Pentedron

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Strukturformel
Strukturformel von Pentedron
Vereinfachte Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Name Pentedron
Andere Namen
  • (±)-1-Phenyl-2-(methylamino)pentan-1-on (IUPAC)
  • (RS)-1-Phenyl-2-(methylamino)pentan-1-on
  • rac-1-Phenyl-2-(methylamino)pentan-1-on
Summenformel C12H17NO
CAS-Nummer 879669-95-1
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Psychoaktives Phenethylamin

Eigenschaften
Molare Masse 191,269 g·mol−1
Schmelzpunkt

183,5–184,5 °C (Hydrochlorid)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Pentedron ist eine psychoaktive Substanz und gehört innerhalb der Gruppe der Amphetamine zu den Cathinon-Derivaten. Bei der Einnahme durch den Menschen wirkt es stimulierend und stark entaktogen. Pentedron ist seit 2010 oft ein Hauptbestandteil der sogenannten Badesalzdrogen oder Legal Highs.[3][4][5][6][7]

Pharmakologische Eigenschaften[Bearbeiten]

Pentedron ist nasal und oral wirksam. Pentedron gehört zur Wirkstoffgruppe der Stimulanzien mit folgenden spürbaren Effekten:

  • Physisch: erhöhter Herzschlag, erhöhter Blutdruck, Gefäßverengung, Schwitzen
  • Psychisch: erhöhte Wachsamkeit und Aufmerksamkeit, Unterdrückung der Müdigkeit, erhöhte geistige Erregung, Farbintensivierung, Übelkeit, Unruhe und Ruhelosigkeit, sowie unterdrücktes Bedürfnis nach Essen und Schlaf.

Die Effekte halten etwa drei bis vier Stunden an. Als Nachwirkungen treten Herzrasen, Bluthochdruck sowie eine leichte Stimulation auf, die 6–8 Stunden anhält. Bei höheren Dosierungen wurden intensive Panikattacken bei Konsumenten beobachtet, die eine Intoleranz gegenüber Stimulanzien aufweisen. Außerdem wurde von schlafmangelbedingten Psychosen sowie Suchtverhalten bei hoher Dosierung oder regelmäßiger Anwendung berichtet. Beim Konsum entsteht zwar ein Drang zum Nachdosieren, der dann aber oft durch die unangenehmen Nebenwirkungen begrenzt wird, die bei stärkerer Dosierung auftreten.

Rechtslage[Bearbeiten]

In Deutschland ist Pentedron seit dem 17. Juli 2013 mit der 27. Betäubungsmittel-Änderungsverordnung in der Anlage II des Betäubungsmittelgesetz aufgeführt und damit als verkehrs-, jedoch nicht verschreibungsfähiges Betäubungsmittel klassifiziert.[8][9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  J. F. Hyde, E. .. Browning, Roger Adams: Synthetic Homologs of d,l-ephedrine. In: Journal of the American Chemical Society. 50, Nr. 8, 1. August 1928, ISSN 0002-7863, S. 2287–2292, doi:10.1021/ja01395a032.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. EMCDDA Annual Report 2010 (PDF; 700 kB).
  4. Research on Head Shop drugs in Dublin: Part 2
  5. An overview of new psychoactive substances and the outlets supplying them
  6. Westphal F, Junge T, Girreser U, Greibl W, Doering C. Mass, NMR and IR spectroscopic characterization of pentedrone and pentylone and identification of their isocathinone by-products. Forensic Science International. 2011 Nov 23. PMID 22115724
  7. Maheux CR, Copeland CR. Chemical analysis of two new designer drugs: buphedrone and pentedrone. In: Drug Testing and Analysis. 2012; 4: 17-23, DOI:10.1002/dta.385. PMID 22113925
  8. Bundesministerium für Gesundheit: Kabinett beschließt 27. Betäubungsmittel-Änderungsverordnung. Pressemitteilung vom 22. Mai 2013.
  9. Bundesministerium für Gesundheit: Verordnungsentwurf der Bundesregierung: Siebenundzwanzigste Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (PDF; 73kb).
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