Rødbyhavn

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Dänemark Rødbyhavn
Wappen fehlt
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Rødbyhavn (Dänemark)
Rødbyhavn
Rødbyhavn
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Sjælland
Kommune (seit 2007): Lolland
Koordinaten: 54° 40′ N, 11° 21′ O54.65944444444411.355Koordinaten: 54° 40′ N, 11° 21′ O
Einwohner: (2014[1]) 1.634
Postleitzahl: 4970 Rødby
Fährhafen von Rødbyhavn
Fährhafen von Rødbyhavn

Rødbyhavn ist ein dänischer Fährhafen am Fehmarnbelt und eine Ortschaft auf der Insel Lolland. Der als Hafen von Rødby gegründete Ort ist Teil der Lolland Kommune in der Region Sjælland.

Er liegt knapp fünf Kilometer südlich von Rødby und rund 20 Kilometer südlich vom Sitz der Lolland Kommune in Maribo. Mit dem 150 Kilometer entfernten Kopenhagen ist Rødbyhavn über Eisen- und Autobahn miteinander verbunden. Der Bahnhof des Fährhafens nennt sich Rødby Færge Station.

Die wichtigsten Erwerbsgrundlagen bilden die Fähren nach Puttgarden auf Fehmarn sowie der Hafen und damit verbundene Aktivitäten. Der Bau der Festen Fehmarnbeltquerung soll den Fährverkehr nach Deutschland ersetzen. Zu den produzierenden Unternehmen gehören eine Schiffswerft und eine Fischfabrik. Ein weiterer großer Arbeitgeber ist das an der Ostsee gelegene Ferienzentrum Lalandia im Westen von Rødbyhavn. Im Rødbygård von 1929 sind verschiedene Verwaltungseinrichtungen untergebracht.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum Baubeginn des Hafens im Jahr 1908 bestand die Gegend am Deich nur aus einzelnen Höfen. Bei Syltholm auf der Außenseite des Deiches, der nach der Sturmflut von 1872 errichtet wurde, konnte vier Jahre später im Jahr 1912 ein Fischerei- und Verkehrshafen eröffnet werden. Mit der Entstehung einer neuen Siedlung wurde der Ortsname von Syltholm in Rødbyhavn („Rødby Hafen”) geändert. 1916 wurde eine erste Schiffswerft errichtet, die bereits Mitte der 1920er Jahre wieder in Konkurs ging, was dazu führte, dass die Hafenaktivitäten stagnierten. 1920 wurde der Hafen um ein ins Land gebautes Hafenbecken erweitert.[3]

1941 begannen Vorarbeiten zur Errichtung größerer Hafenanlagen, die die Voraussetzung für eine Fährverbindung zwischen Rødbyhavn und Puttgarden schaffen sollten. In den Nachkriegsjahren kamen die Arbeiten zum Stehen und wurden erst wieder 1958 aufgenommen. Am 14. Mai 1963 konnte die Vogelfluglinie schließlich eingeweiht werden. Der Fährbetrieb schuf Arbeitsplätze und zog viele Zuwanderer an, was den Ort auf mehr als das Doppelte anwachsen ließ.[3]

Siehe auch: Rødby#Geschichte

Hafen[Bearbeiten]

Der Hafen befindet sich im Besitz der Reederei Scandlines Danmark A/S, die unter dem Dach der Scandlines GmbH steht und Fähren in der Ostsee betreibt. Neben dem Fährhafen Rødby Færgehavn gehören zum Standort die zwei westlich gelegenen Hafenbecken Vestre Havn und Nordre Havn. Zum Hafen, der vor der offenen See durch zwei Molen geschützt ist, führt eine 8,5 m tiefe und 1 km lange Fahrrinne. Rødbyhavn besitzt keinen eigenen Yachthafen; den Schiffen steht lediglich eine begrenzte Anzahl an Plätzen im Vestre und Nordre Havn zur Verfügung.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2. Den Store Danske: Rødbyhavn, abgerufen am 11. Oktober 2010 (dänisch)
  3. a b Lolland Kommune: Rødbyhavn, abgerufen am 11. Oktober 2010 (dänisch)
  4. Danske Havnelods: Rødbyhavn, abgerufen am 19. mai 2011 (dänisch)