pectore zum Kardinal, was 1782 veröffentlicht wurde und wies ihm als Kardinalpriester die Titelkirche von St. Balbina zu. 1786 wurde er zum Kardinalpriester von Santa Maria in Aracoeli, im Jahre 1800 zum Kardinalbischof von Palestrina und 1809 schließlich zum Kardinalbischof von Porto e Santa Rufina ernannt. Er war, als die Kirche durch die Französische Revolution in Bedrängnis geriet, gemeinsam mit Kardinal Francesco Maria Pignatelli als Legat in Italien unterwegs. Da er Napoleons Hochzeit mit Erzherzogin Marie-Louise von Österreich die Anerkennung verweigerte, verbot ihm der Kaiser das tragen seiner roten Amtsrobe und Mattei wurde ein sogenannter Schwarzer Kardinal. Im Jahre 1814 wurde er zum Kardinaldekan gewählt und Pius VII. übertrug ihm das suburbikarische Bistum Ostia.

Mattei nahm am Konklave von 1799/1800 teil, das Papst Pius VII. wählte. Er wurde selbst als Kandidat der pro-österreichischen Fraktion gehandelt, erhielt jedoch nicht genügend Stimmen. Im April 1820 starb er nach kurzer Krankheit.


Vorgänger Amt Nachfolger
Leonardo Antonelli Kardinaldekan
1814-1820
Giulio Maria della Somaglia
Leonardo Antonelli Kardinalbischof von Ostia-Velletri
1814-1820
Giulio Maria della Somaglia