Pierre Villon

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Pierre Villon, geboren als Roger Ginsburger, (* 27. August 1901 in Soultz, Département Haut-Rhin; † 6. November 1980 in Vallauris, Département Alpes-Maritimes) war ein Architekt und französischer Politiker, der den Kampfnamen Pierre Villon als Mitglied der Résistance annahm, den er später behielt.

Leben[Bearbeiten]

Als Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs ging er bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in den Untergrund und gab dort das Untergrundblatt L’Humanité heraus.

Die Kommunistische Partei war in Frankreich im September 1939 verboten worden. Dadurch waren sie nach der Besetzung Frankreichs bereits im Untergrund organisiert. Viele französische Kommunisten wurden sehr aktiv im Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Da sie seit 1939 im Untergrund arbeiteten, waren sie für die Arbeit in der Résistance besser vorbereitet als die kommunistischen Parteien in anderen besetzten Ländern.

In der Zeitung L’Humanité rief Villon zu einer Nationalen Front zur Unabhängigkeit Frankreichs auf. Kurz danach gründete er die Résistance-Gruppe Front National.

Im Februar 1942 begannen langwierige Diskussionen der verschiedenen Résistancegruppen über eine Vereinigung. Jean Moulin erreichte, dass die acht wichtigsten Résistance-Gruppen, also

den Conseil National de la Résistance (CNR), den Nationalen Widerstandrat bildeten.

Villon blieb dem CNR gegenüber loyal bis zum Beginn der Landung in der Normandie, als er einen allgemeinen Aufstand gegen die Besatzungsmacht zu organisieren versuchte.

Er gehörte nach der Befreiung der provisorischen beratenden Nationalversammlung und später den konstituierenden Nationalversammlungen an. Seit 1946 wurde er bis 1978 in seinem Wahlkreis Alliers (Ausnahme 1962 bis 1967) als Abgeordneter der Nationalversammlung gewählt.

Er wurde nach dem Krieg in das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei gewählt, dem er bis 1970 angehörte. Bis 1978 blieb er einer der Stellvertretenden Vorsitzenden.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Neues Bauen in der Welt, 1929.
  • Junge französische Architektur, 1930.

Weblinks[Bearbeiten]