Paul Mellon

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Paul Mellon (* 11. Juni 1907 in Pittsburgh, Pennsylvania; † 1. Februar 1999 in Upperville, Virginia) war ein US-amerikanischer Unternehmer, Philanthrop und Kunstmäzen.

Herkunft[Bearbeiten]

Paul Mellon (William Orpen, 1924)

Den Grundstock zum Vermögen der Familie Mellon hatte Pauls Großvater Thomas Mellon (1813–1908) gelegt. Dieser war als protestantischer Bauernsohn 1818 aus Nordirland in die USA ausgewandert und hatte zunächst erfolgreich als Rechtsanwalt gearbeitet, bevor er die Mellon Bank gründete. Dessen Sohn Andrew William Mellon (1855–1937) übernahm später die Leitung der Bank und investierte darüber hinaus in Werft-, Öl-, Stahl- und Bauunternehmen. Nach Andrew William Mellons Heirat mit der 20 Jahre jüngeren Engländerin Nora McMullen kam 1901 deren erstes Kind Ailsa (1901–1969) zur Welt. Sechs Jahre später wurde Paul Mellon geboren. Nachdem die Eltern sich 1912 scheiden ließen, wuchsen die Kinder beim Vater auf.

Leben[Bearbeiten]

Paul Mellon studierte an der Yale University, wo er Mitglied einer renommierten geheimen Gesellschaft der „Scroll and Key“ war, sowie stellvertretender Redakteur der Yale Daily News. Nach seinem Abschluss in Yale ging er nach England um am Clare College, ein College der Universität Cambridge, zu studieren und schloss 1931 sein Studium als Bachelor (BA) ab. Darauf diente er als US-Botschafter am Gerichtshof von St. James. 1933 kehrte Paul Mellon nach Pittsburgh zurück und arbeitete in der Mellon Bank. Im Jahre 1935 heiratete er Mary Conover Brown und das Paar zog nach Virginia. Nach dem Tod des Vaters 1937 erbte Paul Mellon zusammen mit seiner Schwester Ailsa Mellon Bruce (1901–1969) das beträchtliche Vermögen und zählte zu den reichsten Männern der USA. 1940 schrieb er sich im St. John’s College in Annapolis, Maryland, ein - doch nach sechs Monaten trat er in die United States Army ein. Er diente mit dem Office of Strategic Services in Europa und stieg bis zum Major auf. Nach dem Tod seiner ersten Frau, sie starb nach einem Asthmaanfall, heiratete Paul Mellon in zweiter Ehe Rachel Lloyd Lambert.

Der Spaziergang, Frau mit Sonnenschirm von Claude Monet, 1875

Das Bild »Der Spaziergang, Frau mit Sonnenschirm« von Claude Monet gelangte 1965 in den Besitz des Gründungspräsidenten der National Gallery of Art, Paul Mellon, der es 1983 dem Museum zum Geschenk machte. Es gehört zu einer Sammlung herausragender Werke, von denen laut Satzung der National Gallery immer nur eine bestimmte Anzahl zeitgleich ausgeliehen werden darf.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Autobiographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]