Reinhard Brandt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Reinhard Brandt (* 10. April 1937 in Klein Gladebrügge bei Bad Segeberg) ist ein deutscher Philosoph.

Leben[Bearbeiten]

Brandt studierte Griechisch, Latein und Philosophie an den Universitäten Marburg, München und Paris. 1965 promovierte er über die Aristotelische Urteilslehre. Die Habilitation erfolgte über eine unveröffentlichte Arbeit zu David Humes theoretischer Philosophie.

Ab 1972 war Brandt als Professor für Geschichte der Philosophie in Marburg tätig. Im Jahre 2003 wurde er pensioniert. Er lehrte auch an verschiedenen anderen Universitäten, darunter Universidad Simón Bolívar (Caracas), Indiana University (Bloomington), Bielefeld, Padua, Venedig, Halle, Canberra, München und Rom (Roma III). Sein Forschungsschwerpunkt ist die Philosophie Immanuel Kants. Jüngst veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze zu Kant in italienischer Sprache.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

als Autor[Bearbeiten]

  • Wozu noch Universitäten?: Ein Essay Felix Meiner Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3787321421. Jutta Limbach: Rezension, FAZ vom 19. Aug. 2011.
  • Immanuel Kant. Was bleibt? Felix Meiner Verlag, Hamburg 2010, ISBN 978-3-7873-1956-5.
  • Universität zwischen Selbst- und Fremdbestimmung. Kants „Streit der Fakultäten“. Mit einem Anhang zu Heideggers Rektoratsrede[1]. Akademie-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-05-003859-4.
  • Philosophie. Eine Einführung. Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 3-15-018137-2.
  • Immanuel Kant. Política, Derecho y Antropología. Plaze y Valdes, Mexiko-Stadt 2001, ISBN 968-856-851-1 (Vorwort und Übersetzung von Gustavo Leyva).
  • Philosophie in Bildern. Von Giorgione bis Magritte. 2. Auflage DuMont, Köln 2004, ISBN 3-7701-5293-X.
  • Kritischer Kommentar zu Kants „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“, (1798). Meiner Verlag, Hamburg 1999, ISBN 3-7873-1384-2 (Kant-Forschungen; 10).
  • Die Wirklichkeit des Bildes. Sehen und Erkennen; Vom Spiegel zum Kunstbild. Hanser Verlag, München 1999, ISBN 3-446-19645-5.
  • Zu Kants politischer Philosophie. Steiner Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-07209-8.
  • D'Artagnan und die Urteilstafel. Ein Ordnungsprinzip der europäischen Kulturgeschichte (1, 2, 3 /4) (Schriften der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Universität Frankfurt, Geisteswissenschaftliche Reihe 7). 2. erweiterte Auflage. Dtv, München 1998, ISBN 3-423-30636-X.
  • Die Urteilstafel. Kritik der reinen Vernunft; (A 67-76; B 92-101). Meiner Verlag, Hamburg 1991, ISBN 3-7873-1015-0 (Kant-Forschungen; Bd. 4).
  • Die Interpretation philosophischer Werke. Eine Einführung in das Studium antiker und neuzeitlicher Philosophie. Verlag Frommann-Holzboog, Stuttgart 1984, ISBN 3-7728-0891-3 (Problemata; 99)[2]
  • Eigentumstheorien von Grotius bis Kant. Verlag Frommann-Holzboog, Stuttgart 1974, ISBN 3-7728-0412-8 (Problemata; 31).
  • Rousseaus Philosophie der Gesellschaft. Verlag Frommann-Holzboog, Stuttgart 1973, ISBN 3-7728-0366-0 (Problemata; 16).
  • Die Aristotelische Urteilslehre. Untersuchungen zur „Hermeneutik. Dissertation, Universität Marburg 1965.

als Herausgeber[Bearbeiten]

als Übersetzer[Bearbeiten]

  • Zachary Mayne (Pseudo-Mayne): Über das Bewußtsein. (1728) („Essay on consciousness“). Meiner Verlag, Hamburg 1983. ISBN 978-3-7873-0593-3 (Philosophische Bibliothek; 258)[3].
  • Pseudo-Longinos: Vom Erhabenen („De sublimitate“). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1966.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Martin Heidegger: Die Selbstbehauptung der deutschen Universität, S. 167-196, Übersetzung des Heideggerteils ins Italienische
  2. Italienische Ausgabe: La lettura del testo filosofico. 3. Auflage, Laterza, Rom 2002, ISBN 88-420-5463-1 (übersetzt durch Piero Giordanetti)
  3. beinhaltet außerdem: Peter Browne: Das Selbstbewußtsein und David Hume: Die Unmöglichkeit eines experimentellen Freiheitsbeweises

Weblinks[Bearbeiten]