Ryan Paris

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Ryan Paris (* 12. März 1953 in Rom; bürgerlich Fabio Roscioli) ist ein italienischer Sänger und Produzent, der 1983 mit dem Lied Dolce Vita im Stil des Italo-Disco seinen größten Hit hatte.

Leben[Bearbeiten]

Paris ist der Sohn eines Malers. Er brach Ende der 1970er Jahre sein Architekturstudium ab, um eine Weltreise anzutreten. 1981 versuchte sich in Italien als Schauspieler: In dem Sergio Leone-Film Es war einmal in Amerika hatte er eine Nebenrolle. Seine Schauspielerkarriere war jedoch nicht von besonderem Erfolg gekrönt, woraufhin er sich der Musik widmete.

Seinen bekanntesten Hit landete er 1983 mit Dolce Vita. Das Lied wurde komponiert von Pierluigi Giombini, der Paris entdeckt und gefördert hatte. Giombini besorgte auch Arrangement sowie Produktion und spielte das Klavier ein. Der Text stammt von Paul Mazzolini. Neben Ryan Paris ist auch Fiona Chapelle zu hören. Die Tontechnik verantwortete Giampaolo Bresciani. Der Titel ist an den gleichnamigen Film Das süße Leben (Originaltitel: La Dolce Vita) von Federico Fellini angelehnt. Paris war mit diesem Lied einer der Begründer der Italo-Disco-Welle. Geprägt durch den Synthesizerklang ist Dolce Vita ein typischer Vertreter des New-Wave-Genres. Der Song schoss auf Platz 5 der Charts in Großbritannien, Platz 3 in Deutschland und in der Schweiz und war auch in den Niederlanden und sogar in Japan hoch in den Charts. Er blieb allerdings Rosciolis bislang einziger durchschlagender Erfolg.

In Großbritannien und Deutschland gewann die Single eine Silberne Schallplatte, in Frankreich und Spanien eine Goldene Schallplatte und in Dänemark sogar eine Platin-Schallplatte.

1989 entschloss sich Paris, Dolce Vita mit Hilfe des Amsterdamer DJs Ben Liebrand erneut zu veröffentlichen, was ihm in den Niederlanden wieder einen Platz unter den Top 20 einbrachte.

Paris wurde verstärkt als Produzent tätig, etwa für Coca-Cola. 1994 erhielt sein Titel Mr. Jones in Portugal und Spanien Platin-Status. Im Jahre 2003 gewann er einen German DJ Award in der Kategorie „Best Oldie-Act“. 2007 trat Paris für den Radiosender RFM zusammen mit anderen bekannten Künstlern der 1980er-Jahre bei „RFM Party 80“ auf einer Tour durch ganz Frankreich auf.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Dolce vita
  DE 3 29.08.1983 (20 Wo.) [1]
  AT 2 15.10.1983 (12 Wo.) [2]
  CH 3 28.08.1983 (12 Wo.) [3]
  UK 5 27.08.1983 (11 Wo.) [4]
Fall in Love
  DE 67 05.03.1984 (3 Wo.) [1]
[1]

[2] [3]

[4]

Alben[Bearbeiten]

  • 1984: Ryan Paris
  • 2000: I Successi
  • 2002: Best Of
  • 2004: Dolce Vita (2-CD-Set)
  • 2004: Let's Do it Together
  • 2004: Don't Let Me Down

Singles[Bearbeiten]

  • 1983: Dolce Vita
  • 1984: Fall in Love
  • 1984: Paris on My Mind
  • 1984: Bluette
  • 1988: Besoin D'Amour
  • 1989: Dolce Vita (Remix)
  • 1991: Dolce Vita / Fall in Love
  • 1992: The Beat Goes On
  • 1993: Don't Let Me Down
  • 1994: Mr. Jones
  • 1995: It's My Life (Gen 64 feat. Ryan Paris)
  • 1997: Only for You (Favilli feat. Ryan Paris)
  • 1999: Dolce Vita '99
  • 2009: Dolce Vita (Re-Master)
  • 2010: I Wanna Love You Once Again
  • 2010: In Love Again (Partyversion)

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c Hit-Bilanz, deutsche Chart-Singles auf CD-Rom, Taurus Press
  2. a b Ryan Paris in den Austria-Charts
  3. a b Ryan Paris in den Swiss-Charts
  4. a b Ryan Paris in den UK-Charts