Rover 600er-Serie

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Rover
Rover 620 ti

Rover 620 ti

600
Produktionszeitraum: 1993–1999
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,8–2,3 Liter
(85–147 kW)
Dieselmotor:
2,0 Liter (77 kW)
Länge: 4645 mm
Breite: 1950 mm
Höhe: 1380 mm
Radstand: 2720 mm
Leergewicht: 1255–1380 kg
Vorgängermodell: Austin Montego
Nachfolgemodell: Rover 75

Die Rover 600er-Serie bestand aus viertürigen Limousinen, die die MG Rover Group im Frühjahr 1993 herausbrachte, und war, wie andere Rovermodelle aus dieser Zeit, das Ergebnis der Kooperation mit Honda. Die Karosserie basierte auf dem zeitgenössischen Honda Accord 5. Generation, und auch die 1,8 Liter SOHC-, 2,0 Liter SOHC- und 2,3 Liter DOHC-Vierzylinder-Benzinmotoren kamen von Honda. Echte Rovermotoren waren jedoch der 2,0 Liter Turbodiesel und der 2,0 Liter DOHC 16V-Turbo-Benziner der T-Serie, der schon durch den Einsatz im 220 Coupe von Rover einen Bekanntheitsgrad hatte.

1995 kam der Rover 620 ti als Top-Modell der Baureihe heraus; mit dessen Garrett-Turbolader und Ladeluftkühlung betrug seine Leistung 147 kW (200 PS) und verhalf dem 600 zu einer Höchstgeschwindigkeit von über 230 km/h und einer Beschleunigung von ca. 7,3 s für 0–100 km/h.

Rover 618si

Im Innenraum des 600 gab es Holz- und Chromapplikationen und weitere luxuriöse Ausstattungsdetails, bemängelt wurde jedoch der unzureichende Fußraum im Fond.

Die Innenausstattung war ebenfalls vom japanischen Honda Accord abgeleitet. Einziger Unterschied war der angebotene Beifahrer-Airbag für die Modelle ab 1996.

Das von Honda entwickelte Fahrwerk war komfortabel, aber nicht sportlich. Nur der 620ti besaß serienmäßig ein Sportfahrwerk. Die Verkaufspreise waren in einem sehr wettbewerbsfähigen Bereich angesiedelt und wesentlich niedriger als die von Konkurrenzmodellen wie der BMW 3er-Reihe und der Mercedes-Benz C-Klasse.

Die Fertigung des Rover 600er wurde im Frühjahr 1999 eingestellt. Nachfolger war der Rover 75 im Retro-Look, der ebenfalls die größere Rover 800er-Serie ersetzte.

Verfügbare Motorisierungen[Bearbeiten]

Ottomotoren
Modell Zylinder/
Ventile
Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motoren-
hersteller/
Code
0-100
km/h
s
Vmax
km/h
Bauzeitraum
618 i/Si 4/16 1850 85 kW (115 PS) bei 5500 min–1 150 Nm bei 4200 min–1 Honda/F18A3 10,8 195 1996–1999
620 i 4/16 1997 85 kW (115 PS) bei 5300 min–1 173 Nm bei 4200 min–1 Honda/F20Z2 10,8 198 1993–1996
620 Si 4/16 1997 96 kW (131 PS) bei 5400 min–1 177 Nm bei 4800 min–1 Honda/F20Z1 10,2 201 1993–1999
620 ti 4/16 1994 147 kW (200 PS) bei 6000 min–1 240 Nm bei 2100 min–1 Rover/20T4G 7,5 230 1994–1999
623 Si 4/16 2259 116 kW (158 PS) bei 5800 min–1 206 Nm bei 4500 min–1 Honda/H23A3 10,0 216 1993–1999
Dieselmotoren
Modell Zylinder/
Ventile
Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motoren-
Hersteller/
Code
0-100
km/h
s
Vmax
km/h
Bauzeitraum
620 Di/SDi 4/8 1994 77 kW (105 PS) bei 4200 min–1 210 Nm bei 2000 min–1 Rover/20T2N 10,9 188 1996–1999

Das Leergewicht der Fahrzeuge betrug mit Benzinmotor 1255 bis 1335 kg und mit Dieselmotor 1310 bis 1380 kg.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rover 600 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien