Ruben Östlund

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Ruben Östlund (April 2008)

Claes Olle Ruben Östlund (* 13. April 1974 in Styrsö, Västra Götalands län, Schweden)[1] ist ein schwedischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Nachdem Ruben Östlund Anfang der 1990er einige Skifilme produzierte, entschloss er sich 1998, sich an der Högskolan för Fotografi och Film in Göteborg für ein dreijähriges Studium einzuschreiben, das er 2001 beendete. Neben vereinzelten Kurzfilmen und Dokumentationen veröffentlichte er 2004 mit Gitarrmongot seinen ersten Spielfilm. Um diesen Film zu realisieren, setzte er auf Laiendarsteller. Mit Ausnahme von Maria Lundqvist waren auch in seinem zweiten Spielfilm De ofrivilliga von 2008, für den er jeweils eine Guldbaggen-Nominierung in den Kategorien Beste Regie und Bestes Drehbuch erhielt, ausschließlich Laiendarsteller im Einsatz.

Zuletzt hat Östlund mit Play seinen dritten Spielfilm veröffentlicht. Abermals arbeitete er mit Laiendarstellern zusammen, die die Geschichte einer afrikanischen Unterschichtbande erzählt, welche durch dubiose Tricks weiße Mittelschichtkinder bestiehlt. Als der Film in Schweden veröffentlicht wurde, war Östlund fast täglich rassistischen Anschuldigungen ausgesetzt. Doch internationale Kritiker, die den Film auf Filmfesten wie den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2011 oder dem Tromsø Internasjonale Filmfestival sahen, waren der Meinung, dass der Film gekonnt mit den rassistischen Vorurteilen spiele, und lobten den Film durchgängig.[2] Während der Film unter anderen in Tromsø mit dem Publikumspreis und dem Friedenspreis ausgezeichnet wurde, erhielt Östlund beim schwedischen Filmpreis Guldbagge eine Auszeichnung für die Beste Regie.

Aktuell plant er einen Film über einen Touristen, der mit einer Lawine konfrontiert wird.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2004: Gitarrmongot
  • 2005: Scen nr: 6882 ur mitt liv
  • 2006: Nattbad
  • 2008: De ofrivilliga
  • 2009: Händelse vid bank
  • 2011: Play[4]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Guldbagge

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ruben Östlund auf sfi.se (schwedisch), abgerufen am 2. November 2011
  2. Luuk Imhann: Interview Ruben Östlund auf movie2movie.nl vom 31. Januar 2012 (niederländisch), abgerufen am 31. März 2012
  3. Jakob Nilsson: Intervju med Ruben Östlund auf cinezine.se vom 11. November 2011 (schwedisch), abgerufen am 31. März 2012
  4. Geklaute Echtzeit: Ruben Östlunds Spielfilm Play in: FAZ vom 24. Januar 2013, Seite 29