Polyole

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Polyole (Auswahl)
Pentaerythritol.svg
Pentaerythrit
Xylitol Structural Formula V.1.svg
Xylitol
Polyether Polyol Structural Formula V.2.svg
Polyether-Polyol
(Die Sauerstoffatome der Etherbrücken sind blau dargestellt.)
Polyester Polyol Structural Formula V.2.svg
Polyester-Polyol
(Die Sauerstoffatome der Esterbrücken sowie das Kohlenstoffatom der Carbonylgruppe des Esters sind blau dargestellt.)

Polyole ist der Name einer Gruppe von organischen Verbindungen, die mehrere Hydroxygruppen (–OH) enthalten, sogenannten Polyalkohol (mehrwertiger Alkohol). Polyole können sowohl linear (z. B. Sorbit) als auch cyclisch (z. B. Inosit) aufgebaut sein.
Die Anzahl der Hydroxygruppen in einer chemischen Verbindung wird durch die Wortendung angezeigt: Enthält eine Verbindung ein, zwei oder drei Hydroxygruppen, so wird entsprechend die Endung „-ol“, „-diol“ oder „-triol“ angehängt; ab vier Hydroxygruppen spricht man nur noch allgemein von einem „Polyol“.

Die Herstellung von Polyolen, insbesondere für die Kunststoffindustrie, kann sowohl petrochemisch (auf der Basis von Mineralöl) wie auch oleochemisch (auf Pflanzenölbasis) erfolgen.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Da der Überbegriff Polyol eine rein chemische Nomenklatur ist und nur das Vorhandensein mehrerer Hydroxygruppen anzeigt, kann man den Polyolen keine allgemeinen Eigenschaften zuordnen. Polyole sind bei Raumtemperatur meist hochviskos (zähflüssig) bis fest. Dies liegt begründet in der Tatsache, dass sich Wasserstoffbrücken unter den einzelnen Molekülen ausbilden.

Beispiele[Bearbeiten]

Einige häufig verwendete Polyole sind:

Literatur[Bearbeiten]

  • W. Keim: Kunststoffe: Synthese, Herstellungsverfahren, Apparaturen, 379 Seiten, Verlag Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, 1. Auflage (2006) ISBN 3527315829