Provinz Santa Fe

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Santa Fe
Basisdaten
Wappen

(Details)

Flagge

(Details)

Hauptstadt: Santa Fe (Argentinien)
Fläche:

 - Gesamt
 - Anteil an Argentinien

Rang 10 von 24

133 007 km²
4,8

Bevölkerung

 - Gesamt 2001
 - Dichte

Rang 3 von 24

3 000 701 Einwohner
22,5 Einwohner/km²

Chile Bolivien Paraguay Uruguay Brasilien Falklandinseln: de-facto Teil des Vereinigten Königreiches. Wird von Argentinien als Teil der Provinz Feuerland, Antarktis und südatlantische Inseln beansprucht Jujuy Salta Formosa Misiones Chaco Tucumán Catamarca Santiago del Estero Corrientes La Rioja Santa Fe Entre Ríos San Juan Córdoba San Luis Mendoza Buenos Aires Provinz Buenos Aires La Pampa Neuquén Río Negro Chubut Santa Cruz Feuerland, Antarktis und südatlantische InselnLage der Provinz Santa Fe
Über dieses Bild
ISO 3166-2-Code AR-S
Politik
Region Región Centro
Gliederung: 19 Departamentos
Gobernador Antonio Bonfatti
Internetpräsenz der Provinz Santa Fe

Santa Fe ist eine argentinische Provinz im östlichen Zentrum des Landes. Benachbarte Provinzen sind im Uhrzeigersinn von Norden Chaco, Corrientes, Entre Ríos, Buenos Aires, Córdoba und Santiago del Estero. Die Provinz ist Teil der Región Centro.

Sante Fe ist eine der bevölkerungsreichsten Provinzen des Landes. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt Santa Fe mit 380.000 Einwohnern (480.000 im Ballungsraum). Die größte Stadt der Provinz ist das im Süden gelegene Rosario (908.000 Einwohner, 1,2 Mio. im Ballungsraum).

Geografie[Bearbeiten]

Der reiche Süden der Provinz ist fruchtbar und gehört zur feuchten Pampa, mit vielfältiger Land- und Viehwirtschaft. Der Norden der Provinz gehört dagegen zur subtropischen Chaco-Ebene und ist nur dünn besiedelt. Größere Erhebungen gibt es in der gesamten Provinz nicht.

Das Klima ist gemäßigt bis subtropisch, mit warmen Sommern (23–27 °C) und milden Wintern (9–15 °C). Der jährliche Niederschlag liegt zwischen 800 mm im Südwesten und 1200 mm im Nordosten, dabei ist der Sommer deutlich feuchter als der Winter.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Provinz Santa Fe wurde in der Einwanderungswelle zwischen 1880 und 1920 nach Buenos Aires am zweitstärksten von europäischen Einwanderern besiedelt, viele davon in den zwei großen Städten Rosario und Santa Fe. Im Provinzinneren bildete sich jedoch auch viele sogenannte colonias, Kolonien von landwirtschaftlichen Siedlern, die ethnisch oft sehr homogen waren, d.h. sie wurden von Bewohnern eines und desselben Landes bewohnt, vor allem von Italienern, Schweizern und Deutschen. Viele dieser Kolonien wurden später zu Städten.

Der Mestizenanteil in Santa Fe ist ähnlich wie in der Provinz Buenos Aires als Folge dieser Einwanderung relativ gering. Er steigt jedoch heute durch Binnenwanderung vor allem in Rosario und Santa Fe an. Im Norden der Provinz gibt es eine geringe Anzahl von Ureinwohnern (Tobas). Der ehemalige Formel-1 Rennfahrer Carlos Reutemann war lange Zeit Gouverneur und Senator der Provinz.

Die Analphabetenrate der Provinz beträgt 3,7 % und liegt damit auf einem für Argentinien durchschnittlichen Niveau.

Größere Städte[Bearbeiten]

  • Rosario, Hafen- und Industriestadt und Kulturzentrum der Provinz, drittgrößte Stadt Argentiniens (1.250.000 Einwohner)
  • Santa Fe, die Provinzhauptstadt, vor allem administratives Zentrum, jedoch auch Industrie (500.000 Einwohner)
  • Reconquista, größte Stadt im Norden der Provinz (90.000 Einwohner)
  • Rafaela, ehemalige landwirtschaftliche Kolonie (75.000 Einwohner)
  • Venado Tuerto, größte Stadt im Südwesten der Provinz (70.000 Einwohner)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaftliches Zentrum ist der bedeutende Exporthafen Rosario, der daneben auch die Industrie der Provinz (insbesondere die Automobil- und Schwerindustrie) ballt, daneben befindet sich dort die bedeutendste Getreidebörse Argentiniens, deren Preise landesweit als Referenz gelten. Ein weiterer wichtiger Hafen ist die Hauptstadt Santa Fe, während das im Norden gelegene Reconquista als Hafenstadt an Bedeutung verloren hat, als Industrie- und Landwirtschaftszentrum jedoch weiterhin bedeutend ist.

Landwirtschaft wird in der gesamten Provinz betrieben, dabei dominieren im Süden Getreideanbau und Rinderzucht, während im Norden Baumwolle und Tabak angebaut werden. Ebenfalls im Norden ist die Forstwirtschaft von Bedeutung.

In den 1980er und 1990er Jahren wurde der Río Paraná zwischen Santa Fe und Rosario zur sogenannten Hidrovía ausgebaut, so dass er auf dieser Strecke für kleinere Hochseeschiffe befahrbar ist. Ab Rosario ist er auch für größere Schiffe schiffbar.

Verkehr[Bearbeiten]

Stark befahrene Fernstraßen der Provinz sind die zum größten Teil autobahnähnlich ausgebaute Ruta Nacional 9 (von Südost nach West, Verbindung mit Córdoba, San Miguel de Tucumán und San Salvador de Jujuy) sowie die in Rosario von dieser abzweigenden Ruta Nacional 34 (nach Profesor Salvador Mazza, Salta) und Ruta Nacional 11 (Ziel Clorinda, Formosa). Parallel zur Ruta 11 verbindet die Autobahn A029 die beiden größten Städte Rosario und Santa Fe. Die Ruta Nacional 19 verbindet Santa Fe direkt mit Córdoba und ist Teil einer geplanten Schnellverbindung, die bei ihrer Fertigstellung über argentinisches Territorium Chile mit Brasilien verbinden soll.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Die Provinz Santa Fe ist in 19 Departamentos untergliedert.

Verwaltungsgliederung der Provinz Santa Fe
Departamento Hauptstadt Fläche in km² Einwohner
Belgrano Las Rosas 2.386 41.449
Caseros Casilda 3.449 79.096
Castellanos Rafaela 6.600 162.165
Constitución Villa Constitución 3.225 83.045
Garay Helvecia 3.964 19.913
General López Melincué 11.558 182.113
General Obligado Reconquista 10.928 166.436
Iriondo Cañada de Gómez 3.184 65.486
La Capital Santa Fe 3.055 489.505
Las Colonias Esperanza 6.439 95.202
Nueve de Julio Tostado 16.870 28.273
Rosario (Santa Fe) Rosario 1.890 1.121.441
San Cristóbal San Cristóbal 14.850 64.935
San Javier San Javier 6.929 29.912
San Jerónimo Coronda 4.282 77.253
San Justo San Justo 5.575 40.379
San Lorenzo San Lorenzo 5.575 142.097
San Martín Sastre 4.860 60.698
Vera Vera 21.096 51.303

Geschichte[Bearbeiten]

Die einheimischen Stämme, die diese Region bewohnten waren die Tobas, die Timúes, Mocoviés, Pilagás, Guaycurúes und Guaraníes. Sie waren Nomaden und lebten von der Jagd, dem Fischfang und dem Sammeln von Früchten.

Die erste europäische Siedlung wurde 1527 am Zusammenfluss des Paraná und des Carcarana errichtet als Sebastien Gaboto bei seinem Weg nach Norden ein Kastell namens Sancti Spiritus gründete, das zwei Jahre später von den Ureinwohnern zerstört wurde.

1573 wurde von Juan de Garay die Stadt Santa Fe in der Umgebung der heutigen Stadt Cayastá gegründet, doch wurde die Stadt 1651 und 1660 an ihre heutige Stelle verlegt.

1812 schuf und breitete der Anwalt und General Manuel Belgrano das erste Mal die argentinische Flagge an den Ufern des Paraná in Rosario aus.

1815 während sich die Zentralregierung gegen den Aufstand unter Ignacio Alvarez Thomas wehren musste, übernahm Francisco Candioti, der Chef des lokalen Militärs, friedlich die Regierung und startete die Ära von Santa Fe als eine autonome Provinz. Diese Periode war nur von kurzer Dauer, da Candioti schon im selben Jahr starb und die Zentralregierung die abhängige Regierung wieder etablierte.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Santa Fe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

-31-61Koordinaten: 31° S, 61° W