Pierre Wantzel

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Pierre-Laurent Wantzel (* 5. Juni 1814 in Paris; † 21. Mai 1848 ebenda) war ein französischer Mathematiker.

Leben[Bearbeiten]

Wantzels Eltern waren Frédéric Wantzel, Professor für angewandte Mathematik an der École speciale du Commerce in Paris, und Marie geb. Aldon-Beaulieu. Er verbrachte seine Kindheit in Écouen nahe Paris.[1]

1826 trat Wantzel in die École des Arts et Métiers de Châlons ein, wo er von Étienne Bobillier[2] in Mathematik unterrichtet wurde. 1828 wechselte er zum Collège Charlemagne, 1832 zur École polytechnique und 1834 zur École des ponts et chaussées, wo er zum Ingenieur ausgebildet wurde. Von 1838 an war er Dozent für Analysis an der École polytechnique und seit 1841 Professor für angewandte Mechanik an der École des ponts et chaussées.[3]

Am 21. Februar 1842 heiratete Wantzel die Tochter eines ehemaligen Lehrers und wurde Vater zweier Töchter.[4]

Werk[Bearbeiten]

1829, im Alter von 15 Jahren, veröffentlichte Wantzel den Beweis einer weitverbreiteten, aber bis dahin noch unbewiesenen Methode zur Bestimmung von Quadratwurzeln.

Wantzel zeigte in einer Arbeit von 1837, dass es keine Konstruktion mit Zirkel und Lineal für die Würfelverdopplung und für die Winkeldreiteilung geben kann. Weiterhin zeigte er, dass die Anzahl der Seiten eines konstruierbaren Polygons die numerische Bedingung erfüllen muss, ein Produkt aus einer Zweierpotenz und (untereinander) verschiedenen Fermatschen Primzahlen zu sein (ist diese Bedingung erfüllt, so hatte bereits Carl Friedrich Gauß gezeigt, ist eine Konstruktion möglich).

1845 lieferte Wantzel einen neuen Beweis für die Unmöglichkeit, algebraische Gleichungen allgemein durch Radikale zu lösen.

Schriften[Bearbeiten]

  • De l'impossibilité de résoudre toutes les équations algébriques avec des radicaux. Nouvelles Annales de mathématiques, tome 4 (1845), p. 57–65.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adhémar Jean Claude Barré de Saint-Venant: Biographie: Wantzel. Nouvelles Annales de mathématiques, tome 7 (1848), p. 321.
  2. Bobillier ist u. a. bekannt für seine Arbeiten über algebraische Flächen.
  3. Saint-Venant: a. a. O., p. 322–324.
  4. Saint-Venant: a. a. O., p. 328.