Pomy VD

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VD ist das Kürzel für den Kanton Waadt in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Pomyf zu vermeiden.
Pomy
Wappen von Pomy
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Waadt (VD)
Bezirk: Jura-Nord vaudoisw
BFS-Nr.: 5926i1f3f4
Postleitzahl: 1405
Koordinaten: 541216 / 17901746.7597316.669174558Koordinaten: 46° 45′ 35″ N, 6° 40′ 9″ O; CH1903: 541216 / 179017
Höhe: 558 m ü. M.
Fläche: 5.62 km²
Einwohner: 694 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 123 Einw. pro km²
Website: www.pomy.ch
Pomy

Pomy

Karte
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Pomy ist eine politische Gemeinde im Distrikt Jura-Nord vaudois des Kantons Waadt in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Pomy liegt auf 558 m ü. M., 3 km südöstlich der Bezirkshauptstadt Yverdon-les-Bains (Luftlinie). Das Haufendorf erstreckt sich auf einer Hochfläche südlich des Höhenzuges des Montéla, im Molassehügelland des nördlichen Waadtländer Mittellandes.

Die Fläche des 5.6 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Hügellandes zwischen der Orbeebene und der Broye. Der zentrale Teil des Gebietes wird von einer weiten Hochfläche eingenommen, die nach Nordosten zum Tal von Cuarny, nach Südwesten zu demjenigen der Niauque abfällt. Dieser Bach, ein Zufluss des Buron, bildet die südwestliche Grenze. Im Süden erstreckt sich das Gemeindegebiet auf den Höhenrücken des Montéla und erreicht im Haut de Baume mit 642 m ü. M. den höchsten Punkt von Pomy. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 7 % auf Siedlungen, 16 % auf Wald und Gehölze und 77 % auf Landwirtschaft.

Zu Pomy gehören der Weiler Chevressy (579 m ü. M.) am Südwesthang des Montéla hoch über Yverdon, die Wohnsiedlung Calamin (500 m ü. M.) am Stadtrand von Yverdon sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Pomy sind Yverdon-les-Bains, Cuarny, Cronay, Ursins, Valeyres-sous-Ursins und Gressy.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 694 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Pomy zu den kleineren Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 95.4 % französischsprachig, 1.9 % deutschsprachig und 1.5 % italienischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Pomy belief sich 1900 auf 497 Einwohner. Nachdem die Bevölkerung bis 1980 auf 400 Personen abgenommen hatte, wurde seither wieder eine deutliche Bevölkerungszunahme registriert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Pomy war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau, der Obstbau und die Viehzucht eine wichtige Bedeutung in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Pomy ist seit 1985 Standort eines Berufsausbildungszentrums für Behinderte. In den letzten Jahrzehnten hat sich Pomy zu einer Wohngemeinde entwickelt. Zahlreiche Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die vor allem in Yverdon arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstrasse von Yverdon nach Moudon, die bei Pomy eine lokale Ortsumfahrung besitzt. Der Autobahnanschluss Yverdon-Sud an der 1981 eröffneten A1 (Lausanne-Yverdon) ist rund 3 km vom Ortskern entfernt. Heute wird das Gemeindegebiet vom 3 km langen Tunnel de Pomy der 2001 eingeweihten A1 (Yverdon-Payerne) unterquert. Durch einen Postautokurs, der von Yverdon nach Thierrens verkehrt, ist Pomy an des Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1184 unter dem Namen Pomierus. Später erschienen die Bezeichnungen Pomiers (1211), Pomer (1237) und Pomier (1453). Der Ortsname leitet sich vom lateinischen Wort pomarium (Obstgarten) ab und bezieht sich insbesondere auf Apfelbäume (französisch pommier).

Seit dem Mittelalter war Pomy Teil der Herrschaft Belmont. Auch die Abtei Montheron besass Grundrechte auf dem Gebiet des Dorfes. Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 gelangte Pomy unter die Verwaltung der Vogtei Yverdon. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime gehörte das Dorf von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde es dem Bezirk Yverdon zugeteilt. Im Rahmen einer Grenzbereinigung wurde der Hof La Grand-Fin 1964 von Pomy an Cuarny abgetreten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche Saint-Georges stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert, wurde später aber mehrfach umgebaut. Im Ortskern sind einige stattliche Bauernhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pomy VD – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Population résidante permanente par commune et origine, Vaud, 1950-2012 (XLS, 924 kB). Service cantonal de recherche et d’information statistiques (Statistiques Vaud). Kanton Waadt (Canton de Vaud). Abgerufen am 23. April 2013.