Demenz

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Klassifikation nach ICD-10
F00* Demenz bei Alzheimer-Krankheit
F01 Vaskuläre Demenz
F02* Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
F03 Nicht näher bezeichnete Demenz
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Eine Demenz ([deˈmɛnʦ], lat. dementia, zu demens „unvernünftig“ bzw. mens „Verstand“, de „von – weg“, „abnehmend“) ist ein psychiatrisches Syndrom, das bei verschiedenen degenerativen und nichtdegenerativen Erkrankungen des Gehirns auftritt. Demenz umfasst Defizite in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten und führt zu Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Maßgeblich ist der Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung. Heute sind verschiedene Ursachen von Demenzen geklärt; einige Formen können in gewissem Umfang behandelt werden, das heißt, die Symptome können im Anfangsstadium einer Demenz verzögert werden. Die häufigste Ursache einer Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Die Alzheimer-Demenz tritt in der Regel erst jenseits des 60. Lebensjahres auf. Sie zählt zu den gerontopsychiatrischen Störungen − seltenere Demenzformen können auch bei jüngeren Patienten auftreten.[1]

Demenzformen[Bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Demenzerkrankungen, deren häufigste und bekannteste die Alzheimer-Krankheit ist. Die wesentlichen Demenzerkrankungen, die sich in Ursache, Verlauf und Erkrankungsalter unterscheiden sind:[2]

Definition[Bearbeiten]

Die diagnostischen Kriterien für eine Demenz beinhalten Kombinationen von Defiziten in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, die zu einer Beeinträchtigung von sozialen und beruflichen Funktionen führen. Als Leitsymptom gilt die Gedächtnisstörung. Am Anfang der Erkrankung stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, so dass die Betroffenen zunehmend die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren.

Definition der Demenz nach ICD 10[Bearbeiten]

Demenz (ICD-10-Code F00-F03) ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Für die Diagnose einer Demenz müssen die Symptome nach ICD über mindestens sechs Monate bestanden haben. Die Sinne (Sinnesorgane, Wahrnehmung) funktionieren im für die Person üblichen Rahmen. Gewöhnlich begleiten Veränderungen der emotionalen Kontrolle, der Affektlage, des Sozialverhaltens oder der Motivation die kognitiven Beeinträchtigungen; gelegentlich treten diese Syndrome auch eher auf. Sie kommen bei Alzheimer-Krankheit, Gefäßerkrankungen des Gehirns und anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn und die Neuronen betreffen.

Definition der Demenz im DSM-IV[Bearbeiten]

Die kognitiven Defizite verursachen eine signifikante Beeinträchtigung der sozialen und beruflichen Funktionen und stellen eine deutliche Verschlechterung gegenüber einem früheren Leistungsniveau dar. Sie treten nicht im Rahmen einer rasch einsetzenden Bewusstseinstrübung oder eines Delirs auf. Zur Beeinträchtigung des Gedächtnisses muss noch mindestens eine der folgenden Störungen hinzukommen:

  • Aphasie: Störung der Sprache
  • Apraxie: beeinträchtigte Fähigkeit, motorische Aktivitäten auszuführen
  • Agnosie: Unfähigkeit, Gegenstände zu identifizieren bzw. wiederzuerkennen
  • Dysexekutives Syndrom: Störung der Exekutivfunktionen, d. h. Planen, Organisieren, Einhalten einer Reihenfolge

Häufigkeit[Bearbeiten]

Nach der Berliner Altersstudie (1996) steigt die Zahl der Menschen mit Demenz nach Altersgruppen aufgeschlüsselt folgendermaßen an:

Altersgruppe Anteil
Demenzerkrankter
65- bis 69-Jährige 1,2 %
70- bis 74-Jährige 2,8 %
75- bis 79-Jährige 6,0 %
80- bis 84-Jährige 13,3 %
85- bis 89-Jährige 23,9 %
über 90-Jährige 34,6 %

Es ist davon auszugehen, dass bisher bei über der Hälfte aller Senioren (älter als 65 Jahre) im allgemeinärztlichen Patientengut mit vorhandener Demenz nie eine solche Diagnose gestellt wurde.[3]

Entwicklung in Deutschland[Bearbeiten]

In der Bundesrepublik Deutschland ist mit einem Anstieg der Anzahlen der an Demenz erkrankten Personen auf voraussichtlich 3 Millionen im Jahr 2050 zu rechnen.[4] Jüngste Schätzungen (Stand: Februar 2014) gehen deutlich darüber hinaus.[5]

Unter den Mitgliedern der BARMER GEK Krankenkasse, die im Jahre 2009 mit über 60 Jahren verstarben, waren 47 % der Frauen und 29 % der Männer demenzkrank, zuvor waren davon jeweils ca. 90 % pflegebedürftig.[6]

Risikofaktoren und Prävention[Bearbeiten]

Hauptrisikofaktor für eine Demenz ist nach der vorherrschenden wissenschaftlichen Meinung das hohe Lebensalter.[7] Das Überwiegen des weiblichen Geschlechts unter den Betroffenen ist wahrscheinlich vor allem in der um einige Jahre höheren Lebenserwartung von Frauen begründet. Depressionen werden als Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz angesehen. Sie treten vor allem in frühen Demenzstadien gehäuft auf und können einer Demenz auch vorausgehen. Umgekehrt wird bei mangelhafter Abklärung oft alten Menschen mit psychischer Erkrankung fälschlicherweise die Diagnose Demenz zugewiesen, was sich damit zeigen kann, dass der Mini-Mental-Status-Test sich wieder stark verbessert.

Weitere Risikofaktoren sind darüber hinaus kardiovaskuläre Faktoren, wie Hypertonie, hoher Homocysteinspiegel, Niereninsuffizienz, Adipositas und Diabetes mellitus.[8][9][10][11][12] Eine Rolle spielen hierbei Defekte des Gefäßsystems, der beeinträchtigte Insulin-Metabolismus und Signalweg und ein Defekt im Glukosetransportmechanismus im Gehirn.[13]

Die derzeitigen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten können den Verlauf einer Demenz nur in einem sehr bescheidenen Ausmaß positiv beeinflussen. Deshalb kommt der Prävention der Demenz besondere Bedeutung zu, deren Eckpfeiler in der Einschränkung der Risikofaktoren besteht. Hierbei gelten heute als aussichtsreichste Strategien in erster Linie die Kontrolle der kardiovaskulären Risikofaktoren, Körperliche Aktivität (Sport), soziales Engagement, Kontrolle des Körpergewichts (Diät) und die frühzeitige Behandlung einer Depression.[14][15] Da auch das Tabakrauchen einen möglichen Risikofaktor für Demenzerkrankungen darstellt, trägt das Einstellen des Zigarettenkonsums ebenfalls zur Demenzprävention bei.[16][17][18] Auch eine aktuelle Studie bestätigt, dass vor allem Sport und ein gesunder Lebensstil (und damit auch die Vermeidung kardialer Risikofaktoren) einer Demenz vorbeugen kann.[19] Zu einem gesunden Lebensstil gehören neben der regelmäßigen körperlichen Bewegung auch noch Nikotinabstinenz, täglicher Verzehr von Obst und Gemüse und mäßiger Alkoholkonsum. Ein normales Körpergewicht verhindert den Abfall der kognitiven Funktionen laut dieser Studie nicht.

Eine im Jahr 2012 veröffentlichte Langzeitstudie weist auf einen Zusammenhang zwischen der Zahngesundheit und dem Demenzrisiko hin. Demnach ist das Risiko, an Demenz zu erkranken, um das 1,85-fache höher, wenn 13 oder mehr Zähne fehlen und die Lücken nicht mit festem Zahnersatz versorgt sind. Forschungsgegenstand waren 4425 japanische Einwohner, die etwa 65 Jahre alt waren und über 4 Jahre begleitet wurden. 220 von ihnen erkrankten an Demenz.[20]

Klassifikationen und Ursachen[Bearbeiten]

Es existiert eine Reihe von Einteilungen der Demenzen. Im deutschen Sprachbereich orientieren sich die Fachgesellschaften an der Ursache, die US-amerikanische Forschung orientiert sich am Ort der cerebralen Schädigung.

Klassifikation der Deutschen Gesellschaft für Neurologie[Bearbeiten]

Die Demenzformen werden laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie nach der Genese in vaskuläre, (neuro-)degenerative Demenzformen und Mischformen unterteilt.[21]

Vaskuläre Demenz (VAD)[22]

Degenerative Demenz[23][24]

Klassifikation nach ICD 10[Bearbeiten]

Nach ICD-10[25] werden die Demenzen unterteilt in

Sonstige Einteilungen[Bearbeiten]

In US-amerikanischer Literatur wird eine Unterteilung in kortikale und subkortikale Demenzen verwendet.[26][27] Diese unterscheiden sich nicht nur nach dem Ort der zerebralen Schädigung (Kortex versus Basalganglien), sondern auch nach deren klinischem Erscheinungsbild. Klassisches Beispiel für die kortikalen Demenzen ist die Alzheimer-Krankheit. Subkortikale Demenzen sind die subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie, die Demenz beim Parkinson-Syndrom, Normaldruckhydrocephalus, Morbus Wilson oder Chorea Huntington.

Eine Verbindung zwischen dementiellen Veränderungen und chronischem Nierenversagen scheint zu bestehen.[28][29]

Verbreitung[Bearbeiten]

Die häufigste Form einer Demenz ist die Alzheimer-Krankheit, die zweithäufigste mit zirka 20 Prozent ist die gefäßbedingte Demenz (vaskuläre Demenz).

Aus neuropathologischen Untersuchungen ist bekannt, dass die ersten Demenz-typischen Veränderungen im Gehirngewebe bereits im jungen Erwachsenenalter auftreten und mit zunehmendem Lebensalter stetig zunehmen. Zur Demenz kommt es erst, wenn ein großer Teil der Gehirnzellen zerstört ist. Der Zusammenhang des endgültigen kognitiven Abbaus mit einer neurodegenerativen Erkrankung kann momentan allerdings nur in einem Drittel der Fälle eindeutig hergestellt werden.[30]

Häufigste Ursachen der Demenz (Zahlen aktuell August 2005)
Alzheimer-Krankheit ca. 50–60 %
Vaskuläre Demenz ca. 20 %
Mischform beider o.g. ca. 15 %
Sekundäre Demenzen (Angaben und Zahlen nicht aktuell geprüft!)
Lewy-Körperchen-Erkrankung und Parkinson-Syndrom ca. 10–20 %
Frontotemporale Demenz ca. 5–10 %
Andere < 5 %

Die Angaben sind Schätzungen, da die Zuordnung im Einzelfall schwierig bis unmöglich ist und Mischformen häufig sind. (Zahlen aus den 90er Jahren)

Diagnostik[Bearbeiten]

Wichtige Hinweise zur Differentialdiagnose und zur Auswahl der bildgebenden Untersuchungsverfahren liefert die Krankengeschichte, wobei besonders die Angaben der Bezugspersonen zu berücksichtigen sind. Dem Betroffenen selbst fallen seine Gedächtnisstörungen oft nicht auf und/oder man kann kurzfristig bei Terminen in Hochform sein (bekanntes Phänomen bei Arztbesuchen). Andererseits ist es auch möglich, dass er seine Gedächtnisstörungen im Rahmen einer depressiven Verstimmung überschätzt. Technische Untersuchungen wie beispielsweise die Kernspintomografie oder Computertomografie des Kopfes oder die Elektroenzephalografie sind auch zur Differenzierung von anderen Gehirnerkrankungen sinnvoll.

Um keine behandelbare Ursache zu übersehen, sollten zumindest die folgenden Blutuntersuchungen vorliegen: Blutbild, Vitamin B12-Spiegel, Blutzucker, Leberwerte, Nierenwerte, Elektrolyte, Schilddrüsenhormone, CRP. Hilfreich zur Erhärtung eines ersten Verdachtes und auch zur Überprüfung des Fortschreitens einer Demenz sind neben der Krankengeschichte zunächst einfache psychometrische Testverfahren wie der MMSE, der Uhrentest oder DemTect. Solche einfachen und schnell durchführbaren Tests können dann auch zu Verlaufsuntersuchungen eingesetzt werden, zum Beispiel, um das Ansprechen auf Medikamente oder Therapieverfahren zu überprüfen.

Da sich in den vergangenen Jahren die diagnostischen Möglichkeiten massiv verbessert haben, ist heute eine Diagnose der Alzheimer-Krankheit bereits im Stadium der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) möglich. Zu den diagnostischen Verfahren für eine solche Diagnose vor Auftreten der Demenz gehören die Darstellung der Atrophie des medialen Temporallappens im MRT, die Messung von τ- und β-Amyloid im Liquor, die Darstellung kortikaler Stoffwechseldefizite in der Positronenemissionstomographie (PET) mit [18F]-Fluoro-2-desoxy-D-Glucose (FDG) sowie die Möglichkeit, Amyloid im Gehirn mit PET-Liganden in vivo sichtbar zu machen.[31] Darüber hinaus gibt es zunehmend Belege dafür, dass die subjektive Angabe eines Patienten, vergesslicher zu werden, ein zuverlässiger Parameter ist, um die Entwicklung einer Demenz sehr frühzeitig voraussagen zu können.[32] Damit ergibt sich die Hoffnung, schon sehr früh einer Demenz vorbeugen zu können, etwa mit einer kalorienreduzierten Kost oder auch etwas mehr körperlicher Aktivität.[33] Deutsche Wissenschaftler haben zudem einen klinischen Score entwickelt, mit dem in der Arztpraxis ohne technische Hilfsmittel bei älteren Menschen ohne Demenz das Auftreten eines Morbus Alzheimer mit rund 80-prozentiger Vorhersagegenauigkeit eingeschätzt werden kann.[34]

Die an ausgewählten Zentren verfügbare PET mit FDG ist zudem ein etabliertes Verfahren für die Differenzialdiagnose der Demenzen.[35] Damit lassen sich auch schon in Frühstadien Orte im Gehirn mit vermindertem Glucosestoffwechsel nachweisen und so eine Demenz vom Alzheimertyp oder eine frontotemporale Demenz (Morbus Pick) nachweisen. Demenzen durch Depressionen zeigen ein anderes Aktivitätsmuster im PET.

Zur Diagnose von Demenzen, die mit extrapyramidal motorischen Störungen einhergehen, wird die Szintigraphie mit J123 beta-CIT oder DAT-Scan, die J123-IBZM Szintigraphie und die PET mit L-Dopa eingesetzt. Damit kann ein Morbus Parkinson, die Multisystematrophie, eine progressive supranukleäre Blickparese und ein essentieller Tremor abgegrenzt werden.

Differentialdiagnostik[Bearbeiten]

Manche psychischen und neurologischen Störungen können mit einer Demenz verwechselt werden, z. B. folgende:

Symptome[Bearbeiten]

Im Vorfeld einer Demenz sind oft psychische Störungen zu beobachten, die häufig kaum von denen einer Depression unterschieden werden können, wie zum Beispiel Verlust von Interessen und Eigeninitiative, Reizbarkeit, Gefühl der Überforderung, Verlust der affektiven Schwingungsfähigkeit, depressive Verstimmungen.

Mehrspeichermodell des menschlichen Gedächtnisses

Kognitive Symptome[Bearbeiten]

Leitsymptom aller Demenz-Erkrankungen ist die Störung des Gedächtnisses, vor allem des Kurzzeitgedächtnisses. Die Vergesslichkeit ist zunächst etwas Normales. Oft ist zumindest in den Anfangsstadien die äußere Fassade der Person dabei gut erhalten, sodass die Gedächtnisstörungen im oberflächlichen Kontakt sehr gut überspielt werden können. Dies gelingt besonders gut den Menschen, die ihr Leben lang viele soziale Kontakte hatten – der verbindliche Umgangston ersetzt streckenweise den Inhalt der Botschaft (Kommunikation).

Später verlieren sich länger zurückliegende Gedächtnisinhalte. Wenn die Demenz fortschreitet, treten auch andere Störungen der Hirnfunktion hinzu, wie zum Beispiel Wortfindungsstörungen, Rechenstörungen, Störungen der Raumwahrnehmung und starke Müdigkeit, sodass sich die Betroffenen häufig verlaufen, besonders wenn in der ihnen über Jahrzehnte geläufigen Umgebung bauliche Veränderungen stattfinden.

Im weit fortgeschrittenen Stadium erkennen die Betroffenen schließlich nicht einmal ihre engsten Angehörigen wieder. Sie werden völlig apathisch, bettlägerig und inkontinent.

Die Demenz schränkt die Lebenserwartung ein. Die Demenz selbst ist aber keine Todesursache, sondern die durch die Demenz begünstigten Erkrankungen.

Motorische Symptome[Bearbeiten]

Auch motorische Störungen gehören meist zum Bild einer fortgeschrittenen Demenz, wenn es sich nicht um eine Demenz-Erkrankung handelt, die mit motorischen Störungen beginnt, wie zum Beispiel das Parkinson-Syndrom. Die Patienten werden zunehmend steif am ganzen Körper. Ihr Gang wird kleinschrittig, schlurfend und breitbeinig. Sie sind sturzgefährdet, auch weil es zu einer Störung der Haltereflexe kommt.

Verhaltensstörungen[Bearbeiten]

Die Verhaltensstörungen bei Demenzkranken werden BPSD (Behavioural and Psychological Symptoms of Dementia) genannt.[36] Darunter zählt man die Apathie (76,0 %), Aberrant motor behaviour (d. h. zielloses Herumirren, 64,5 %), Essstörung (Essen von Unessbarem, 63,7 %), Gereiztheit/Labilität (63,0 %), Agitation/Aggression (62,8 %), Schlafstörungen (53,8 %), Depression/Dysphorie (54,3 %), Angst (50,2 %), Wahn (49,5 %), Enthemmung (29,5 %), Halluzinationen (27,8 %), und Euphorie (16,6 %). Die Klammern beziehen sich auf die Prävalenz der 12 BPSD bei Alzheimer-Patienten.[37]

Psychotische Symptome können bei allen Demenzformen auftreten. Relativ typisch sind sie für die Lewy-Body-Demenz, die Demenzform beim Parkinson-Syndrom. Es handelt sich vor allem um optische Halluzinationen. Typischerweise sehen die Betroffenen zunächst vor allem im Zwielicht der Dämmerung nicht anwesende Personen, mit denen sie mitunter sogar Gespräche führen. Die Patienten können sich in diesem Stadium meist von ihren (Pseudo-)Halluzinationen distanzieren; das heißt, sie wissen, dass die Personen, mit denen sie sprechen, nicht anwesend sind. Später sehen sie Tiere oder Fabelwesen, Muster an den Wänden, Staubfussel. Schließlich erleben sie groteske, meist bedrohliche Dinge, zum Beispiel Entführungen. Diese szenischen Halluzinationen sind in der Regel sehr angstgefärbt. Die Patienten werden nicht selten aggressiv, wenn sie die sich in besten Absichten nähernden Angehörigen und Pflegenden in ihr Wahnsystem einbauen. Hier sind die Übergänge zum Delir fließend.

Demenz-Kranke verlieren ihre Eigeninitiative. Sie vernachlässigen ihre früheren Hobbys, ihre Körperpflege und das Aufräumen ihrer Wohnung. Schließlich sind sie nicht mehr in der Lage, sich ausreichend zu ernähren. Sie haben keinen Antrieb zum Essen, verlieren das Hungergefühl und vergessen schließlich, die Nahrung zu kauen und herunterzuschlucken. Sie magern ab und werden anfällig für internistische Erkrankungen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung. Verschiebungen im Tag-Nacht-Rhythmus können erhebliche pflegerische Probleme bereiten.

Erleben demenzkranker Menschen[Bearbeiten]

Wenn man versucht, sich in die Gefühlswelt demenzkranker Menschen hineinzuversetzen, fällt die Kommunikation mit ihnen leichter.

Für Demenzkranke sieht die Welt merkwürdig und unverständlich aus, weil sie die spezifische menschliche Wahrnehmungsfähigkeit, die Orientierung, verlieren. Sie können die Gegenstände, Situationen und Personen nicht in einen größeren Kontext einordnen. Aufgrund ihrer Erinnerungsstörungen ist ihnen der Zugriff auf früheres Wissen (semantisches Gedächtnis) und Erlebnisse (episodisches Gedächtnis- zurücklöschend) verwehrt, um sich mit deren Hilfe in der jetzigen Situation zurechtzufinden. Es fehlt das Wissen und die Sicherheit von Ressourcen, die der Bewältigung aktueller Situationen dienen. Oft verschwimmt der Unterschied zwischen Traum, Vergangenheit und Realität. Oft kommt es zu Halluzinationen. Im Umgang mit dementen Personen ist es oft nicht möglich, diesen die Irrealität der Halluzinationen zu erklären. Im Idealfall erfassen die Pflegenden die hinter den Halluzinationen stehende Stimmung und gehen auf diese ein.

Wenn der erkrankte Mensch noch in der Lage ist zu erkennen, dass er in einer Situation nicht angemessen reagiert hat, kann das bei ihm Unruhe und Resignation auslösen.

Demente benötigen viel Zeit für alle Reaktionen und Handlungen. In fortgeschrittenen Stadien ist beispielsweise eine ausreichende Ernährung auf natürlichem Weg nicht mehr möglich, weil die Betroffenen aufgrund ihrer schweren Antriebsstörung nicht mehr in der Lage sind, die Nahrung hinunterzuschlucken. Die Geduld und die zeitlichen Möglichkeiten der Pflegenden stoßen deswegen regelmäßig im Spätstadium an ihre Grenzen.

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, fühlen sich oft falsch verstanden, herumkommandiert oder bevormundet, da sie die Entscheidungsgründe der sie Pflegenden nicht erfassen können. Überraschend viele an Demenz erkrankte Personen können ihre Wünsche ausdrücken.[38] Manche sind noch in der Lage, zu spüren, wenn sich Mitmenschen langweilen oder von ihrem Verhalten peinlich berührt sind. Im Spätstadium geht immer mehr auch die Fähigkeit zum emotionalen Kontakt verloren, was für die Angehörigen sehr belastend sein kann.

Demenzkranke reagieren gelegentlich sehr verärgert, wenn man sie für Dinge verantwortlich macht, die sie inzwischen vergessen haben. Damit werden sie gleich doppelt in die Enge getrieben: einmal dadurch, dass ihnen vorgeworfen wird, absichtlich Fehler zu begehen, und zum anderen, weil sie mit ihren Schwächen – sich nicht erinnern zu können – konfrontiert werden.

Auch demenzkranke Menschen haben Gefühle. Besonders Depressionen sind ein häufiges Problem, oft bereits vor der Manifestation der Demenz, oft dann, wenn die Betroffenen ihren geistigen Verfall wahrnehmen. Da die Symptome einer Depression denen der Demenz ähneln, können beide Krankheiten bei unzureichenden Kenntnissen verwechselt werden. Je weiter die Demenz fortschreitet, desto mehr verflacht aber auch die Gefühlswelt und weicht parallel zu einer zunehmenden Interessenlosigkeit einer affektiven Indifferenz mit der Unfähigkeit, sich zu freuen oder traurig zu sein bzw. die Emotionen auszudrücken.

Der Umgang mit Demenzkranken sollte an deren verändertes Erleben angepasst sein. Als hilfreiche Methoden im Umgang mit Demenzkranken haben sich erwiesen: Validation, Biografiearbeit/Erinnerungspflege, Basale Stimulation und die Selbsterhaltungstherapie (SET) nach Barbara Romero.

Therapie[Bearbeiten]

Medikamentöse Therapie[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren stehen Medikamente gegen Demenz zur Verfügung (Antidementiva). Zum einen handelt es sich um zentral wirksame Cholinergica (Cholinesterasehemmer) wie Donepezil, Galantamin oder Rivastigmin, zum anderen Memantin. Bei diesem Präparat kam 2009 und auch 2010 das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen allerdings zu dem Schluss, dass es keinen Beleg für einen Nutzen der Memantin-Therapie bei Alzheimer-Demenz gebe.[39] Dabei zeigt die klinische Erfahrung, dass auf der einen Seite manche Patienten sehr gut von den Medikamenten profitieren, andere überhaupt nicht. Heilbar ist die Demenz zurzeit nicht, aber in vielen Fällen in ihrem Verlauf um 1 bis 2 Jahre aufzuhalten, wenn sie frühzeitig erkannt und behandelt wird.

Im späteren Verlauf zeigt sich, dass eine Behandlung mit den bisher bekannten Medikamenten keine Besserung bringt. Seit einiger Zeit steht auch eine Therapie mit einem wirkstoffhaltigen Pflaster zur Verfügung. Durch gleichbleibende Wirkspiegel treten weniger Nebenwirkungen auf, sodass eine höhere Dosierung möglich ist. Zugleich wird die Betreuung durch Pflegekräfte erleichtert, da die Anwendung des Pflasters häufig einfacher als die Verabreichung von Tabletten oder Lösungen ist. Ziel ist es, die kognitiven Fähigkeiten und die Alltagskompetenz der betroffenen Patienten zu verbessern.

Als in ihrer Wirkung umstritten gelten Knoblauch und Piracetam. Kontrovers diskutiert wird auch die Wirksamkeit von Ginkgo biloba. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kam 2008 zu dem Schluss, dass Patienten mit Alzheimer-Demenz von einer Therapie mit dem standardisierten Extrakt EGb 761 dann profitieren, wenn dieser regelmäßig in einer täglichen Dosierung von 240 Milligramm eingenommen wird.[40] Eine US-amerikanische Studie (GEM-Studie, „ Ginkgo Evaluation of Memory“) und ihre Subanalyse ergaben dagegen, dass der Extrakt im Vergleich zu Placebo während der mittleren Beobachtungszeit von sechs Jahren weder das Auftreten einer Alzheimer-Demenz[41] verhindern noch der Abnahme der geistigen Leistungen[42] entgegenwirken konnte. Die Autoren selbst wiesen jedoch auf einige methodische Schwächen ihrer Studie hin.

Auch die „Cochrane Collaboration“ kam 2008 allerdings zu dem Ergebnis, dass Ginkgo-biloba-Extrakte keine gesicherte Wirkung gegen eine Demenz hätten.[43] Alle beruhigenden Medikamente, die beispielsweise bei Schlafstörungen oder Verschiebungen des Tag-Nacht-Rhythmus gegeben werden, verschlechtern die kognitive Leistung. Dasselbe gilt für Neuroleptika mit anticholinerger Nebenwirkung, die manchmal bei Halluzinationen nicht zu umgehen sind. Die medikamentöse Behandlung der vaskulären Demenz entspricht einerseits der Behandlung der chronischen Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose), andererseits haben sich auch bei der Demenz Antidementiva als wirksam erwiesen, sowohl Acetylcholinesterasehemmer als auch Memantin.

Nicht-medikamentöse Therapie[Bearbeiten]

Um Krankheitszeichen günstig zu beeinflussen, das Wohlbefinden der Betroffenen zu verbessern und/oder Fähigkeiten (Ressourcen) so lange wie möglich zu erhalten, wurden verschiedene Formen von nicht-medikamentösen Interventionen entwickelt:[44]

Gedächtnistraining[Bearbeiten]

Gedächtnistraining unterscheidet sich dadurch von Gehirnjogging, dass es sich an ein erkranktes Publikum wendet oder zur Prävention eingesetzt wird, es hat nicht den Charakter eines Sports oder einer reinen Freizeitbeschäftigung. Ein Wirksamkeitsnachweis konnte für die Aufgaben erbracht werden, die geübt wurden, wie das Wiedererkennen von Gesichtern auf Fotos oder die Orientierung in der Umgebung. Die Alltagsrelevanz des Gedächtnistrainings in der sozialen Betreuung von Demenzerkrankten ist umstritten, da die Gefahr besteht, dass die Betroffenen mit ihren Defiziten konfrontiert werden und es eher zu einer Verschlechterung der Gesamtsituation führt, wenn sich die Betroffenen als Versager fühlen. Deshalb wird diese Methode der sozialen Betreuung von Demenzkranken nur in den Anfangsstadien der Krankheit und angepasst an die jeweilige Krankheitslage angewandt.

Biografiearbeit[Bearbeiten]

Durch Biografiearbeit kann man erfahren, welche Bedeutung bestimmte Verhaltensweisen für den dementen Menschen haben (Was bedeutet es, wenn Herr M. abends nicht schlafen gehen will? Will er signalisieren: „Ich vermisse noch meinen Schlaftrunk.“ oder meint er: „Ich vermisse beim Schlafengehen meine Ehefrau“?). Je gründlicher die Biografie sowie die Gewohnheiten und Eigenheiten eines Menschen bekannt sind, umso leichter kann man ihn verstehen. Auch hier ist wieder eine gründliche Dokumentation und eine enge Zusammenarbeit aller an der Pflege beteiligten Personen notwendig.[45] Der Ich-Pass, von Sigrid Hofmaier entwickelt, kann die Biografiearbeit im Alltag erleichtern: Mit klassischen Fragen, wie man sie aus Freundesalben kennt, zum Beispiel nach dem Lieblingsessen, Musikgeschmack oder Hobbys kann der Ich-Pass-Besitzer seine Vorlieben und Abneigungen festhalten. Das kann sehr hilfreich sein, wenn er sich zum Beispiel im Demenzfall nicht mehr artikulieren kann und auf fremde Hilfe angewiesen ist. Durch die Informationen aus dem Ich-Pass kann zum Beispiel das Pflegepersonal auch ohne Kontakt zu Angehörigen schnell einen guten Zugang zum Betroffenen erhalten.[46]

Daseinsthematische Begleitung[Bearbeiten]

Basierend auf der dynamischen Persönlichkeitstheorie des Entwicklungspsychologen Hans Thomae wurde von Andreas Kruse in einer Studie mit demenzkranken Menschen untersucht, inwieweit durch offene, vertrauensvolle Beziehungen der Ausdruck persönlicher, im Laufe des Lebens entwickelter Themen ermöglicht beziehungsweise gefördert wird.[47]

Konkret bezieht sich Daseinsthematische Begleitung auf Themen, Talente und charakteristische Muster, die einen Menschen im Laufe des Lebens geprägt haben und die bis zuletzt bleiben, auch wenn die konkreten Erinnerungen an die eigene Biografie verblassen. Beispiele für Daseinsthemen sind ein Auslandssemester, Fremdsprachenkenntnisse oder Ausdrucksformen.[48][49]

Validationstherapie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Validation (Medizin)

MAKS-Therapie[Bearbeiten]

Hauptartikel: MAKS-Therapie

ZIL Programm[Bearbeiten]

Das „ZIL“-Programm oder auch „Zurück ins Leben“ wurde speziell für die Betreuung und Förderung von Demenzkranken und Ihren Angehörigen entwickelt. Der Erfurter Forscher Steffen Pekruhl richtete seine Forschungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf die aktuellen Ursachen und Entwicklungen von Demenzerkrankungen und konnte dadurch sowohl ein entsprechendes Testmanual als auch eine Förderrichtlinie erarbeiten, die in ihrer Anwendung sowohl bei den Betroffenen, als auch bei den Angehörigen auf beeindruckende Resonanz stößt. Es handelt sich dabei um ein ganzheitliches Förderprogramm, das die vielfältig ausgeprägten Besonderheiten des Einzelnen berücksichtigt.

Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen[Bearbeiten]

Das Wichtigste im Umgang mit an Demenz Erkrankten ist Geduld. Durch Ungeduld seitens der Kontaktpersonen hat der Betroffene das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben – dies ist Ursache für Unzufriedenheit, Traurigkeit und Unwohlsein (kein Mensch macht gerne Dinge falsch).

Wichtig ist ferner, sich darüber im Klaren zu sein, dass die Betroffenen aufgrund ihrer Gedächtnisstörungen nur bedingt lernfähig sind. Das Meiste, was man ihnen sagt, haben sie innerhalb weniger Minuten wieder vergessen. Mit dementen Menschen ist daher nichts zuverlässig zu vereinbaren. Eine Konditionierung von Demenzkranken ist dennoch möglich; führt man einen Betroffenen immer wieder an einen Platz an einem Tisch und erklärt ihm, dies sei sein Platz, so ist es durchaus möglich, dass er sich diese Stelle in Zukunft selbst zum Sitzen aussucht. Auf die Frage: „Wo ist Ihr Platz?“ wird der Betroffene dennoch ausweichend antworten. Deswegen ist es sinnvoll, möglichst auf Fragen zu verzichten. Zur Kontrolle des Bewegungsspielraums können Weglaufschutzsysteme eingesetzt werden. Diese können ungewollte Folgen oder auch Gefahrensituationen vermeiden, wenn Angehörige oder in die Meldungskette eingebundene Personen rechtzeitig informiert werden.

Stella Braam, Tochter eines Betroffenen, schildert einige typische Missverständnisse zwischen (beruflich) Pflegenden und an Alzheimer leidenden Personen wie Bevormundung, Fixierung als vorgebliche Sicherheit vor Stürzen, unangepasste Beschäftigungsangebote und zu große, zu laute Personengruppen.[50]

Das Demenz-Paradoxon[Bearbeiten]

Der Hamburger Wissenschaftler Jens Bruder spricht im Zusammenhang mit der Demenz vom Alzheimer-Typ vom Demenz-Paradoxon. Damit ist die zunehmende krankheitsbedingte Unfähigkeit des erkrankten Menschen gemeint, den Verlust seines kognitiven Leistungsvermögens entsprechend wahrzunehmen und sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen.

Kommunikation[Bearbeiten]

Die Verständigung sollte dem jeweiligen Stadium der Demenz angemessen sein. Im leichten Stadium einer Demenz ist eine besondere Form der Kommunikation oft nicht notwendig, kann sogar eine Kränkung der Betroffenen darstellen, die sich in dieser Phase meist ihrer Defizite bewusst sind. Hilfreich ist es jedoch, auf übermäßige Nachfragen und Rechthaben zu verzichten, wenn ein vorübergehender Gedächtnisverlust bei dem von einer Demenz betroffenen Gesprächspartner offensichtlich ist.

Im mittelschweren Stadium einer Demenz sollte die Kommunikation von einer einfach strukturierten Sprache dominiert werden. Kurze Sätze ohne Nebensätze, klare, deutliche Formulierungen, der Verzicht auf Warum-Fragen[51] sind einfache Regeln hierfür. Menschen mit Demenz in einem mittleren Stadium sind aufgrund der kognitiven Veränderungen in der Regel nicht mehr Lage, Fremdwörter und lange Sätze mit einem komplexen Satzbau zu verstehen. Jeder Satz sollte nur eine Information enthalten. Also nicht: „Steh auf und zieh dir den Mantel an“ sondern nur „steh bitte auf“ und erst dann den nächsten Schritt. Meistens werden Sprichwörter und Redensarten besser verstanden als abstrakte Wendungen. Hilfreich ist es, sich Wendungen und Begriffe zu merken, die vom Demenzkranken verstanden wurden, um dann auf diese zurückzugreifen.

Ein Streitgespräch mit dem an Demenz erkrankten Menschen sollte unter allen Umständen vermieden werden, auch wenn er eindeutig im Unrecht ist; dies würde die Verwirrtheit und das unzufriedene „Gefühl“, das nach einem Streit bleibt (obgleich sich der Betroffene nicht mehr an den Streit selbst erinnern kann), verstärken. Für den demenzkranken Menschen ist der Streit auch deshalb sehr bedrohlich, weil er nicht auf die Erfahrung zurückgreifen kann, dass der Streit auch wieder vorbei geht, denn Demenzkranke leben fast ausschließlich in der Gegenwart. Zukunft hat für sie keine Bedeutung. Im Idealfall ist der Betreuende in der Lage, sich in die Gedankenwelt des Menschen mit Demenz einzufühlen, z. B. durch Validation.

Zu beachten ist ferner, dass Menschen mit Demenz ihre Fähigkeit, die nonverbale Kommunikation anderer Menschen zu deuten, nicht verlieren. Begleiter sollten daher bewusst auf ihre eigene Gestik und Mimik und andere körpersprachliche Elemente achten. Ein unbewusst verzogenes Gesicht oder ein unbewusste abwehrende Geste kann von Menschen mit Demenz fälschlich als bedrohlich empfunden werden. Dies ist vor allem im Zusammenhang mit dem sogenannten herausfordernden Verhalten zu beachten: Ein von Pflegenden als aggressiv, also herausfordernde empfundenes Verhalten eines Menschen mit Demenz hat oft seine Ursache im Verhalten des Pflegenden oder der Umgebung, dass vom Betroffenen als bedrohlich, gefährdend oder demütigend interpretiert wurde.[52]

Wenn eine Kommunikation über verbale Sprache kaum noch möglich ist, wird es umso wichtiger, die übrigen Sinne anzusprechen. Zugang kann auch über Schmecken, Riechen, Sehen, Hören, Tasten, Bewegung geschaffen werden, z. B. bekannte Volkslieder, bei denen die Betroffenen wahrlich aufblühen können. Allerdings ist auch hier zu beachten, dass sich einige Sinne verändern können. So spricht der Geschmackssinn vor allem auf süße Speisen an. Bei allen Reizen sollte darauf geachtet werden, nicht zu viele auf einmal einzusetzen. Eine Überlagerung verschiedener Sinneseindrücke kann bedrohlich wirken, da die verschiedenen Urheber nicht mehr getrennt und zugeordnet werden können. Ein Überangebot an Reizen führt damit eher zu Verwirrtheit als zu Stimulation. Es sollte also ein Gleichgewicht gefunden werden zwischen Überangebot und absoluter Reizarmut.

Die Umgebung sollte auf den Erkrankten angepasst werden. Man stelle sich die Situation vor, die z. B. beim Aufwachen in einem Seniorenheim entsteht: Ein Mensch wacht auf in einem fremden Zimmer ohne vertraute Gegenstände; ein Mensch (Pflegekraft) kommt herein, den er noch nie gesehen hat, und fängt – ohne zu fragen und vollkommen selbstverständlich – an, den Menschen zu waschen und anzukleiden. Die Pflegekraft sollte sich möglichst vorstellen und vorher in einfachen Sätzen erklären, was sie vorhat und auch weitere Handlungen kommentieren. Hier zeigt sich, wie wichtig das Einstreuen vertrauter Gegenstände in die nähere Umgebung des Erkrankten ist, um dessen Verwirrtheit und daher aufkeimende Angst zu bekämpfen, denn vertraute Gegenstände, Geräusche usw. geben Sicherheit. Wichtig ist auch eine gute Beleuchtung, da Schatten häufig zu Verunsicherung führen, da sie nicht eingeordnet werden können. Weiterhin nimmt bei Demenzkranken das räumliche, dreidimensionale Sehvermögen ab. Deshalb werden farbliche Veränderungen des Bodens häufig als Schwellen interpretiert. Es gilt also, den Patienten angstfrei und möglichst orientiert zu halten, um mit ihm arbeiten zu können.

Der Pflegeforscher Erwin Böhm setzt auf Kindheitsemotionen, um demenzkranke Senioren zu rehabilitieren. Böhm rät, in jungen Jahren ein so genanntes Sozigramm zu erstellen. Darin solle man genau vermerken, was einem als Kind und Jugendlicher Spaß gemacht hat. Diese Informationen können später verwendet werden, um Kindheitserinnerungen aufleben zu lassen. Dadurch entstehen Emotionen, die besonders Demenzkranke glücklich machen und ihnen neue Lebensenergie einflößen. Die Krankheit könne auf diese Weise zwar nicht geheilt, aber in ihren Auswirkungen vermindert werden.

Angehörige von Menschen mit Demenz[Bearbeiten]

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Überblick[Bearbeiten]

Unstrittig in der wissenschaftlichen Forschung ist, dass die Pflege eines von Demenz betroffenen Angehörigen eine besondere psychische wie physische Belastung darstellt.[53][54][55] Insgesamt werden etwa zwei Drittel aller von einer Demenz betroffenen Menschen zuhause betreut,[56] in der Regel von einem oder mehreren Angehörigen, oftmals auch mit zumindest zeitweiser Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes. In der Mehrzahl übernehmen Ehefrauen, Töchter oder Schwiegertöchter der betroffenen Menschen die Pflege. Dabei stellt sich das Belastungserleben für die verschiedenen Angehörigengruppen unterschiedlich dar. Am meisten gefährdet sind die Hauptpflegepersonen, bei denen inzwischen in Studien ein erhöhtes Risiko festgestellt wurde, später selbst an einer Demenz zu erkranken.[57] Aber auch die etwas weniger involvierten familiären Kontaktpersonen sind besondere Belastungen ausgesetzt. Studien liegen unter anderem für die Enkel von Erkrankten vor[58] und die Ehepartner der Betroffenen vor.[59]


Historisches[Bearbeiten]

Der Demenzbegriff wurde im 18. Jahrhundert in der Juristen- und Umgangssprache für jede Form geistiger Störungen verwendet. 1827 trennte Jean-Étienne Esquirol zwischen angeborenem und erworbenem Schwachsinn und führte démence als medizinischen Terminus für letzteren ein. Lange Zeit wurde in der deutschsprachigen Psychiatrie nur das Endstadium des intellektuellen Abbaus als Demenz bezeichnet. 1916 beschrieb Eugen Bleuler das unspezifische hirnorganische Psychosyndrom mit den Merkmalen kognitive Störung, emotionale Veränderung und Persönlichkeitswandel als psychopathologische Folge chronischer Gehirnerkrankungen. Sein Sohn Manfred Bleuler grenzte 1951 davon das hirnlokale Psychosyndrom ab und wies auf seine Ähnlichkeit mit den endokrin verursachten psychischen Störungen hin. Im Zuge der Entwicklung moderner Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-IV hat sich die Definition des Demenzsyndroms deutlich erweitert. Dieser Begriff beschreibt heute nicht mehr nur die schweren Fälle kognitiver Störungen, sondern jetzt ein erworbenes komplexes Störungsmuster höherer psychischer Funktionen. Die Störungen können sowohl reversibel als auch irreversibel sein, müssen aber das Gedächtnis betreffen und dürfen nicht mit einer Bewusstseinsstörung einhergehen. Außerdem muss die Bewältigung des Alltags beeinträchtigt sein.

Volkswirtschaftliche Auswirkungen[Bearbeiten]

Im vierten Altenbericht der deutschen Bundesregierung aus dem Jahr 2004 wurden die Behandlungs- und Pflegekosten für Demenzkranke auf 26 Milliarden Euro geschätzt. Ein großer Anteil hiervon, nämlich 30 % für Pflege, wurde aber bisher nicht ausgabenwirksam, da er durch Angehörige der Patienten erbracht wurde. Im Jahr 2010 werden voraussichtlich 20 % aller Bundesbürger über 65 Jahre alt sein und so die (noch fiktiven) Kosten bei gleichen Bedingungen auf 36,3 Milliarden Euro ansteigen. Aufgrund der sich verändernden Familienstrukturen (Single-Haushalte, Kleinfamilien) wird aber der Anteil der Pflegekosten zusätzlich ansteigen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Lehrbücher[Bearbeiten]

  • Naomi Feil, Vicki de Klerk-Rubin: Validation. Ein Weg zum Verständnis verwirrter alter Menschen. 9., überarbeitete und erweiterte Auflage. Reinhardt, München u. a. 2010, ISBN 978-3-497-02156-7.
  • Hans Förstl (Hrsg.): Demenzen in Theorie und Praxis. 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Springer, Berlin u. a. 2011, ISBN 978-3-642-19794-9.
  • Hans Förstl (Hrsg.): Lehrbuch der Gerontopsychiatrie und -psychotherapie. Grundlagen, Klinik, Therapie. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Thieme, Stuttgart u. a. 2003, ISBN 3-13-129922-3.
  • Esme Moniz-Cook, Jill Manthorpe: Frühe Diagnose Demenz. Rechtzeitige evidenzbasierte psychosoziale Intervention bei Menschen mit Demenz. Huber, Bern 2010, ISBN 978-3-456-84806-8.
  • Harmut Reinbold, Hans-Jörg Assion: Dementicum. Kompaktwissen über Demenz und Antidepressiva. PGV – PsychoGen-Verlag, Dortmund 2010, ISBN 3-938001-07-0.
  • Frank Schneider: Demenz. Der Ratgeber für Patienten und Angehörige. Verstehen, therapieren, begleiten. Herbig, München 2012, ISBN 978-3-7766-2688-9.
Pflege
  • Heidi Ahlborn: Tilla. Eiskönigin wider Willen. Erlebnisbericht. Eine wahre Geschichte über das Leben mit Demenz. Mira-Motta-Verlag, Friedland 2013, ISBN 978-3-9815410-0-7.
  • Erwin Böhm: Ist heute Montag oder Dezember? Erfahrungen mit der Übergangspflege. 9. Auflage. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2005, ISBN 3-88414-062-0.
  • Erwin Böhm: Alte verstehen. Grundlage und Praxis der Pflegediagnose. 9. Auflage. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2005, ISBN 3-88414-124-4.
  • Erwin Böhm: Verwirrt nicht die Verwirrten. Neue Ansätze geriatrischer Krankenpflege. 14. Auflage. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2006, ISBN 978-3-88414-097-0.
  • Thomas Buchholz, Ansgar Schürenberg: Basale Stimulation in der Pflege alter Menschen. Anregungen zur Lebensbegleitung. 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Huber, Bern 2013, ISBN 978-3-456-85302-4.
  • Gerald Gatterer, Antonia Croy: Leben mit Demenz. Praxisbezogener Ratgeber für Pflege und Betreuung. Unter Mitarbeit von Gabriela Neubauer, Michael Schmieder und Hans Georg Zapotoczky. Springer, Wien u. a. 2005, ISBN 3-211-00804-7.
  • Erich Grond: Pflege Demenzkranker. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Schlütersche, Hannover 2005, ISBN 3-89993-431-8 (Lehrbuch für Pflegeberufe).
  • Sven Lind: Demenzkranke Menschen pflegen. Grundlagen, Strategien und Konzepte. 2., korrigierte und ergänzte Auflage. Huber, Bern u. a. 2007, ISBN 978-3-456-84457-2.
  • Erika Steinbrecher: Behnkes Erben – Verwirrungen. Edition Godewind, Bad Kleinen 2012, ISBN 978-3-940206-47-3.

Fachgesellschaften[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Demenz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Deutsche Alzheimer Gesellschaft – Webseite [1] [2] Abgerufen am 4. September 2014
  2. Deutsche Alzheimer Gesellschaft [3] Abgerufen am 4. September 2014
  3. Boustani M et al 2003, Ann Intern Med
  4. Wegweiser Demenz, http://www.wegweiser-demenz.de/gesellschaft-und-demenz.html
  5.  Ralph Brinks, Sandra Landwehr: Age- and time-dependent model of the prevalence of non-communicable diseases and application to dementia in Germany.. März 2014 ([4]).
  6.  Rothgang, Heinz; Iwansky, Stephanie; Müller, Rolf; Sauer, Sebastian; Unger, Rainer: BARMER GEK Pflegereport 2010. Schwerpunktthema: Demenz und Pflege. In: BARMER GEK (Hrsg.): Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse. 5, Asgard-Verlag, Schwäbisch Gmünd November 2011, ISBN 978-3-537-44105-8, 6, S. 12–13 (256), DNB 1003048218 (PDF).
  7. Dass das Alter der größte Risikofaktor für eine Demenz ist, wird von einigen Autoren wie Wissenschaftlern nicht mehr als selbstverständlich angenommen. So wird z. B. angeführt, dass zwar eine Korrelation zwischen hohem Lebensalter und Manifestation einer Demenz zu beobachten sein, dass daraus aber nicht automatisch eine Kausalität geschlossen werden könne. Als Gegenbeispiel für die These des Lebensalters als Hauptrisikofaktor werden auch die immer wieder die hochaltrigen Einwohner der japanischen Insel Okinawa angeführt, bei denen eben keine Kausalität hohes Lebensalter = manifeste Demenz. Nehls, M.: Die Alzheimer-Lüge. Die Wahrheit über eine vermeidbare Krankheit.. Heyne, 2014.
  8. Anne M Murray, David S Knopman: Cognitive impairment in CKD: no longer an occult burden. In: American Journal of Kidney Diseases. 56, Nr. 4, 2010, ISSN 1523-6838, S. 615–618. doi:10.1053/j.ajkd.2010.08.003. Abgerufen am 10. September 2011.
  9. M. F. Elias et al.: Obesity, diabetes and cognitive deficit: The Framingham Heart Study. In: Neurobiol Aging.. 26, Nr. 1, 2005, S. 11–16. PMID 16223549.
  10. P. A. Wolf et al.: Relation of obesity to cognitive function: importance of central obesity and synergistic influence of concomitant hypertension. The Framingham Heart Study. In: Curr Alzheimer Res.. 4, Nr. 2, 2007, S. 111–116. PMID 17430232.
  11. F. Irie et al.: Enhanced risk for Alzheimer disease in persons with type 2 diabetes and APOE epsilon4: the Cardiovascular Health Study Cognition Study. In: Arch Neurol. 65, Nr. 1, 2008, S. 83–89. PMID 18195144.
  12. W. L. Xu et al.: Uncontrolled diabetes increases the risk of Alzheimer's disease: a population-based cohort study. In: Diabetologia.. 52, Nr. 6, 2009, S. 1031–1039. PMID 19280172.
  13. E. K. Naderali et al.: Obesity and Alzheimer's Disease: A Link Between Body Weight and Cognitive Function in Old Age. In: Am J Alzheimers Dis Other Demen.. Epub ahead of print, 2009. PMID 19801534.
  14. L. E. Middleton, K. Yaffe: Promising strategies for the prevention of dementia. In: Arch Neurol.. 66, Nr. 10, 2009, S. 1210–1215. PMID 19822776.
  15. H. S. Kirshner: Vascular dementia: a review of recent evidence for prevention and treatment. In: Curr Neurol Neurosci Rep.. 9, Nr. 6, 2009, S. 437–442. PMID 19818230.
  16. L. Flicker: Life style interventions to reduce the risk of dementia. In: Maturitas.. 63 (Epub ahead of print), Nr. 4, 2009, S. 319-322. PMID 19631480.
  17. A. D. Korczyn: Is dementia preventable?. In: Dialogues Clin Neurosci.. 11, Nr. 2, 2009, S. 213–216. PMID 19585956.
  18. A. Alonso et al.: Cardiovascular risk factors and dementia mortality: 40 years of follow-up in the Seven Countries Study. In: J Neurol Sci.. 280 (Epub), Nr. 1–2, 2009, S. 79–83. PMID 19251275.
  19. Peter Elwood, Julieta Galante, Janet Pickering, Stephen Palmer, Antony Bayer, Yoav Ben-Shlomo, Marcus Longley, John Gallacher, Krish Sathian: Healthy Lifestyles Reduce the Incidence of Chronic Diseases and Dementia: Evidence from the Caerphilly Cohort Study. In: PLoS ONE. 8, 2013, S. e81877, doi:10.1371/journal.pone.0081877.
  20. Yamamoto, T. et al.: Association between self-reported dental health status and onset of dementia: a 4-year prospective cohort study of older Japanese adults from the Aichi Gerontological Evaluation Study (AGES) Project. In: Psychosom. Med.. 74, Nr. 3, 2012, S. 241–248.
  21. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie; Deutsche Gesellschaft für Neurologie; 4. überarbeitete Auflage, ISBN 978-3-13-132414-6; Georg Thieme Verlag Stuttgart
  22. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie – Diagnostik vaskulärer Demenzen – Stufe 1; Deutsche Gesellschaft für Neurologie; 4. überarbeitete Auflage, ISBN 978-3-13-132414-6; Georg Thieme Verlag Stuttgart
  23. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie – Diagnostik degenerativer Demenzen – Stufe 1; Deutsche Gesellschaft für Neurologie; 4. überarbeitete Auflage, ISBN 978-3-13-132414-6; Georg Thieme Verlag Stuttgart
  24. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie – Therapie neurodegenerativer Demenzen – Stufe 1; Deutsche Gesellschaft für Neurologie; 4. überarbeitete Auflage, ISBN 978-3-13-132414-6; Georg Thieme Verlag Stuttgart
  25. DMIDI/WHO: Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen (F00-F09) (deutsch) 2005. Abgerufen am 16. September 2009.
  26. In: J. L. Cummings, ed. Subcortical dementia. New York: Oxford University Press, 1990
  27. Albert ML. Subcortical dementia: historical review and personal view. Neurocase 2005; 11 (4): S. 243–245.
  28. Joshua I Barzilay, Annette L Fitzpatrick, Jose Luchsinger, Sevil Yasar, Charles Bernick, Nancy S Jenny, Lewis H Kuller: Albuminuria and dementia in the elderly: a community study. In: American Journal of Kidney Diseases: The Official Journal of the National Kidney Foundation. 52, Nr. 2, 2008, ISSN 1523-6838, S. 216–226. doi:10.1053/j.ajkd.2007.12.044. Abgerufen am 8. November 2008..
  29. Manjula Kurella Tamura, Virginia Wadley, Kristine Yaffe, Leslie A McClure, George Howard, Rodney Go, Richard M Allman, David G Warnock, William McClellan: Kidney function and cognitive impairment in US adults: the Reasons for Geographic and Racial Differences in Stroke (REGARDS) Study. In: American Journal of Kidney Diseases: The Official Journal of the National Kidney Foundation. 52, Nr. 2, 2008, ISSN 1523-6838, S. 227–234. doi:10.1053/j.ajkd.2008.05.004. Abgerufen am 8. November 2008.
  30. Patricia A. Boyle, Robert S. Wilson u. a.: Much of late life cognitive decline is not due to common neurodegenerative pathologies. In: Annals of Neurology. 2013, S. n/a–n/a, doi:10.1002/ana.23964.
  31. H.-J. Gertz und A. Kurz: Diagnose ohne Therapie Frühdiagnostik der Alzheimer-Krankheit im Stadium der leichten kognitiven Beeinträchtigung. Der Nervenarzt. 2011, doi:10.1007/s00115-010-3213-3.
  32. Frank Jessen u. a.: Prediction of Dementia by Subjective Memory Impairment. Arch Gen Psychiatry 2010. 67; 414–422
  33. Kirk I. Erickson u. a.: Exercise training increases sizie of hippocampus and improves memory. PNAS January 2011, doi:10.1073/pnas.1015950108.
  34. Frank Jessen et al.: Prediction of dementia in Primary Care Patients. PLoS ONE: Research Article, published 18 Feb 2011/10.1371/journal.pone.0016852
  35. 18F-FDG PET Studies in Patients with Extratemporal and Temporal Epilepsy: Evaluation of an Observer-Independent Analysis
  36. J. L. Cummings: The Neuropsychiatry of AD and Related Dementias. Taylor & Francis, London 2003
  37. A. Mirakhur, D. Craig, D. J. Hart, S. P. McLlroy, A. P. Passmore: Behavioural and psychological syndromes in Alzheimer's disease. Int J Geriatr Psychiatry. 2004 Nov; 19 (11): S. 1035–9.
  38. Maren Niebuhr (Hrsg.): Interviews mit Demenzkranken. Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen aus Sicht der Betroffenen. Eine qualitative Untersuchung zur subjektiven Lebensqualität von Demenzkranken. Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln, 2004. 205 Seiten. ISBN 978-3-935299-65-7.
  39. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: Abschlussbericht zu Memantin bei Alzheimer Demenz. [5]
  40. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: Abschlussbericht zu ginkgohaltigen Präparaten bei Alzheimer-Demenz. 2008. [6]
  41. Steven T. DeKosky u. a.: Ginkgo biloba for Prevention of Dementia. JAMA. 2008;300(19): S. 2253–2262. [7]
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  43. J. Birks u. a.: Ginkgo biloba for cognitive impairment and dementia. Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 1. Art. No.: CD003120. doi:10.1002/14651858.CD003120.pub3.
  44. E. Grässel, J. Wiltfang, J. Kornhuber: Non-drug therapies for dementia: an overview of the current situation with regard to proof of effectiveness. Dementia and Geriatric Disorders 15 (2003) S. 115-125, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12584426
  45. Thiemes Altenpflege (Herausgegeben von Ilka Köther), Auflage von 2005
  46. Hilfe für Demenzkranke Der Ich-Pass für den Notfall http://www.taz.de/!37705/
  47. Sonja Ehret, Andreas Kruse: Die daseinsthematische Methode als Grundlage für die Stärkung der Beziehung zwischen dem demenzkranken Menschen und seinen Angehörigen. (PDF; 2,5 MB) Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg 2008.
  48. Sonja Ehret: Die Daseinsthemen – der Stoff, aus dem die Persönlichkeit ist
  49. Sonja Ehret: Daseinsthemen und Daseinsthematische Begleitung bei Demenz. In: A. Kruse (Hrsg.): Lebensqualität bei Demenz? Zur Auseinandersetzung des Menschen mit Grenzsituationen. Akademische Verlagsgesellschaft, Heidelberg 2010.
  50. Stella Braam: Ich habe Alzheimer. Wie die Krankheit sich anfühlt. Weinheim, Beltz, 2007 (Niederländisch 2005). 192 Seiten. ISBN 3-407-85763-2
  51. Sabine Engel: Alzheimer und Demenzen. Unterstützung für Angehörige. Trias-Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8304-3983-7., S. 115
  52. Siehe dazu die Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausfordendem Verhalten bei Menschen mit Demenz in der stationären Altenpflege der Expertengruppe im Auftrag des BM für Gesundheit
  53.  Sabine Engel: Belastungserleben bei Angehörigen Demenzkranker. 1 Auflage. LIT, Berlin 2007, ISBN 978-3-8258-0252-3, S. 384.
  54. Elisabeth Stechl, Catarina Knüvener et al: Praxishandbuch Demenz. Erkennen – Verstehen – Behandeln. Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-86321-038-0.
  55. R. Mahlberg, H. Gutzmann (Hrsg.): Demenzerkrankungen erkennen, behandeln und versorgen. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7691-0563-6.
  56. R. Mahlberg, H. Gutzmann (Hrsg.): Demenzerkrankungen erkennen, behandeln und versorgen. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7691-0563-6., S. 222
  57. ebd.
  58.  Elisabeth Philipp-Metzen: Die Enkelgeneration im ambulanten Pflegesetting bei Demenz. Ergebnisse einer lebensweltorientierten Studie. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-16118-1, S. 412.
  59.  Luitgard Franke: Demenz in der Ehe. Über die verwirrende Gleichzeitigkeit von Ehe- und Pflegebeziehung. Eine Studie zur psychosozialen Beratung für Ehepartner von Menschen mit Demenz. 2 Auflage. Mabuse-Verlag, Frankfurt/ M. 2014, ISBN 978-3-938304-49-5, S. 454.