Piero I. de’ Medici

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Piero der Gichtige, Fresko von Benozzo Gozzoli in der Cappella dei Magi, Palazzo Medici Riccardi, Florenz

Piero de’ Medici (* 1416 in Florenz; † 2. Dezember 1469 Florenz), auch Piero il Gottoso („der Gichtige“) genannt, war der älteste Sohn von Cosimo de’ Medici und zwischen 1464 und 1469 Parteityrann von Florenz. Seine prominentesten Kinder und Nachfolger waren Lorenzo und Giuliano. Seit 1444 war er mit Lucrezia Tornabuoni verheiratet, sie hatten noch vier weitere Kinder, von denen allerdings zwei sehr früh starben.

Piero erhielt durch seinen Vater Cosimo eine humanistische Bildung, er behielt aber durchaus auch mittelalterliche, vornehmlich ritterliche Denkweisen bei, die er sich beim Umgang mit burgundischen Geschäftsfreunden angeeignet hatte. Wie auch sein Vater vor ihm oder sein Sohn nach ihm besaß auch Piero in Florenz de jure keine Amtsgewalt, durch seinen Reichtum, durch ausgeprägtes Mäzenatentum und durch die zuletzt 1458 im Sinne der Medici institutionell versicherte Partei war jedoch er de facto der führende Bürger von Florenz. Die schwerste Bewährung hatte er 1465/66 zu bestehen, als Dissidenten um Luca Pitti nach dem Tod von Cosimo de' Medici die Führung an sich zu reißen versuchten. Gewichtiger Mitgrund zu Rettung und Machterhalt war das bereits unter Cosimo hergestellte, enge Bündnis zu den Sforza von Mailand.

Piero war ein begeisterter Sammler von wertvollen Büchern. Er litt zeitlebens sehr stark an einer gichtartigen Erkrankung, so dass er sich vor allem gegen Ende seines Lebens praktisch nicht mehr schmerzfrei bewegen konnte. Deshalb übernahm spätestens ab 1467 sein damals erst 18 Jahre alter Sohn Lorenzo die Führung von Familie und Stadt. Piero starb 1469.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Piero de’ Medici – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Cosimo de’ Medici Herr von Florenz
1464–1469
Lorenzo I. de’ Medici