Paul Wild

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Paul Wild (* 5. Oktober 1925 in Wädenswil im Kanton Zürich) ist ein Schweizer Astronom, der lange Jahre als Professor – von 1980 bis 1991 als Direktor des Astronomischen Institutes – an der Universität Bern tätig war, wo er bis heute als Emeritus arbeitet. Ausserdem ist er Doktor der Philosophie und Naturwissenschaft sowie Präsident der Fritz-Zwicky-Stiftung.

Am Observatorium Zimmerwald bei Bern entdeckte Professor Wild im Laufe seiner Karriere etwa 94 Asteroiden, darunter auch einige Erdnahe Asteroiden, sowie sieben Kometen. Als seine wichtigste Entdeckung gilt der periodische Komet Wild 2 (offizielle Bezeichnung: 81P/Wild), den Wild am 6. Januar 1978 als erster beobachtete. Dieser Komet wurde von der NASA als ein Ziel für die Stardust-Mission ausgewählt. Die Sonde sollte unter anderem Staubpartikel des Kometen einfangen und zur Erde transportieren.

Wild drückte seine Freude und seinen Stolz über die Auswahl seines Kometen in einem handschriftlichen Brief an die NASA aus. Dieser Brief begleitete auf einem Mikrochip die Mission. Die Sonde kehrte am 15. Januar 2006 zurück zur Erde.

Der Schweizer ist Namensgeber für den Asteroid (1941) Wild.

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