Porto Velho

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Dieser Artikel beschreibt die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Rondônia. Zum Erzbistum Porto Velho siehe unter Erzbistum Porto Velho.
Porto Velho
-8.7586111111111-63.88194444444485Koordinaten: 8° 46′ S, 63° 53′ W
Karte: Rondônia
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Porto Velho

Porto Velho im Bundesstaat Rondônia

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rondônia
Stadtgründung 2. Oktober 1914[1]
Einwohner 380.988 (2006)
Stadtinsignien
Brasão Porto Velho.png
Bandeira de Porto Velho.svg
Detaildaten
Höhe 85 m
Gewässer Rio Madeira
Zeitzone UTC-4
Stadtvorsitz Roberto Sobrinho
Website www.portovelho.ro.gov.br
Blick auf Porto Velho
Blick auf Porto Velho
Blick auf Porto Velho mit dem Rio Madeira
Blick auf Porto Velho mit dem Rio Madeira

Porto Velho ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Rondônia. Die Stadt hat rund 380.000 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Sie wurde 1914 als Hafen am Rio Madeira gegründet. Heute ist sie ein wichtiger Punkt der Transamazônica. Sie liegt auf einer Höhe von 85 Metern.

Es gibt zwei Legenden, die sich um die Entstehung ihres Namens ranken: Die eine spricht von einem Hafen, der aufgrund eines dort ansässigen und bekannten Bauers „Porto do Velho“ (Hafen des Alten) genannt wurde, die andere spricht von einem Sammelpunkt für das brasilianischen Heeres während des Paraguay-Krieges, nach dem Krieg blieb nur die Bezeichnung „Porto Velho“.

Ab dem 13. September 1943 wurde Porto Velho Hauptstadt des neuen „Território Federal do Guaporé“ und anschließend am 17. Februar 1956 Hauptstadt des neuen „Território Federal de Rondônia“.

Die Stadt profitierte in ihren frühen Jahren vom Kautschukboom, denn sowohl die Madeira-Mamoré-Eisenbahn (EFMM) als auch verschiedene Schiffsrouten für den Kautschuk-Abbau im nahegelegenen Urwald führten durch Porto Velho, wodurch die Stadt zu bescheidenem Reichtum gelangte. Die Eisenbahnlinie ist jedoch inzwischen stillgelegt. Es wurde ein 25 Kilometer langer Abschnitt für touristische Zwecke wiederhergestellt, aber auch dieser ist derzeit wegen Problemen mit den alten Dampflokomotiven aus Deutschland und den Vereinigten Staaten außer Betrieb.

Seit den 1980er-Jahren ist die Stadt wie der Bundesstaat Rondônia Ziel starken Zuzuges, vor allem aus dem Nordosten Brasiliens. Verarmte Bewohner der Bundesstaaten an den Küsten ziehen in die inneren Staaten, wo sie hoffen, Urwald in Plantagen umwandeln zu können und damit ein besseres Leben zu führen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nahe Sehenswürdigkeiten sind die Tempel Mãe Esperanza, Mãe Petronilha und Albertino.

Klima[Bearbeiten]

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 25,5 °C, die Niederschlagsmenge bei etwa 2000 Millimeter.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A Origem do Nome