Quecksilber(I)-chlorid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Quecksilber(I)-chlorid | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Verhältnisformel | Hg2Cl2 | |||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer |
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| PubChem | 24956 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose geruchlose Kristalle[1] |
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 472,09 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
7,15 g·cm−3[1] |
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| Sublimationspunkt | ||||||||||||||||||||||
| Dampfdruck | ||||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
sehr schlecht in Wasser (2,3 mg·l−1 bei 20 °C)[2] |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| MAK |
0,1 mg·m−3[1] |
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| LD50 |
166 mg·kg−1[1] |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||||||
Quecksilber(I)-chlorid (Kalomel, „schönes Schwarz“ von altgriechisch kalos=„schön“ und melas=„schwarz“, früher auch süßes Quecksilber, Quecksilberchlorür oder Quecksilberhornerz) ist eine weiße, kristalline Verbindung, die sich in Wasser nur sehr wenig löst und bei ca. 380 °C sublimiert. Die Verhältnisformel lautet Hg2Cl2.
Im Licht verfärbt es sich allmählich dunkel bis schwarz (daher der Name Kalomel), weil es unter Disproportionierung zu elementarem Quecksilber und Quecksilber(II)-chlorid zerfällt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Vorkommen
Quecksilber(I)-chlorid kommt in der Natur als seltenes Mineral Kalomel vor, ein dunkelgraues Mineral, das bei höheren Quecksilber(I)-chlorid-Anteilen auch graugelb bis hellgelb sein kann. Noch seltener findet man sehr kleine reine Quecksilber(I)-chlorid-Kristalle in Drusen.
[Bearbeiten] Verwendung
Quecksilber(I)-chlorid wird in Kalomelelektroden zur Potentiometrie, zur Schädlingsbekämpfung, in der Pyrotechnik für grünleuchtende Fackeln, in der Porzellanmalerei zum Auftrag von Gold und als Katalysator verwendet.
[Bearbeiten] Medizin
Da es wegen seiner äußerst geringen Wasserlöslichkeit vom Körper kaum resorbiert wird, fand es vielfältige Anwendung in der Medizin: gegen Entzündungen in Nase und Rachen, als Abführmittel, zur Anregung der Gallenfunktion, gegen Brechdurchfall, bei Wassersucht, Milz-, Leber-, Lungenleiden und gegen Syphilis, sowie äußerlich gegen Hornhautflecken, Geschwüre und Feigwarzen.
Außerdem wurde es bis in die 1990er-Jahre als Spermizid in chemischen Verhütungsmitteln eingesetzt.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Datenblatt Quecksilber(I)-chlorid bei AlfaAesar, abgerufen am 9. Februar 2010 (JavaScript erforderlich).
- ↑ a b Datenblatt Quecksilber(I)-chlorid bei Merck, abgerufen am 9. Februar 2010.
- ↑ a b Eintrag zu CAS-Nr. 10112-91-1 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 22. April 2011 (JavaScript erforderlich).
- ↑ Eintrag zu CAS-Nr. 10112-91-1 im European chemical Substances Information System ESIS
[Bearbeiten] Literatur
- Holleman, Wiberg: Lehrbuch der anorg. Chemie. 91.–100. Auflage, deGruyter 1985, S. 1046, ISBN 3-11-007511-3.
- Fachlexikon ABC Chemie, Band 2, 3. Auflage, Harri Deutsch Frankfurt 1987, S. 957, ISBN 3-87144-899-0.
- J. G. Krünitz: Oeconomischen Encyclopädie. Berlin : Pauli, S. 1773–1858.
Quecksilber(I)-Verbindungen: Quecksilber(I)-fluorid | Quecksilber(I)-chlorid | Quecksilber(I)-bromid | Quecksilber(I)-iodid
Quecksilber(II)-Verbindungen: Quecksilber(II)-fluorid | Quecksilber(II)-chlorid | Quecksilber(II)-bromid | Quecksilber(II)-iodid