Reggie Workman

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Reggie Workman mit dem Tenorsaxophonisten Pharoah Sanders und dem Schlagzeuger Idris Muhammad 1978

Reginald David Workman (* 26. Juni 1937 in Philadelphia) ist ein amerikanischer Jazzbassist und Hochschullehrer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Workman erhielt als Kind Klavierunterricht und lernte auf der High School zunächst Tuba, bevor er sich dem Kontrabass zuwendete. Er spielte zunächst bei Al Grey, dann in Rhythm & Blues-Gruppen. Er ging dann nach New York City, wo er bei Lee Morgan wirkte. Dann arbeitete er für Jackie McLean, Kenny Dorham, Gigi Gryce (1958/59), Red Garland (1959), Roy Haynes und John Coltrane (Africa/Brass1960/61). Er war dann Mitglied der Band von James Moody, bevor er von 1962 bis 1964 (Free for All) bei den Jazz Messengers von Art Blakey spielte und mit ihnen auch auf Japan- und Europatournee ging. Anschließend war er Mitglied der Gruppen von Al Heath, Yusef Lateef (1965) , Herbie Mann (1966) und Thelonious Monk (1967). Er nahm außerdem mit Musikern wie Eric Dolphy, Elvin Jones, Freddie Hubbard, Wayne Shorter (JuJu, 1964 und Adam's Apple, 1966), Lee Morgan (Search for the New Land 1964), Bill Dixon, Roy Ayers, Archie Shepp, Andrew Hill, Gary Bartz, Pharoah Sanders (Karma, 1969) oder Bobby Hutcherson auf und schloß sich dem New York Jazz Quartet und dem Jazz Composer’s Orchestra an. Zu Beginn der 1970er absolvierte er ein Universitätsstudium und spielte in den Bands von Alice Coltrane, Charles Tolliver und Max Roach. Anschließend arbeitete er für Babatunde Olatunjis Center for African Cultures.

Seit 1987 ist er Professor an der New School for Social Research. Daneben unterhielt er weiter musikalische Projekte, mit denen er auch aufnahm, so “Duet” mit Dee Dee Bridgewater, “Super Jazz Trio” mit Tommy Flanagan und Joe Chambers und “Images” mit Marilyn Crispell, Don Byron, Gerry Hemingway und Jeanne Lee. Unter den Aufnahmen der 1990er Jahre müssen besonders die CDs mit Mal Waldron erwähnt werden, die zum Teil in Europa entstanden. Darüber hinaus spielte Workman mit Musikern unterschiedlicher Stilrichtungen wie Aki Takase, Marion Brown, Horace Tapscott, Hank Jones, Frank Wess, Edward Vesala, Derek Bailey oder Living Colour. Unter Reggie Workmans Namen erschienen nur wenige Platten.

Seine Tochter ist die Cellistin Nioka Workman.

Diskografische Hinweise[Bearbeiten]

  • Conversation (Denon)
  • The Works of Workman (Denon)
  • Synthesis (Leo Records, 1986)
  • Images (Music & Arts, 1989)
  • Live in San Francisco (Music & Arts CD 633)
  • Altered Spaces (Leo, 1992)
  • Summit Conference (Postcards, 1993)
  • Cerebral Caverns (Postcards, 1995)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reggie Workman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien