Real Humans – Echte Menschen

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Seriendaten
Deutscher Titel Real Humans – Echte Menschen
Originaltitel Äkta människor
Produktionsland Schweden
Jahr(e) seit 2012
Produktions-
unternehmen
Matador Film AB, SVT, DR, YLE
Länge 58 Minuten
Episoden 20 in 2 Staffeln
Genre Science-Fiction
Produktion Stefan Baron, Henrik Widman
Idee Lars Lundström
Musik Rikard Borggård
Kamera Trolle Davidson
Erstausstrahlung 22. Januar 2012 auf SVT 1
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
4. April 2013 auf Arte
Besetzung

Real Humans – Echte Menschen (Originaltitel: Äkta människor, schwedisch für Echte Menschen) ist eine schwedische Drama-Serie mit Science-Fiction-Elementen aus dem Jahr 2012.

Zentrales Element der Serie ist, dass es menschenähnliche Roboter gibt, so genannte Hubots (Abkürzung für Human Robots = Menschliche Roboter). Sie können Aufgaben erledigen, die für gewöhnliche Maschinen zu kompliziert sind. So gibt es Haushaltsroboter, die staubsaugen, den Abwasch erledigen, im Garten arbeiten und Mahlzeiten zubereiten. Einige können auch Auto fahren und manche sind zu sexuellen Handlungen fähig. Es gibt Roboter für Baustellen und für die Altenpflege.

Handlung[Bearbeiten]

Erste Staffel[Bearbeiten]

Marie Robertson, die den Hubot Bea spielt

In einer nicht näher beschriebenen Gegend in Schweden: Die meisten Menschen haben sich an die Hubots gewöhnt, während andere ihnen ablehnend gegenüberstehen.

Leo, Mimi, Niska, Max, Flash und Gordon gehören zu einer Gruppe „freier“ Hubots, die eigene Entscheidungen treffen und somit ohne Besitzer leben können und sogar wollen. Dies ist illegal. So sind sie auf der Flucht vor der Polizei und auf der Suche nach der Möglichkeit, ihre Akkus zu laden. Während sie gewaltsam in ein Haus eindringen, um dort ihre Akkus zu laden, wird Mimi von zwei Schwarzmarkthändlern gestohlen. Leo und Max trennen sich von der Gruppe, um Mimi zu suchen. Der Rest der Gruppe verlässt am nächsten Morgen das Haus. Ohne dass die anderen davon wissen, tötet Niska die beiden Bewohner, damit diese nicht die Polizei informieren können.

Hans Engman besucht zusammen mit seinem Schwiegervater Lennart ein Hubot-Kaufhaus, um dort für Lennart einen Ersatz für dessen bisherigen Hubot Odi zu kaufen, der aufgrund von Funktionsstörungen Probleme macht. Der Verkäufer verkauft ihnen ein teures Modell, ihr Name ist Vera, mit Altenpflege-Funktionen und gibt dafür ein einfaches Modell zusätzlich gratis dazu, das Hans als Haushaltshilfe für die Familie verwenden möchte. Die Ehefrau von Hans, die Rechtsanwältin Inger, ist zunächst wenig begeistert und erlaubt nur widerstrebend, dass der Hubot bei ihnen bleiben darf. Sie geben ihm den Namen Anita. Sie ahnen nicht, dass Anita die neuprogrammierte Mimi ist.

Roger arbeitet in einem Warenlager, in dem zu seinem Ärger Hubots die meiste Arbeit erledigen. Seine Frau Therese verlässt ihn zusammen mit ihrem Sohn Kevin und dem Hubot Rick, den sie von Leo unerlaubterweise so umprogrammieren lässt, dass auch eine sexuelle Beziehung möglich ist. Roger schließt sich daraufhin einer Gruppe an, die sich gegen den Einsatz der Hubots wendet und lernt dort die bei der Polizeisondereinheit „EHURB“ (Enheten för hubotrelaterad brottslighet = Einheit für Hubot-Kriminalität) arbeitende Polizistin Bea und den Postboten Malte kennen. Die drei beschließen, eine Aktionsgruppe zu bilden und nicht nur zu protestieren, sondern ihre Mitmenschen auch durch Taten aufzurütteln.

Im Verlauf der zehn Episoden der ersten Staffel kreuzen sich die Wege der verschiedenen Protagonisten immer wieder. In mehreren sich ergänzenden Rückblenden erfährt man, dass Leo der biologische, aber auch künstlich geschaffene Sohn des Arztes David Eischer ist: Als Kind musste Leo zusehen, wie seine Mutter Beatrice (Bea) bei einem Badeunfall in einem See nahe dem Haus ertrank. Bei dem aussichtslosen Versuch sie zu retten, entkam Leo selbst nur knapp dem Tod durch Ertrinken. Leo wurde von dem Hubot Mimi an Land gebracht und fiel in ein dauerhaftes Koma. David Eischer, unwillig das Geschehene zu akzeptieren, entschloss sich, seinen Sohn wenigstens als Cyborg „zurück ins Leben zu holen“. Leo wurde im Zuge dessen von seinem Vater bei einer medizinischen Operation Roboter-Hardware eingesetzt. Auch wurde sein geschädigtes Gehirn durch einen digitalen Speicher ergänzt. Seine Frau Beatrice konnte David Eischer jedoch nicht mehr retten. Er entschloss sich daher, Bea als Hubot gänzlich neu zu erschaffen. Neben Leo und Bea schuf David Eischer auch die freien Hubots Mimi, Niska, Fred, Flash, Gordon, Marylyn und Max, die er alle mit seinen Initialen DE auf dem rechten Unterarm markierte. Durch eine von ihm weiterentwickelte Hubot-Software verbesserte er zudem die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten seiner „Geschöpfe“. Der Geheimdienst versucht mit allen Mitteln hinter das Geheimnis der freien Hubots zu kommen.

Am Ende wird Leo getötet und mit Ausnahme von Mimi, Bea, Marylyn, Gordon und Flash werden alle anderen freien Hubots zerstört. Doch Bea ist es gelungen, die Software zu retten, die aus normalen Hubots Geschöpfe mit eigener Persönlichkeit macht.

Zweite Staffel[Bearbeiten]

Sechs Monate später. Ein Computervirus breitet sich aus, der Hubots aggressiv macht. Mimi lebt bei der Familie Engman und bekommt eine Stelle in der Rechtsanwaltskanzlei, in der Inger arbeitet. Bea sucht den Quellcode von David Eischer und dessen Klon. Für ihr Ziel geht sie über Leichen. Flash möchte eine Familie gründen und verliebt sich in Douglas, der zunächst gar nicht bemerkt, dass sie ein Hubot ist.

Ausstrahlung[Bearbeiten]

Die Erstausstrahlung der ersten Staffel erfolgte ab dem 22. Januar 2012 beim schwedischen Sender SVT 1. Die deutsche Erstausstrahlung der ersten Staffel fand ab dem 4. April 2013 bei Arte statt. Die zweite Staffel wurde ab dem 1. Dezember 2013 auf SVT 1 und ab dem 15. Mai 2014 im deutschen Fernsehen erneut von Arte ausgestrahlt.[1]

Kritik[Bearbeiten]

„Die Serie ist originell, weil sie den alten Golem-Mythos (der Mensch schafft sich einen künstlichen Gefährten und verliert die Herrschaft über ihn) umdreht: Das Problem ist nicht die neue Maschine, das Problem ist der alte Mensch. Er hält nicht mit. Das Unechte ist das neue Echte: (…)“[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mario Giglio: Real Humans: Arte zeigt Staffel 2 des schwedischen Sci-Fi-Dramas. In: Serienjunkies.de. 19. März 2014. Abgerufen am 19. März 2014.
  2. Filmkritik von Iris Radisch, Die Zeit Nr. 16, 11. April 2013, abgerufen am 30. April 2013.