Peter Shor

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Peter Shor

Peter W. Shor (* 14. August 1959 in New York) ist ein amerikanischer Mathematiker und Informatiker, bekannt als Erfinder eines Quantencomputer-Algorithmus.

Shor ging in Mill Valley, Kalifornien auf die High-School und gewann als Schüler einen zweiten Preis in der Mathematik-Olympiade 1977, bei der das US-Team die meisten Punkte erzielte. Er studierte als Putnam Fellow am Caltech in Pasadena bis zu seinem Bachelor-Abschluss 1981 und ging danach ans MIT in Boston, wo er 1985 bei Tom Leighton über die wahrscheinlichkeitstheoretische Analyse des Behälterproblems promovierte. Nach einem Jahr als Post-Doc in Berkeley nahm er eine Stelle am Bell Lab in Murray Hill, New Jersey, an. Daneben unterrichtete er am MIT, wo er auch seit 2003 Professor für angewandte Mathematik ist.

Shor ist vor allem bekannt für seine Entwicklung eines exponentiell schnellen Faktorisierungsalgorithmus für Quantencomputer, der diesem Teil der Informatik in den 1990er Jahren zum Durchbruch verhalf (Shor-Algorithmus). Der Algorithmus nutzt die sehr großen parallelen Rechenfähigkeiten (Superpositionsprinzip von Wellenfunktionen in der Quantenmechanik) eines potentiellen Quantencomputers aus und verwendet die schnelle Fouriertransformation. Von ihm stammen auch weitere Quantenalgorithmen, z. B. für fehlerkorrigierende Codes.

Shor erhielt 1998 auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Berlin den Nevanlinna-Preis und hielt dort einen der Plenarvorträge (Quantum Computing). 1999 erhielt er ein MacArthur-Stipendium.

1998 wurde Shor mit dem Dickson Prize in Science ausgezeichnet.

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