Pyhäsalmi-Mine

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Alter Förderturm und Gebäude

Die Pyhäsalmi-Mine ist die tiefste Erz-Mine in Europa[1] (1444 m). Sie liegt gegenüber der Stadt Pyhäjärvi am Nordostufer des Pyhäjärvi-Sees im Süden der Provinz Oulu im Norden Finnlands. Die Zink- und Kupfer-Mine gehört Inmet Mining, einer kanadischen Bergwerksgesellschaft.

1958 entdeckte ein örtlicher Bauer beim Brunnenbau Erz in einem „Eisernen Hut“. Kurz nachdem eine Probe bei der Outokumpu Corporation abgeliefert worden war, ergaben die Analyse und eine genauere geologische Untersuchung eine massive vulkanische Sulfid-Erzlagerstätte, die reich an Zink und Kupfer war. 1959 wurde der Bau einer Mine beschlossen, die am 1. März 1962 eröffnet wurde.[2]

Die Pyhäsalmi-Mine wurde bis 1967 im Tagebau betrieben, dann begann der bergmännische Betrieb. Der offene Abbau wurde 1975 beendet. Mit den Jahren wurden immer größere Abbautiefen erreicht. Der so genannte Schacht Olli wurde 1985 fertiggestellt und brachte die Mine auf eine Tiefe 730 Meter. Neues Erz wurde aber noch tiefer entdeckt, und 1996 wurde eine Tiefe von 1050 Meter erreicht. Danach wurde der Schacht Timo abgeteuft, über den Lagerstätten zwischen 1050 und 1440 Meter ausgebeutet wurden. Der Bau von Schacht Timo wurde 2001 vollendet.[2] 2003 waren 38,2 Millionen Tonnen Erz abgebaut worden, die 1,2 % Kupfer, 3,1 % Zink, 0,46 Gramm pro Tonne Gold und 14,6 Gramm pro Tonne Silber enthielten; die verbliebenen Mengen werden auf 15,6 Millionen Tonnen Erz veranschlagt, was das Abbauende für 2018 erwarten lässt. In der Mine sind 212 Personen beschäftigt.

Die Mine beherbergt auch der Welt tiefstgelegene Sauna auf 1440 m. (Guinness-Buch der Rekorde)

Mineralfunde[Bearbeiten]

Bisher (Stand: 2010) konnten in der Pyhäsalmi-Mine 27 Minerale nachgewiesen werden. Für den Schwertmannit ist die Pyhäsalmi-Mine zudem Typlokalität.

Neben den gediegenen vorkommenden Elementen Arsen und Gold fanden sich dort auch Anthophyllit, Arsenopyrit (Arsenkies), Baryt (Schwerspat), Bournonit (Rädelerz, Spießglanzbleierz), Chalkopyrit (Buntkupfer(kies)), Calcit , Cordierit (Dichroit), Elektrum (Var. v.: Gold), Dolomit, Galenit (Bleiglanz), verschiedene Granate, Hessit (Tellursilber), Jordanit, Magnetit, Molybdänit, die Muskovitvarietät Serizit, die Schwefelkiese Markasit und Pyrit, Pyrrhotin (Magnetkies), Quarz, Seligmannit, Sphalerit (Zinkblende), Talk sowie verschiedene Turmaline.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://en.gtk.fi/ExplorationFinland/Moreinfo/pyhasalmi.html
  2. a b Pyhäsalmi MINE, Informationsblatt, Inmet Mining, 2002

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pyhäsalmi Mine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

63.66111111111126.034722222222Koordinaten: 63° 39′ 40″ N, 26° 2′ 5″ O