Paul Hunter (Snookerspieler)
| Paul Hunter | |
|---|---|
| Geburtstag | 14. Oktober 1978 |
| Geburtsort | Leeds |
| Sterbedatum | 9. Oktober 2006 |
| Sterbeort | Huddersfield |
| Nationalität | |
| Spitzname(n) | Beckham of the Baize |
| Profi | 1995–2006 |
| Preisgeld | £ 1.535.730[1] |
| Höchstes Break | 146[1] |
| Century Breaks | 108[1] |
| Main-Tour-Erfolge | |
| Weltmeisterschaften | – |
| Ranglistenturniersiege | 3 |
| Minor-Turniersiege | – |
| Weltranglistenplatzierungen | |
| Höchster WRL-Platz | 4 (04/05) |
Paul Alan Hunter (* 14. Oktober 1978 in Leeds; † 9. Oktober 2006 in Huddersfield, Yorkshire) war ein britischer Snookerspieler.
Inhaltsverzeichnis |
Karriere [Bearbeiten]
Hunter hatte schon im Alter von 17 Jahren den Sprung in die Profiklasse geschafft und machte in seiner Debütsaison insbesondere mit dem Einzug ins Halbfinale bei den Welsh Open 1996 auf sich aufmerksam.
Nachdem er während eines Turniers positiv auf Cannabis getestet wurde, erhielt er eine Geldstrafe und wurde mit Punktabzug in der Snookerweltrangliste bestraft.[2] Nichtsdestotrotz gewann er bei den Welsh Open 1998 das erste Ranglistenturnier seiner noch jungen Karriere durch einen 9:5-Finalerfolg über John Higgins.
Nach weiteren guten Ergebnissen, unter anderem dem Erreichen des Halbfinals bei der UK Championship 1998, gelang ihm zur Saison 1999/2000 erstmals der Sprung unter die Besten 16 der Snookerweltrangliste und wurde außerdem als Young Player of the Year ausgezeichnet.
Die erfolgreichste Phase seiner Karriere hatte er zu Beginn des neuen Jahrtausends. Dreimal (2001, 2002 und 2004) konnte er das Masters, das wichtigste Einladungsturnier der Snooker-Welt, gewinnen. Darüber hinaus errang er seinen zweiten Titel bei den Welsh Open (2002) und gewann mit den British Open, ebenfalls 2002, ein weiteres Ranglistenturnier. Sein bestes Resultat bei einer Snookerweltmeisterschaft erzielte er 2003 mit dem Sprung ins Halbfinale.
Vor allem dank seiner spektakulären Comebacks im Laufe eines Matches war Hunter zu seiner Zeit einer der größten Publikumslieblinge im Snooker. Beispielhaft war seine Aufholjagd beim Masters 2004, als er sich nach einem 2:7-Rückstand im Finale gegen Ronnie O’Sullivan noch mit 10:9 durchsetzen konnte. Darüber hinaus machte er sich durch seine meist extravaganten Frisuren einen Namen, die zu Vergleichen mit dem ebenso überaus populären Fußballspieler David Beckham anregten.
Im März 2005 wurden bei Paul Hunter mehrere bösartige Karzinoide im Dünndarm entdeckt. Er nahm trotzdem an den Weltmeisterschaften im April teil, verlor dort aber sein Erstrundenmatch. Eine erste Chemotherapie erwies sich als nicht erfolgreich, weshalb er die Behandlung wiederholen musste. Auch in der Folgesaison nahm er an allen Weltranglisten-Turnieren teil, wozu ihn seine Platzierung in den Top 16 berechtigte. Aufgrund der Nebenwirkungen der zweiten Chemotherapie wie Sehproblemen und tauben Gliedmaßen war Hunter aber in der gesamten Saison 2005/06 sportlich chancenlos und gewann nur wenige Spiele. Dadurch fiel er in der offiziellen Weltrangliste aus den Top 32.
Nach einem erneuten Krankheitsrückfall musste er sich einer dritten Chemotherapie unterziehen, woraufhin er die Teilnahme an der Saison 2006/07 absagte. Zuvor hatte die World Snooker Association die Satzung geändert: Spieler können bei ernsthaften Krankheiten ihre Saisonplatzierung und -punktzahl einfrieren lassen. Dadurch hätte Hunter wieder als Nummer 34 der Welt antreten können.
Am 9. Oktober 2006 erlag Paul Hunter seinem Krebsleiden.
Persönliches & Posthume Ehrungen [Bearbeiten]
Er war seit 2004 mit Lindsey Fell verheiratet und hatte eine Tochter (* 26. Dezember 2005).
Hunter zu Ehren wurden die Fürth German Open in Paul Hunter Classic umbenannt.[3] Auch der Newcomerpreis der WPBSA trägt nun seinen Namen.[4]
Nach seinem Tod entschied sich seine Frau Lindsey, ein Buch über ihr Leben, ihre Liebe und ihren Kampf gegen die Krebserkrankung zu schreiben, es ist im September 2007 in englischer Sprache unter dem Titel Unbreakable erschienen. Seit 2009 gibt es auch eine deutsche Übersetzung des Buches, erschienen bei Bertelsmann unter dem Titel Mein wunderbares Leben mit Paul.
Turniersiege [Bearbeiten]
Ranglistenturniere [Bearbeiten]
- Welsh Open - 1998, 2002
- British Open - 2002
Einladungsturniere [Bearbeiten]
- Masters - 2001, 2002, 2004
Sonstige (Auswahl) [Bearbeiten]
- Grand Prix Fürth - 2004
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ a b c Profil von Paul Hunter bei CueTracker (Stand: 18. Dezember 2012)
- ↑ Paul Hunter independent.co.uk
- ↑ Aus „German Open“ werden „Paul Hunter Classics“ snookerblog.de
- ↑ Chris Turners Snooker Archive - Awards
Weblinks [Bearbeiten]
- Paul Hunter Foundation (englisch)
- Gunnar Beuth: Zum fünften Todestag: Paul Hunter im Porträt (sportal.de)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hunter, Paul |
| ALTERNATIVNAMEN | Hunter, Paul Alan (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Snooker-Spieler |
| GEBURTSDATUM | 14. Oktober 1978 |
| GEBURTSORT | Leeds, Yorkshire |
| STERBEDATUM | 9. Oktober 2006 |
| STERBEORT | Huddersfield, Yorkshire |