Glenn Hughes

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Glenn Hughes (2012)
Glenn Hughes (1995)

Glenn Hughes (* 21. August 1951 in Cannock, England) ist ein britischer Rockmusiker.

Biografie[Bearbeiten]

Glenn Hughes Karriere begann 1969 als Bassist und Sänger der britischen Rock-Formation Trapeze. Mitglieder waren unter anderem Mel Galley (Gitarre, Whitesnake & Phenomena) und Dave Holland (Schlagzeug, Judas Priest). Von 1973 bis 1976 war er Bassist und Sänger bei der Hardrockformation Deep Purple. Drei Studio-Alben wurden in dieser Zeit eingespielt (Burn, Stormbringer, Come Taste the Band), bevor sich Deep Purple kurz vor dem Tod des Gitarristen Tommy Bolin im Dezember 1976 auflösten. Hughes dynamische Kopfstimme prägte zusammen mit dem bluesigen Organ von John Lord den Sound von Deep Purple in dieser Zeit.

Weitere musikalische Stationen waren die Metal-Wegbereiter Black Sabbath, bei denen Hughes 1985 nach Ozzy Osbourne, Ronnie James Dio (Rainbow, Dio) und Ian Gillan (Deep Purple) die Rolle des Leadsängers übernahm und in dieser Position am Album Seventh Star beteiligt war, Hughes & Thrall, Gary Moore, The KLF, John Norum und das Hughes/Turner Project mit Joe Lynn Turner. Mit dem Black-Sabbath-Gitarristen Tony Iommi arbeitete Glenn Hughes 1996 und 2005 nochmals zusammen, um dessen Soloprojekte The 1996 DEP Sessions und Fused aufzunehmen. Glenn wirkte auch bei drei der vier von Tom Galley produzierten Phenomena-Projekten (Phenomena I, Phenomena II: Dream Runner und PsychoFantasy) mit.

1991 arbeiteten Hughes und Asia-Keyboarder Geoffrey Downes gemeinsam an Demos für ein Soloalbum Hughes'. Die Aufnahmen repräsentieren die neue Stilrichtung, die Hughes zu diesem Zeitpunkt einschlagen wollte und erinnern an Michael Bolton, mit einem gewissen Soul-Einfluss. Es blieb allerdings bei den Demos, die Aufnahmen wurden erst 1998 unter dem Titel The Work Tapes veröffentlicht. 1992 sang Hughes ein Solo-Album des Europe-Gitarristen John Norum ein, welches den Titel "Face The Truth" trägt. Im selben Jahr noch schlug er mit dem Album Blues den Solo-Pfad ein und veröffentlicht seitdem regelmäßig Solo-Alben, die je nach Laune mal eher funky oder mal eher hardrockig klingen. 1995 erschien das Album Feel, auf dem auch Gitarrist Pat Thrall zu hören ist, mit dem Hughes bereits 1982 das Hughes/Thrall-Album eingespielt hatte. Auf Feel findet sich Rock mit Jazz-, Blues-, Soul- und Funk-Einflüssen. Im selben Jahr hatte Hughes auch einige Gast-Rollen als Background-Sänger auf dem Richie Kotzen-Album Wave Of Emotion. Der Song Stoned, der auf diesem Album zu finden ist, wurde später von Hughes noch einmal solo neu vertont und ist auch auf seinem im Jahr 2000 erschienenen Album Incense And Peaches zu hören.

1998 ging der ehemalige Emerson, Lake & Palmer-Keyboarder Keith Emerson mit Hughes und dem Gitarristen Marc Bonilla auf Tournee, ein Studio-Album dieser Besetzung kam indessen nicht zustande. 2009 ist jedoch das Live-Album Boys Club Live From California mit Aufnahmen von der Tournee erschienen. Emerson ist auch auf Hughes' Album The Way It Is (1999) zu hören.

Musikalischer Hauptpartner von Hughes' war seit dem Album namens "Addiction" (veröffentlicht: 1996) lange Jahre der schwedische Gitarrist Joakim (J.J.) Marsh. Seit 2004 arbeitete Glenn Hughes auch häufig mit Chad Smith, dem Schlagzeuger der Red Hot Chili Peppers, zusammen.

2010 ging Hughes eine kreative Partnerschaft mit dem Gitarristen Joe Bonamassa, dem Schlagzeuger Jason Bonham (u.a. Led Zeppelin, UFO und Foreigner) und dem Keyboarder Derek Sherinian (u.u. Dream Theater) ein, mit denen er die Band Black Country Communion gründete. Das Debütalbum der Gruppe erschien am 16. Juni 2010, das dritte und letzte Album der Band, "Afterglow", im Oktober 2012. Im März 2013 wurde die Band nach dem Ausstieg von Joe Bonamassa offiziell aufgelöst. Glenn Hughes hatte Joe Bonamassa öffentlich mangelnden Einsatz für die Band unterstellt und dieser Vertrauensentzug führte letztendlich zum Ende der Band.

2014 gründete Hughes mit Bonham und dem Gitarristen Andrew Watt die Band California Breed[1], die als Nachfolgeprojekt von Black Country Communion verstanden werden kann.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

mit Trapeze:

  • 1970: „Trapeze“
  • 1970: „Medusa“
  • 1972: „You Are The Music... We're Just The Band“
  • 1974: „The Final Swing“
  • 1976: „Trapeze (1976 Album)“
  • 1998: „Live: Way Back To The Bone“ (Live 1972)
  • 1998: „Welcome To The Real World“ (Live 1992)

mit Deep Purple:

  • 1974: „Burn“ (Mk III)
  • 1974: „Stormbringer“ (Mk III)
  • 1975: „Come Taste The Band“ (Mk IV)
  • 1976: „Made in Europe“ (Live 1975, Mk III)
  • 1977: „Last Concert in Japan“ (Live 1975, Mk IV)
  • 1982: „Live in London“ (Live 1974, Mk III)
  • 1995: „On The Wings Of A Russian Foxbat“ (Live 1976, Mk IV)
  • 1996: „Mk III: The Final Concerts“ (Live 1975, Mk III)
  • 2001: „Live in Paris 1975“ (Live 1975, MkIII)
  • 2001: „This Time Around / Live In Tokyo“ (Live 1975, Mk IV)
  • 2002: „Days May Come And Days May Go“ (Rehearsals 1975, Mk IV)
  • 2003: „California Jam (Live 1974, MK III)
  • 2002: „1420 Beachwood Drive“ (Rehearsals 1975, Mk IV)
  • 2004: „Perks and Tit“ (Live 1974, Mk III)
  • 2007: „Live In San Diego 1974“ (Live 1974, Mk III)

mit Phenomena:

  • 1984: „Phenomena 1“
  • 1987: „Phenomena 2: Dream Runner“
  • 2006: „PsychoFantasy“

mit Black Sabbath und Tony Iommi:

  • 1986: „Seventh Star“
  • 2004: „The 1996 DEP Sessions“ (Aufnahmen von 1996)
  • 2005: „Fused“

mit Hughes Turner Project (HTP):

  • 2002: „Hughes Turner Project“
  • 2002: „Live In Tokyo“ (Live 2002)
  • 2003: „Hughes Turner Project 2“

mit Black Country Communion:

  • 2010: „Black Country Communion“
  • 2011: „2
  • 2012: „Live over Europe“ (Live 2011/2012)
  • 2012: „Afterglow“

Solo-Veröffentlichungen:

  • 1977: „Play Me Out“
  • 1992: „Blues“
  • 1994: „From Now On...“
  • 1995: „Burning Japan Live“ (Live 1994)
  • 1995: „Feel“
  • 1996: „Addiction“
  • 1999: „The Way It Is“
  • 2000: „Return Of Crystal Karma (R.O.C.K.)“
  • 2000: „A Soulful Christmas“
  • 2000: „From The Archives Vol.1 – Incense & Peaches“
  • 2001: „Building The Machine“
  • 2002: „Different Stages“
  • 2003: „Songs in the Key of Rock“
  • 2004: „Soulfully Live in the City of Angels“ (Live 2004, CD & DVD)
  • 2005: „Soul Mover“
  • 2005: „Freak Flag Flyin'“ (Live 2003)
  • 2006: „Music for the Divine“
  • 2007: „Live at the Basement“ (Live 2006) = „Live in Australia“ (Live 2006, CD & DVD)
  • 2008: „First Underground Nuclear Kitchen (F.U.N.K.)“
  • 2009: „Official Bootleg: Live in Wolverhampton: Full Band Show“
  • 2009: „Official Bootleg: Live in Wolverhampton: 'You Are The Music' An Evening of Trapeze“
    • als DVD „Live in Wolverhampton (Official Bootleg)“

weitere Projekte (Auswahl):

  • 1973: Roger Glover & Friends – „The Butterfly Ball“
  • 1982: Glenn Hughes & Pat Thrall – „Hughes/Thrall“
  • 1985: Gary Moore – „Run For Cover“
  • 1992: The KLF – „America: What Time Is Love?“ (SINGLE)
  • 1992: John Norum - „Face the Truth“
  • 1997: Glenn Hughes & Friends – „Tribute: Tommy Bolin“
  • 1998: Glenn Hughes & Geoff Downes – „The Work Tapes“ (Aufnahmen von 1991)
  • 2000: Voodoo Hill – „Voodoo Hill“
  • 2001: Nikolo Kotzev „Nikolo Kotzev's Nostradamus“
  • 2002: The Alchemist - „Songs From The West Side“
  • 2003: Aina - „Days of rising Doom“
  • 2004: Voodoo Hill - „Wild Seed Of Mother Earth“
  • 2005: Michael Men Project - „Made In Moscow“
  • 2005: Rata Blanca - „A Vivo en Teatro Gran Rex“ [DVD]
  • 2008: Robin George/Glenn Hughes – „Sweet Revenge“ (Aufnahmen von 1990)
  • 2009: Keith Emerson/Glenn Hughes/Marc Bonilla - „Boys Club Live From California“
  • 2009: Moonstone Project - „Rebel On The Run“
  • 2013: Device - „Device“

Das Doppel-Album „Different Stages“ (2002) bietet einen repräsentativen Querschnitt durch das musikalische Wirken von Hughes.

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. GLENN HUGHES And JASON BONHAM Launch CALIFORNIA BREED