Rudolf Kittel

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Grabstätte Rudolf Kittel auf dem Südfriedhof in Leipzig

Rudolf Kittel (* 28. März 1853 in Eningen unter Achalm, Württemberg; † 20. Oktober 1929 in Leipzig) war evangelischer Theologe.

Sein Vater starb 1860. Für Kittels Lehren prägend waren zwei seiner akademischen Lehrer in Tübingen, der Theologe Johann Tobias Beck und der Historiker Karl Heinrich Weizsäcker. Während des Studiums trat er der Tübinger Königsgesellschaft Roigel bei. Nach dem Studium (1871–1876), das er mit der theologischen und der philosophischen Promotion abschloss, wirkte er vorübergehend als Geistlicher. In den Jahren 1879 und 1880 war er Repetent für Philosophie am Tübinger Stift. Danach, von 1881 bis 1887, war er Lehrer für Religion und Hebräisch am Karls-Gymnasium in Stuttgart. (In dieser Zeit arbeitete er an seiner Geschichte der Hebräer, die er 1887 abschloss.)

1888 bis 1897 war er Professor für Alttestamentliche Theologie an der Universität Breslau. Ab 1898 arbeitete er in Leipzig an den Amarnatafeln und dem Codex Hammurapi. Er war von 1917 bis 1919 mit Unterbrechung Rektor der Universität Leipzig.

Kittel selbst sah „in Wissenschaft und Frömmigkeit nie Gegensätze“ (Autobiographie, 3).

Bis heute bewahrt die Biblia Hebraica Kittel, deren Editor er war, seinen Namen.

[Bearbeiten] Auswahl seiner Werke

  • Biblia Hebraica (BHK), 1909
  • Die Alttestamentliche Wissenschaft in ihren wichtigsten Ergebnissen mit Berücksichtigung des Religionsunterrichts, 1910
  • Die Alttestamentliche Wissenschaft in ihren wichtigsten Ergebnissen dargestellt, 1917
  • Die Religion des Volkes Israel, 1921
  • Geschichte des Volkes Israel, 1923
  • Gestalten und Gedanken in Israel, 1925

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