Snooker

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Eröffnungsstoß beim Snooker
Pulk der Roten mit pinkfarbenem Objektball

Snooker (brit.: [ˈsnuːkə]; am.: [ˈsnʊkɚ])[1] ist eine Variante des Präzisionssports Billard, die mit speziellen Queues auf einem Snookertisch gespielt wird. Das Spielprinzip besteht darin, 15 rote und sechs andersfarbige Bälle („die Farben“) mit dem weißen Spielball nach bestimmten Regeln in die Taschen zu versenken.

Allgemeines[Bearbeiten]

Der Spieler ist auf zwei rote Bälle durch schwarz bzw. grün gesnookert.
Spielsituation während eines Snooker-Spiels

Der Name Snooker bezieht sich auf eine so genannte Spielsituation, in der ein Spieler einen Ball, den er gemäß den Regeln anspielen müsste, nicht auf direktem Wege erreichen kann und so zu einer schwierigen Lösung gezwungen ist (dies heißt, er wurde „gesnookert“). Das Wort „snooker“ hat aus dieser Bedeutung heraus auch Eingang in die englische Sprache gefunden (to snooker somebody: „jemanden sperren, behindern“).

Snooker hat, verglichen mit anderen populären Formen des Billards, einen höheren technischen Schwierigkeitsgrad und stellt größere Anforderungen an die spieltaktischen Fähigkeiten der Spieler. Die technische Schwierigkeit ergibt sich hauptsächlich aus der im Vergleich zu vielen anderen Billardvarianten größeren Fläche des Spieltisches und aus dem kleineren Durchmesser der Bälle. Auch sind die Taschen weiter in die Banden eingezogen und enger. Hinzu kommt, dass der Tascheneinlauf abgerundet ist (nicht so beim Poolbillard), so dass ein dort anstoßender (nicht exakt genug gespielter) Ball wesentlich leichter wieder herauslaufen kann, da er radial am kurvigen Einlauf reflektiert wird. Das abwechselnde Anspielen von roten und andersfarbigen Bällen sowie das Bestreben, möglichst oft den höchstwertigen (schwarzen) Ball zu spielen, erfordert darüber hinaus ein hohes Maß an Kontrolle über den weißen Spielball.

Einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert hat Snooker hauptsächlich in Großbritannien, Irland und in einigen Ländern des Commonwealth. Erfolgreiche Snookerspieler besitzen dort den Status von Stars oder gelten mitunter als Nationalhelden, wie zum Beispiel Ken Doherty in Irland oder James Wattana (Ratchaphon Phu-Ob-Om) in Thailand. Die meisten Profi-Snookerspieler stammen dieser Tradition entsprechend aus England, Schottland, Wales, Nordirland und Irland. Die bedeutendsten Turniere sind mit bis zu mehreren hunderttausend Euro dotiert und werden insbesondere von den Fernsehanstalten BBC, Sky Digital und Eurosport live übertragen.

In Deutschland ist Snooker mit etwa 4.000 im Verein organisierten Spielern eher eine Randsportart (zum Vergleich: Großbritannien zählt rund sechs Millionen), doch das Spiel wird in Deutschland immer populärer (vgl. Abschnitt Snooker in Deutschland). Besonders in China ist Snooker auf dem Wege, den Status einer Randsportart zu verlassen. Das Finale der China Open 2005, das der Chinese Ding Junhui gegen Stephen Hendry gewann, wurde dort von über 100 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ursprung des Billardspiels ganz allgemein liegt im 15. Jahrhundert bei dem heute so gut wie ausgestorbenen Spiel Pall Mall.

Die Entwicklung der heute bekannten und populären Billard-Varianten hängt eng mit technischen Neuerungen zusammen. Ein Meilenstein war die Weiterentwicklung des Queues um 1800, das 1807 eine lederbezogene Spitze, die Pomeranze, bekam. Außerdem wurden das Holz der Tische durch eine Schieferplatte ersetzt (1827) und die Banden mit Gummi anstelle von Baumwolle gefüllt (1835). Des Weiteren wurden die Maße für die Tische, auf denen man das so genannte English Billiards spielte, festgelegt.

Snooker selbst wurde in Indien im Jahr 1875 (vermutlich am 17. April) von Offizieren der britischen Kolonialkräfte im Ooty Club von Ootacamund in den Nilgiribergen erfunden. Die übliche Spielweise war damals das Black Pool, das mit 15 roten und einem schwarzen Ball gespielt wurde, sowie English Billiards. Der Überlieferung nach experimentierte Sir Neville Chamberlain auf einem English-Billiards-Tisch an einer Variante, welche zu den 15 roten Bällen und dem schwarzen Ball noch zusätzliche Bälle enthalten sollte. Das daraus entstandene „Snooker-Pool“ bestand in seiner ersten Variante aus 15 roten Bällen sowie jeweils einem schwarzen, einem pinkfarbenen, einem grünen und einem gelben Ball, wobei die Aufsetzpunkte aller „Farbigen“ durch die Markierungen aus dem English Billiards vorgegeben waren. Später wurde das Spiel dann modifiziert, indem Braun und Blau hinzugefügt wurden.

John Roberts Jr., ein führender English-Billiards-Spieler seiner Zeit, begeisterte sich für die neue Variante und stellte sie in England 1885 erstmals der Öffentlichkeit vor. Noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein hatte Snooker jedoch mit der Dominanz von English Billiards zu kämpfen, ehe es sich schließlich durchsetzen konnte. Ein weiteres Problem war das Fehlen einheitlicher Regeln. In Großbritannien gab es zwischen 1908 und 1919 zwei Verbände, die unterschiedliche Regelwerke besaßen.

Nach dem Erscheinen der ersten offiziell gültigen Weltregeln durch die Billiards Association am 11. Dezember 1900 in London dauerte es dennoch bis zum Juni 1919, ehe die braune und die blaue Kugel endgültig Bestandteile des Spiels wurden.

Joe Davis um 1920

Joe Davis befürchtete in den 1950er-Jahren einen Stillstand des Spiels und schlug 1959 die Hinzunahme eines orange- und eines violett-farbigen Balls und damit die Erweiterung auf acht farbige Bälle (Snooker Plus) vor, womit das höchstmögliche Break auf 210 erhöht worden wäre. Diese Variante setzte sich jedoch nicht durch.

Der Name Snooker entstand aus einer abwertenden Bezeichnung für Frischlinge bei der Armee. In dieser Sportart hat den Begriff vermutlich zuerst der englische Offizier Neville Bowses Chamberlain verwendet, der einen seiner Mitspieler so bezeichnete, nachdem dieser den Spielball zufällig oder absichtlich so platzierte, dass er ihn nicht spielen konnte. Dass das Militärwesen (sozusagen über die militärische Nomenklatur) Einfluss auf diese Sportart hatte, zeigt sich auch in der Bezeichnung für das Versenken des Spielballs, in der Fachsprache Scratch genannt. Das war nämlich eine abwertende Bezeichnung für einen Rekruten.

Die ersten Profi-Weltmeisterschaften fanden 1927 auf Anregung von Joe Davis statt. Davis gewann dieses Turnier und alle weiteren Weltmeisterschaften, bis er nach 1946 nicht mehr teilnahm. Damit trat Davis zurück, ohne dass er je eine Niederlage bei Weltmeisterschaften hatte hinnehmen müssen. Der aktuelle Weltmeister der Saison 2012/13 ist der Engländer Ronnie O’Sullivan, der diesen Titel bereits in den Jahren 2001, 2004, 2008 und 2012 errungen hatte. Die ersten Amateurweltmeisterschaften fanden 1963 in Indien statt und werden seit 1984 jährlich ausgespielt.

Im Jahr 1969 suchte die BBC nach einer Sportart, die bei geringen Kosten die Möglichkeiten des gerade eingeführten Farbfernsehens besonders zur Geltung bringen sollte. Man hob zu diesem Zweck schließlich das Snookerturnier Pot Black Cup aus der Taufe, das am 23. Juli 1969 erstmals übertragen wurde. Die Popularität von Snooker erhielt dadurch einen enormen Auftrieb – und bald kamen auch andere Turniere auf den Sendeplan. Snooker-Übertragungen sind heute in Großbritannien neben denen von Fußball die Sportsendungen mit den höchsten Einschaltquoten. In Großbritannien schrieb das WM-Finale 1985 zwischen Steve Davis und Dennis Taylor Fernsehgeschichte, als nach Mitternacht noch über 18 Millionen Zuschauer das Match verfolgten. Bis heute markiert diese Zahl die höchste je in Großbritannien ermittelte Einschaltquote für eine Sportsendung.

Gentlemen’s sport[Bearbeiten]

Snooker ist wie wenige andere Sportarten durch Korrektheit und Contenance geprägt. Das betrifft nicht nur die Kleidung, auch von den Spielern erwartet man ein in jeder Hinsicht vorbildliches Verhalten. Es ist beispielsweise üblich, dass ein Spieler ein eigenes Foul sofort anzeigt, auch wenn es weder der Gegenspieler noch der Schiedsrichter bemerkt haben, beispielsweise das Berühren eines Balles durch die Kleidung oder einen sogenannten Durchstoß, den oft nur der Spieler selbst bemerken kann. Auch der Weltverband stellt sich diesen Ansprüchen. Als getarnte Journalisten den Spieler Quinten Hann ansprachen und ihm die Bereitschaft zu einem möglichen Wettbetrug entlocken konnten, wurde der Spieler für acht Jahre gesperrt. Ein tatsächlicher Betrug hatte nicht stattgefunden, der Spieler hatte lediglich ein derartiges Angebot nicht abgelehnt. Ähnliches geschah während der Snookerweltmeisterschaft 2010, als sich der damalige Titelverteidiger John Higgins nach seinem frühen Ausscheiden im Achtelfinale mit seinem Manager und verdeckten Agenten der Boulevardzeitung News of the World traf und sich dem Anschein nach zur Manipulation einzelner Frames bereiterklärte. Er wurde nach Bekanntwerden dieses Betrugsversuchs für sechs Monate gesperrt – wobei bei dem Urteil Higgins’ Rolle (als Weltranglistenerster) für den Sport berücksichtigt wurde.

Hinsichtlich der Bekleidungsvorschriften gab es 2003 den Versuch einer Lockerung, indem den Profis bei Turnieren nicht mehr zwingend vorgeschrieben war, eine Fliege zu tragen. Nach nur einem Jahr der „offenen Kragen“ wurde der obligatorische Binder wieder eingeführt, nur vereinzelt sind Spieler wie z. B. Stephen Maguire mit ärztlichem Attest von dieser Pflicht befreit.

Spielmaterial[Bearbeiten]

Snookertisch[Bearbeiten]

Snookertisch

Der offizielle Turnier-Snookertisch ist ein 12-Fuß-Tisch. Sein Spielfeld hat die Abmessungen 3556 mm × 1778 mm (jeweils +/−13 mm) und ist damit – wie auch andere Billardtische – doppelt so lang wie breit. Die Höhe des Spieltisches liegt zwischen 851 mm und 876 mm. Snookertische sind bis zu 1500 kg schwer.

Die durchgezogene Linie am Fuß des D (Baulk-Line) ist 737 mm von der Fußbande entfernt. Das D hat einen Radius von 292 mm. Die Aufsetzmarke für den schwarzen Ball ist 324 mm von der Kopfbande entfernt. Die Aufsetzmarke des pinkfarbenen Balls liegt genau in der Mitte zwischen der Aufsetzmarke von Blau (Mittelpunkt des Tisches) und der Kopfbande.

Grundaufstellung der Bälle beim Snooker

Die Spielfläche und die Banden von Snookertischen sind bei Turnieren mit grünem, hochflorigem Kammgarn-Tuch überzogen, dessen Tuchnoppe von der Baulk-Line in Richtung des schwarzen Spots gebürstet wird. Unter dem Tuch befindet sich eine bis zu 5 cm dicke Schieferplatte, die im Allgemeinen aus fünf Teilen besteht, wobei die Übergänge zwischen den Teilplatten wie beim Billardtisch bearbeitet sind. An den Banden befinden sich Naturkautschukleisten unter dem Wolltuch, die das kontrollierte Auslaufen der Bälle aus den Banden ermöglichen. Snookertische sind üblicherweise nicht mit einer elektrischen Heizung ausgestattet, wie bei manchen anderen Billard-Varianten.

Der Aufbau des Tisches vom Anstoßbereich nach oben:

  • Baulk-Line mit dem aufgezeichneten D, hier liegen der gelbe, der braune und der grüne Ball; aus dem D wird angestoßen
  • Center-Spot für den blauen Ball
  • Pyramid-Spot für den pinkfarbenen Ball
  • Triangle, das Dreieck mit den roten Bällen, oft nur Tri genannt
  • Black-Spot für den schwarzen Ball

Die roten Bälle werden möglichst nah am pinkfarbenen Ball aufgesetzt, ohne ihn jedoch zu berühren.

Zur Ausstattung des Snookertisches gehören auch einige Verlängerungshilfen, die in Halterungen unter dem Tisch aufbewahrt werden. Sie bestehen aus einem Queue-ähnlichen Griff und einer Auflage. Je nach der Form dieser Auflage heißen diese Hilfen Rest, Hook Rest, Swan oder Spider. Außerdem gibt es noch eine zusätzliche Teleskopverlängerung zum Aufstecken auf das Spieler-Queue. Die Spieler benutzen diese Hilfen in Situationen, in denen sie aufgrund der Größe des Tisches und bzw. oder der Lage der Bälle den Spielball ansonsten nicht ohne Probleme erreichen würden.

Snookerbälle[Bearbeiten]

Hauptartikel: Billardkugel

Die Kugeln beim Snooker werden auch Bälle genannt. Heutige Snookerbälle bestehen aus Phenolharz. Der Durchmesser eines Snookerballs beträgt 52,5 Millimeter und ist somit kleiner als der einer Poolbillardkugel mit 57 Millimeter Durchmesser. Die Masse ist im Reglement nicht vorgegeben, sie liegt üblicherweise im Bereich zwischen 130 und 150 Gramm und darf bei den Bällen eines Sets maximal drei Gramm Differenz betragen. Es wird mit einem weißen Ball, auch Cue Ball genannt, gespielt. Dabei handelt es sich um den einzigen Ball, der mit dem Queue (engl. Cue) direkt angespielt werden darf.

Snookerqueue[Bearbeiten]

Snookerqueue
Hauptartikel: Queue (Billard)

Im Snooker verwendet man verjüngte Holzqueues, die aus sehr hartem Holz (oft Ahorn oder Esche) gefertigt sind. Verjüngt bedeutet, dass das am Griffstück dickere Queue zur Spitze hin dünner wird. Ein Queue ist in der Regel 140 bis 150 cm lang, jedoch mindestens 91 cm. Die meisten Spieler spielen mit offener Brücke, d.h. das Queue wird offen auf Daumen und Zeigefinger aufliegend geführt, also nicht vom Zeigefinger umschlossen, wie es häufig im Pool- und Carambolage-Billard der Fall ist. Ein Queue kann entweder einteilig oder zweiteilig mit Schraubgewinde (engl. Joint) ausgeführt sein. Bei zweiteiligen Queues überwiegt im Bereich des Turniersnooker die ¾-Teilung. Bei der ¾-Teilung beträgt die Länge des Vorderteils des Queues ¾ der Gesamtlänge. Durch die ¾-Teilung wird vermieden, dass die Verschraubung beim Stoß mit dem Kinn in Kontakt kommt, da das Queue beim Stoß dort entlanggeführt wird. Nur sehr wenige Profispieler verwenden Queues mit ½-Teilung. Die Profi-Queues sind überwiegend Spezialanfertigungen, Spitzenspieler benutzen ihr Queue nach Möglichkeit ein Leben lang.

Das Queue kann durch ein weiteres anschraubbares Stück (Extension) verlängert werden, eine weitere Verlängerung kann mit der zur Ausstattung des Tisches gehörenden Teleskopverlängerung erfolgen. Manche Spielsituation erfordert diese Hilfsmittel aufgrund der Größe des Tisches und der Lage der Bälle.

Billardkreide[Bearbeiten]

Ronnie O’Sullivan schaut sich die Situation auf dem Tisch an und kreidet dabei die Pomeranze.
Hauptartikel: Billardkreide

Bei Turnieren wird die Pomeranze in der Regel vor jedem Stoß neu gekreidet. Durch die Kreide entsteht eine höhere Reibung zwischen Pomeranze und Spielball, so dass dieser besser in Rotation versetzt werden kann. Die Rotation ist wesentlich für das Positionsspiel, da der Spielball so nach dem Auftreffen auf den gespielten Ball (Objektball) gelenkt werden kann. Die Rotationsenergie wird beim Treffen des Spielballs in Form einer Richtungsänderung weitergegeben, damit kann sich der Spieler für den nächsten Stoß die für seine Strategie geeignete Ausgangsposition verschaffen. Die beim Snooker verwendete Kreide ist meistens hellblau.

Regeln und Begriffe[Bearbeiten]

Hauptartikel: Snooker-Begriffe

Einige wichtige Begriffe und Regeln sind:

Ball on
Einen Ball, der entsprechend den Regeln als nächster gespielt werden kann oder muss, bezeichnet man als Ball on.

Break
Ein Break ist eine Serie von Punkten, die ein Spieler erreicht, wenn er durchgehend am Tisch ist. Außerdem bezeichnet to break das Ausführen des ersten Stoßes (Anstoßes) eines jeden neuen Spiels (Frames).

Frame
Als Frame bezeichnet man eine Zähleinheit, ähnlich dem Satz beim Tennis. Der Spieler, der in einem Frame die meisten Punkte erzielt, gewinnt diesen. Ein Frame beginnt immer mit allen Bällen auf ihrer jeweiligen Ausgangsposition auf dem Tisch und endet, wenn entweder alle Bälle versenkt wurden oder einer der Spieler den Frame aufgibt bzw. wenn nur noch der schwarze Ball auf dem Tisch liegt und die Differenz der erzielten Punkte beider Spieler mehr als sieben beträgt. Ein Frame ist auch dann beendet und wird für den Gegner gewertet, wenn ein Spieler, der einen oder mehrere rote Bälle leicht anspielen könnte, dies aber aus taktischen Gründen nicht tut und so die roten Kugeln dreimal hintereinander verfehlt. Allerdings muss ihn der Schiedsrichter zuvor nach dem zweiten Fehlversuch auf den drohenden Frameverlust hingewiesen haben.

Foul
Ein Foul ist ein regelwidriger Stoß und wird mit mindestens vier und maximal sieben Punkten (dem Höchstwert der am Foul beteiligten Bälle) bestraft, die dem Gegenspieler gutgeschrieben werden.

Kick
Ein Kick oder auch bad contact (schlechter Kontakt) ist ein regelmäßig auftretendes Phänomen, das darin besteht, dass die Bälle beim Zusammenstoß kurzzeitig aneinanderkleben und somit aufklettern und danach nicht in der vom Spieler vorausberechneten Position liegen bleiben oder sich der angespielte Ball untypisch bewegt. Die Ursachen liegen sowohl an der Verunreinigung der Bälle durch Kreidereste und andere Anhaftungen als auch mehr oder weniger stark durch die Umweltbedingungen am Spielort durch Temperatur, Luftfeuchte und Luftstaub. Deshalb hat der Spieler die Möglichkeit den Schiedsrichter um die Reinigung der von ihm angezeigten Bälle zu bitten, was dieser anschließend auch unverzüglich tun wird. Erfahrene und aufmerksame Spieler lassen zur Vermeidung eines Kicks, wenn ihnen eine Verunreinigung auffällt daher bereits vorher reinigen.

Miss
Ein Miss wird vom Schiedsrichter nach einem Foul gegeben, wenn der Spieler (oft aus taktischen Gründen) den angestrebten Kontakt durch den Cue Ball entweder durch einen zu schwachen Stoß, d.h. der Ball verhungert und bleibt vor dem Erreichen des Kontaktes liegen oder durch das Verfehlen eines Kontaktes durch vorbeilaufen des Cue Balls. Besonders häufig geschieht dies, wenn es dem Gegner vorher gelungen ist eine gute Safety zu spielen. Wenn der Schiedsrichter ein Miss gibt, kann der gefoulte Spieler die Bälle vom Schiedsrichter in die vorherige Situation zurücklegen lassen und der andere Spieler muss den Stoß erneut ausführen. Kann ein Spieler einen Frame nicht mehr aus eigener Kraft gewinnen, weil er Zusatzpunkte durch mindestens ein Foul (oder mehrere) des Gegners benötigt (umgangssprachlich: Ein Spieler benötigt bereits Snooker), gibt es kein Miss mehr. Bei den Profis gibt es auch kein Miss mehr, wenn ein Spieler nur noch ausgleichen, also eine Re-spotted black erzwingen kann.

Re-Rack
Haben sich die Spieler „festgespielt“ und ist eine sinnvolle Weiterentwicklung nicht mehr abzusehen, können sich die Spieler einigen, die Bälle neu aufsetzen zu lassen. Stimmen beide Spieler zu, beginnt der Frame von neuem. Einigen sich die Spieler nicht, hat der Schiedsrichter nach einer angemessenen Anzahl von Stößen (i. d. R. drei Versuche je Spieler) und weiterhin keiner nennenswerten Spielentwicklung die Möglichkeit, ein Re-Rack anzuordnen.

Safety
Wenn ein Spieler keine vernünftige Fortsetzung seines eigenen Breakes sieht oder zum Gewinn noch Faulpunkte benötigt und sich dazu noch ausreichend Bälle auf dem Tisch befinden (mindestens 3, inklusive Cue Ball) wird er versuchen entweder den Cue Ball so hinter einer der farbigen (nicht-roten) Bälle zu platzieren, dass er den Gegner dabei snookert oder wenn dies nicht möglich ist, zumindest den nächsten Stoß insoweit zu erschweren, dass dieser daraus möglichst wenig Möglichkeiten zu einem eigenen Break entwickeln und im Idealfall sich noch Faulpunkte für ihn daraus ergeben können.

snookern
Nennt man es, wenn der Spielball so zur Ruhe kommt, dass der nächste anzuspielende Ball - vom Cue Ball aus gesehen - nicht vollumfänglich direkt anspielbar ist.

Touching Ball
Bleibt der Spielball mit direktem Kontakt an einem Ball on liegen, so gibt der Schiedsrichter einen Touching Ball. Dies bedeutet, je nachdem ob der Touching Ball die passende Farbe hat (die Farbe die an der Reihe ist) dass der Spieler, der an der Reihe ist, keinen Ball on mehr anspielen muss oder bei falscher Farbe vom Kontakt weg die richtige Farbe anspielen muss. Er darf stattdessen einen Ball on lochen, jeden beliebigen Ball oder auch keinen anspielen.

Ziel des Spiels[Bearbeiten]

Snooker ist ein Ansage- und Punktespiel. Das Grundprinzip besteht darin, abwechselnd einen roten Ball und einen der sechs farbigen Bälle zu versenken, bis alle Objektbälle vom Tisch sind oder – bei einer Punktedifferenz größer als sieben – sich außer dem weißen nur noch der schwarze Ball auf dem Tisch befindet. Ist das der Fall, ist der Frame (das Spiel beziehungsweise der Satz) beendet. Ein Match besteht meist aus mehreren Frames; es gewinnt der Spieler das Match, der als Erster mehr als die Hälfte einer festgelegten Höchstzahl von Frames gewonnen hat (Best-of-Modus).

Bei Ranglistenturnieren ist die Anzahl der Frames immer ungerade, so dass es keine unentschiedenen Partien geben kann. Bei Ligaspielen – wie in der Premier League – kann die Anzahl der Frames auch gerade und ein Unentschieden möglich sein.

Farbe Wert
Rot 1 Punkt
Gelb 2 Punkte
Grün 3 Punkte
Braun 4 Punkte
Blau 5 Punkte
Pink 6 Punkte
Schwarz 7 Punkte
Ein kompletter Satz Snookerbälle

Jeder Ball hat einen bestimmten Wert, dieser wird beim Lochen dem Punktestand des Spielers hinzuaddiert.

Beispielsweise erhöht sich das Punktekonto des Spielers für die Abfolge „Rot – Schwarz – Rot – Pink – Rot – Schwarz“ um 23 Punkte.

Wird ein Ball vom Spieler nicht versenkt, kommt der gegnerische Spieler an den Tisch und erhält seinerseits die Möglichkeit Bälle zu versenken. Wenn ein Spieler an den Tisch kommt, muss er zunächst immer einen roten Ball anspielen. Im Endspiel auf die Farben, wenn keine Roten mehr auf dem Tisch sind, muss immer mit dem niedrigstwertigen Ball, der sich noch auf dem Tisch befindet, begonnen werden.

Die farbigen Bälle kommen nach dem Versenken wieder zurück auf ihre Aufsetzmarke auf dem Tisch; rote verbleiben – auch nach einem Foul – in den Taschen. Nach dem letzten roten darf noch einmal ein farbiger Ball nach Wahl gespielt werden. Fällt dieser farbige Ball, kommt er wieder auf seine Aufsetzmarke, fällt dieser nicht, so ist der Gegner an der Reihe. Nun beginnt das „Spiel auf die Farben“: Sind alle roten Bälle versenkt und die letzte frei wählbare Farbe wurde gespielt, so müssen die farbigen Bälle in Reihenfolge ihrer Wertigkeit vom Tisch gespielt werden, angefangen mit Gelb bis zu Schwarz – nun werden auch sie nicht mehr aus den Taschen geholt, es sei denn, sie fallen in Verbindung mit einem Foul.

Kann ein Spieler keinen Ball gemäß den Regeln versenken, wird er versuchen, den Gegner zu snookern. Das tut er, indem er den Spielball in eine Position bringt, aus der der Gegner einen anzuspielenden Ball nicht auf direkter Linie erreichen kann. Aus einem Snooker heraus passieren eher Fehler oder Fouls. Die Foulpunkte erhöhen den Punktestand, und es ergibt sich im Anschluss an den Stoß des Gegners möglicherweise eine Situation, die der Spieler dafür nutzen kann, das Spiel für sich zu entscheiden. Der „gesnookerte“ Gegner muss reagieren, während der Spieler selbst die Chance hat, das Spiel zu bestimmen.

Es gewinnt der Spieler, der am Ende des Frames die höhere Punktzahl hat. Haben beide Spieler die gleiche Anzahl von Punkten, wird der schwarze Ball erneut aufgesetzt und weitergespielt, bis der schwarze Ball fällt oder ein Foul begangen wurde (re-spotted black). Befindet sich außer dem Spielball nur noch der schwarze Ball auf dem Tisch und ist die Punktedifferenz größer als sieben, gilt der Frame als entschieden. Der Spieler, der den vorletzten (pinkfarbenen) Ball gelocht hat, kann den schwarzen Ball dennoch spielen. Kann er den schwarzen Ball versenken, bekommt er die Punkte regulär zu seinem Punktestand hinzuaddiert. Ein Frame ist auch beendet, wenn ein Spieler aufgibt, weil er seinen Rückstand als nicht aufholbar einschätzt, das heißt, wenn mit den verfügbaren Bällen weniger Punkte erreicht werden können, als zum Übertreffen des gegnerischen Punktestandes notwendig wären und der Spieler weiter nicht glaubt, noch ausreichend Punkte durch erfolgreiche Snooker und die daraus resultierenden Foulpunkte zu erlangen. In diesem Fall gilt als gutes Benehmen, den Frame erst aufzugeben, wenn der Gegner am Tisch sein Break beendet hat.

Die maximal mögliche Zahl an Punkten, die sich noch auf dem Tisch befindet, lässt sich wie folgt berechnen: Anzahl roter Bälle × 8 (jeweils mit Schwarz) + 27 (alle Farbigen).

Variante: siehe Six-Red-Snooker.

Taktik[Bearbeiten]

Ein fester Bestandteil der Snookertaktik sind Sicherheitsstöße (Safeties), bei denen versucht wird, den Spielball so abzulegen, dass der Gegner im Anschluss keine einfach zu lochende Kugel vorfindet. Beispielsweise kann die weiße Kugel nah an die Bande abgelegt werden. Danach kann der Gegner nur die obere Seite des Spielballs anspielen, was die Präzision seines Stoßes und die Kontrolle des Spielballs durch Effets einschränkt. Zudem wird durch das erhöhte Risiko ein Foulspiel des gegnerischen Spielers wahrscheinlicher. Spielt man gegen einen Anfänger, so reicht es meist aus, den Spielball bei einer Safety möglichst weit von den Roten abzulegen, da Stöße mit zunehmender Entfernung schwieriger zu kontrollieren sind. Profispieler versuchen sich dagegen häufiger mit einer Safety gegenseitig zu snookern (siehe auch unter Allgemeines), also den Spielball so abzulegen, dass der Gegner die nächste Kugel nur über Bande oder zumindest nicht in vollem Umfang anspielen kann. Aber auch eine Positionierung möglichst nah am geschlossenen Pulk zu Beginn eines Frames oder press an eine rote Kugel kann bei einer Safety beabsichtigt sein. Der Gegner kann sich zwar leicht aus solch einer Situation „befreien“, es wird ihm jedoch das Lochen einer Kugel sehr schwer bis unmöglich gemacht. Zur letztgenannten Safety-Art gehört auch die im Jargon der Turnierspieler scherzhaft chinese snooker (chinesischer Snooker) genannte Konstellation, bei der ein Objektball nicht wie bei einem echten Snooker den Weg des Spielballs blockiert, sondern an der anderen Seite des Spielballs dicht anliegt und die Führung des Queues erschwert.

Eine andere häufig gespielte taktische Variante ist der so genannte Shot to Nothing, was in etwa „Stoß ins Nichts“ bedeutet. Gemeint ist damit, dass bei diesem Stoß ein Spieler einen roten Ball anspielt, ohne dadurch eine gute Position auf eine Farbe zu erreichen. Ziel ist stattdessen, möglichst einen roten Ball zu versenken und gleichzeitig den weißen Spielball wieder so abzulegen, dass beim Verfehlen der Tasche der Gegner keinen einfachen Einstieg hat. Es wird also auf keinen farbigen Ball gespielt, um das Break fortzusetzen, sondern auf „nichts“. In der Regel wird so ein Stoß dann gespielt, wenn die roten Bälle alle noch in der unteren Tischhälfte liegen und der Spielball in der oberen. Wird tatsächlich ein roter Ball versenkt, ist die Chance auf eine Fortsetzung des Breaks manchmal dennoch vorhanden; denn anschließend muss einer der farbigen Bälle versenkt werden und diese befinden sich ja auch in der oberen Tischhälfte. Ist das nicht möglich, besteht andererseits die Chance, den Gegner zu snookern, indem der Spielball direkt hinter einen farbigen Ball gelegt wird. Da jeder versenkte rote Ball die Summe der noch erreichbaren Punkte um bis zu acht reduziert, ist diese Methode vor allem bei schwierigen Stößen vorteilhaft, vor allem wenn man in Führung liegt.

Der siebenfache Weltmeister Stephen Hendry etablierte „die lange Rote“ im modernen Snooker

Bis in die 1990er Jahre wurde Snooker eher defensiv gespielt, das heißt, man war mehr darauf bedacht, am Tisch eine sichere Ablage zu hinterlassen. Man war also eher auf das „Snookern“ aus, riskierte seltener das Anspielen schwierig positionierter Bälle und wartete lieber auf ein günstigeres Bild. Ein klassischer Vertreter dieser Spielweise ist der sechsmalige Weltmeister Steve Davis. Besonders dank Stephen Hendry, der als der Meister der langen Einstiegsbälle gilt, wurde das Spiel zu Beginn der 1990er allmählich offensiver. Lange Bälle, Kombinationen und schwierige Winkel werden nun öfter und mutiger angegangen, besonders bei den sogenannten „Einsteigern“, dem jeweils ersten Ball nach einer Aufnahme, der die Basis für die großen Breaks der Profis bildet. Dieser Umstand erhöht auch die Ansprüche, die an junge Nachwuchsspieler gestellt werden. Um in der Spitzenklasse mitspielen zu können, müssen solch schwierige Bälle über die gesamte Länge des Tisches beherrscht werden, um überhaupt eine Chance zu bekommen, einen Frame für sich zu entscheiden. Die erfolgreichsten Spieler der Snooker-Neuzeit sind daher auch die sogenannten One-Chance-Player oder „Breakbuilder“, die oft nur einen versenkbaren Ball benötigen, um den Frame mit einer einzigen Aufnahme zu gewinnen.

Der WM-Pokal

Wichtige Turniere[Bearbeiten]

Die wichtigsten Turniere werden größtenteils in Großbritannien ausgetragen. Das wichtigste ist die World Snooker Championship – die Snookerweltmeisterschaft. Hier gibt es das höchste Preisgeld und die meisten Punkte für die Weltrangliste. Es folgt die UK Championship, für die es ebenfalls mehr Ranglistenpunkte gibt als für die übrigen Turniere.

Die aufgeführten Turniere gehören zur Main Tour. Für die Ranglistenturniere sind nur die führenden Spieler der Weltrangliste gesetzt, alle weiteren Spieler müssen sich – je nach Ranglistenposition – in einer oder mehreren Runden für das Teilnehmerfeld qualifizieren.

Ranglistenturniere 2013/14

Einladungsturniere 2013/14

Mit der Pontin’s International Open Series (PIOS) existierte lange Zeit eine Turnierserie, über die man sich für die Main Tour qualifizieren konnte (neben der Qualifikation über Jugend- und Kontinentalmeisterschaften). Mit der Saison 2010/11 wurde sie jedoch abgeschafft. An ihrer Stelle wurde die Players-Tour-Championship-Serie gegründet, auf der es sogar Weltranglistenpunkte gibt (jedoch deutlich weniger als bei den oben aufgeführten großen Turnieren).

Das wohl traditionsreichste Turnier in Deutschland ist das Paul Hunter Classic, das seit 2007 nach dem 2006 verstorbenen Paul Hunter benannt ist. Das vom Snooker Sport Club (SSC) Fürth e.V ausgerichtete Turnier war lange Zeit das größte Pro-Am-Turnier der Welt. Ab 2010/11 ist es Teil der Players Tour Championship und somit im offiziellen Main-Tour Kalender vertreten. Die Players Tour Championship machte 2010 zudem auch in Rüsselsheim und Hamm Station.

Ronnie O’Sullivan mit dem Pokal für den Sieg bei den German Masters 2012.

Mit dem German Masters in Berlin gab es 2011 zudem eine Neuauflage eines „großen“ Weltranglistenturniers in Deutschland. Ein solches war zuletzt 1997 in Bingen am Rhein ausgetragen worden (damals als German Open).

Neben den Turniergeldern gibt es in der Regel eine Extraprämie auf ein Maximum Break, die bei den meisten Turnieren 20.000 Pfund betrug. Bei den Snooker-Weltmeisterschaften in Sheffield bekam man für ein Maximum Break 147.000 Pfund. 2008 kam es bei der WM zu einer Premiere, als erstmals zwei Spieler – Ronnie O’Sullivan und Allister Carter – ein Maximum Break schafften. Die Prämie wurde in diesem Fall auf beide Spieler aufgeteilt. Auch andere besondere Leistungen in einem Turnier, wie Century Breaks (Breaks mit 100 oder mehr Punkten; siehe auch: Liste der Snookerspieler mit mindestens hundert Century Breaks), die meisten erfolgreichen Snooker etc., werden mit Boni belohnt.

Snooker in Deutschland[Bearbeiten]

Auf Wirken einiger in Deutschland stationierter britischer Soldaten wurden in den frühen 1980er Jahren erstmals Tische nach Deutschland eingeführt. Nach der Gründung des ersten deutschen Snookervereins 1984 in Hannover (1. DSC Hannover) wurde 1987 der erste Dachverband für Snookerspieler in Deutschland aus der Taufe gehoben, der DSKV (Deutscher Snooker Kontroll Verband), welcher sich 1999 mit der DBU (Deutsche Billard-Union) vereinigte. Seitdem ist die DBU der Dachverband aller Billardspieler in Deutschland. Seit 1999 leitet der Sportdirektor der Deutschen Billard Union und Bundestrainer, Thomas Hein, die Sektion Snooker.

Seit diesen ersten Tagen wächst die Snooker-Anhängerschaft in Deutschland stetig. Die gesamte Snooker Main Tour wird in Deutschland vom Sportsender Eurosport ausgestrahlt, die Premier League Snooker vom deutschen Sportsender Sport1. Das gestiegene Interesse in Deutschland an dieser Spielart ist dem Snookerkommentator Rolf Kalb vom Sportsender Eurosport mit zu verdanken, da er den Sport und dessen Regelwerk auch Neulingen näherbringt. Billardclubs stellen immer häufiger Snookertische auf und geben so Interessierten die Möglichkeit, den Sport selbst einmal auszuprobieren.

Auch im aktiven Spiel werden Deutsche zunehmend erfolgreich. Einer der herausragenden Momente bisher war das Erreichen des Halbfinals beim IBSF World Grand Prix 2006 durch Lasse Münstermann. Den bislang größten Erfolg für den deutschen Snookersport erreichte das deutsche Team in der Besetzung Lasse Münstermann, Sascha Lippe und Itaro Santos mit dem Sieg bei der European Team Championship 2007. Im Jahr 2010 konnte das deutsche Damenteam in der Besetzung Diana Stateczny und Anne-Katrin Hirsch diesen Titel ebenfalls erringen. Patrick Einsle spielte, ermöglicht durch eine Wildcard, auf der Main Tour 2006/07. Auch für die Saison 2010/11 bekam Patrick Einsle wieder eine Wildcard. Aus freien Stücken verließ er die Tour jedoch im Dezember 2010 wieder.[2]

1995 bis 1997 fanden in Deutschland die German Open als Ranglistenturnier statt, auch die European Snooker League, die später in Premier League umbenannt worden ist, wurde bereits auf deutschem Boden ausgetragen. 1998 hieß das Turnier German Masters, wurde allerdings nicht mehr als Ranglistenturnier gespielt und fand 1999 bis 2003 überhaupt nicht mehr statt. Ab 2004 wurde die Veranstaltung wiederbelebt und 2007 zu Ehren von Paul Hunter in Paul Hunter Classic umbenannt. Auch die 2008 von John Higgins ins Leben gerufene Turnierserie World Series of Snooker machte in Deutschland Station.

Das erste Turnier-Maximumbreak auf deutschem Boden wurde im März 1994 durch Mike Henson bei den Gifhorn Open erzielt.

Mit dem German Masters in Berlin fand im Februar 2011 zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder ein Ranglistenturnier in Deutschland statt.

Snooker in Österreich[Bearbeiten]

Der „Österreichische Snooker- und Billiards Verband“ (ÖSBV) wurde 1990 gegründet, und im Dezember 1991 nahmen die ersten österreichischen Snookerspieler (Robert Burda und Alexander Tröster) an der Amateur-Weltmeisterschaft in Thailand teil. Seitdem nahmen immer wieder österreichische Spieler an Amateur-Weltmeisterschaften und U 21-Amateur-Weltmeisterschaften teil. Der 1. Nicht-Wiener Österreichische Meister ist Felix Pleschek (aus Graz), der auch als bester Steirischer Snooker-Spieler aller Zeiten gilt.

In Österreich gibt es durch die Fernsehübertragungen auf Eurosport reges Interesse an dieser Sportart. Auch auf ORF (Österreichischer Rundfunk) wurden in den letzten Jahren vereinzelt Turniere übertragen (Austrian Open in Wels, betandwin Snooker Cup in Wien, TSG Open 2009 in Graz, etc.).

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Grewatsch, Marcus Rosenstein: Snooker ...Billard „Made in England“. 5. Auflage. Weinmann Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-87892-061-X.
  • Clive Everton: Snooker & Billiards. 1. Auflage. Crowood Press, Marlborough 1991, ISBN 1-85223-480-6.
  • Rolf Kalb: Billard verständlich gemacht. Pool, Karambolage, Snooker. 3. Auflage. Stiebner Verlag, München 2003, ISBN 3-7679-0556-6.
  • Rolf Kalb, Thomas Hein: Snooker. Der intelligente Weg zum besseren Spiel. 1. Auflage. Stiebner Verlag, München 2006, ISBN 3-7679-0951-0.
  • Henner Reitmeier: Maximum Break. Snooker als Männerdomäne. In: Ders.: Der Große Stockraus. Ein Relaxikon. Berlin 2009, ISBN 978-3-926880-20-8.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Billard – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Billard

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Snooker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Snooker – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

International[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. John C. Wells: Longman Pronunciation Dictionary. Longman, Harlow 2005, ISBN 0-582-36468-X, S. 712.
  2. http://www.snookermania.de/international/main-tour/neuigkeiten/item/393-patrick-einsle-verlae%C3%9Ft-die-maintour
  3. Reitmeiers Betrachtung ist hier auch online nachlesbar, abgerufen am 22. Juni 2012
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Dieser Artikel wurde am 10. Juni 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.