Robert Southey

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Robert Southey

Robert Southey (* 12. August 1774 in Bristol, England; † 21. März 1843 in Keswick, England)[1] war ein englischer Dichter, Geschichtsschreiber und Kritiker. Er gehört zur „Seeschule“ (nach dem Lake District in Cumberland benannt) um William Wordsworth und Samuel Taylor Coleridge.

Leben[Bearbeiten]

Southey, der Sohn eines Leinwandhändlers, besuchte die Westminster School, von der er aber nach vier Jahren verwiesen wurde, da er einen Artikel gegen die körperliche Züchtigung von Schülern in der von ihm begründeten Zeitschrift The Flagellant erscheinen ließ. Er studierte in Oxford Theologie, ohne als Unitarier Aussicht auf ein Kirchenamt zu haben. In jungen Jahren war Southey ausgesprochen rebellisch und ein begeisterter Anhänger der Französischen Revolution, wie sein 1792 geschriebenes Gedicht Joan of Arc belegt. Seine radikalen Ansichten führten ihn mit Coleridge zusammen, und gemeinsam entwickelten sie den Plan, in Pennsylvania eine Kommune zu gründen. Aus dieser Idee wurde allerdings nichts. Gemeinsam mit Coleridge verfasste er 1794 das Drama The Fall of Robespierre. Ende 1795 reiste Southey nach Portugal. Die Erlebnisse dieser Reise scheinen ihn von seinen radikalen politischen Ideen abgebracht zu haben. In dieser Zeit entstanden auch die meisten seiner heute noch bekannten Gedichte, beispielsweise das Anti-Kriegsgedicht The Battle of Blenheim.

1800 bis 1801 ist Southey wieder in Portugal. In dieser Zeit wandelt er sich endgültig zum Konservativen Tory, was ihn zum Feindbild für die Generation der jüngeren Romantiker wie Percy Bysshe Shelley und George Gordon Byron machen sollte. Zurück in England lebte Southey in Greta Hall bei Keswick in Cumberland. In den nächsten Jahren verfasste er vor allem historische Versepen. Daneben übersetzte er zahlreiche Werke unter anderem aus dem Französischen und Spanischen. 1807 erhielt Southey eine Staatspension, und 1813 wurde er zum „poet laureate“, d.h. zum offiziellen Hofdichter des Königshauses ernannt. Seit 1839 infolge einer Lähmung bewusstlos, starb er am 21. März 1843.

Werke[Bearbeiten]

  • Thalaba, the Destroyer (1801)
  • Metrical Tales (1804)
  • Madoc (1805), über den potentiellen Entdecker Nordamerikas
  • The Curse of Kehama (1810)
  • Life of Nelson (1813)
  • Roderick, the Last of the Goths (1814)
  • History of Brazil (1810-19)
  • History of the Peninsular war (1823-28)
  • * Friedrich Adolph Krummacher (Hrsg), nach dem Englischen des Robert Southey: John Wesley´s Leben, die Entstehung und Verbreitung des Methodismus, 2 Bände, Neue wohlfeile Ausgabe Hamburg 1841 (Ausgabe 1828 Online bei Google Books [2] [3])

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Robert Southey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die kleine Enzyklopädie, Encyclios-Verlag, Zürich, 1950, Band 2, Seite 638
  2. John Wesley´s Leben, die Entstehung und Verbreitung des Methodismus, Band 1
  3. John Wesley´s Leben, die Entstehung und Verbreitung des Methodismus, Zweiter Band