Sabine Leidig

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Sabine Leidig (2014) bei einer Demonstration gegen die 50. NATO-Sicherheitskonferenz

Sabine Leidig (* 7. August 1961 in Heidelberg) ist eine deutsche Politikerin, Gewerkschafterin, gelernte Biologielaborantin und war von 2002 bis 2009 Geschäftsführerin von Attac Deutschland. Seit September 2009 ist sie Bundestagsabgeordnete für die Partei Die Linke.

Leben[Bearbeiten]

Nachdem Sabine Leidig 1977 Mutter eines Sohnes wurde, verließ sie im darauf folgenden Jahr mit der Mittleren Reife das Gymnasium. Nach ihrer Berufsausbildung zur Biologielaborantin ab 1979 war sie zehn Jahre lang in ihrem Beruf im Institut für Immunologie und Genetik im Deutschen Krebsforschungszentrum tätig. Ihre Politisierung begann bereits 1975 in der Kulturgruppe „Grüne Welle“. Ab 1980 war sie Jugendvertreterin und danach Personalrätin im Deutschen Krebsforschungszentrum. Ihre gewerkschaftliche Tätigkeit umfasste Jugend- Bildungs- und Kulturarbeit. Leidig war von 1982 bis 1991 Mitglied der DKP und danach bis 2009 parteilos. Sie war zeitweise stellvertretende Kreisvorsitzende in der DKP in Heidelberg sowie verantwortlich für die Marxistische ArbeiterInnen Bildung (MAB).[1]

Sabine Leidig wurde 1992 hauptamtliche Jugendbildungsreferentin in beim DGB Baden-Württemberg für Nordbaden und 1996 zur DGB-Regionsvorsitzenden für Mittelbaden gewählt. Sie war im Vorstand von Stadt- und Kreisjugendring und zeitweise als Frauenbeauftragte[2] im Vorstand des Landesjugendringes tätig. Des Weiteren arbeitete sie in der AG Betrieb & Gewerkschaft der PDS, in der Initiative „GewerkschafterInnen gegen Krieg“ und bei der nationalen und auch internationalen Vernetzung von Gewerkschaftslinken mit. 1995 heiratete sie und wohnt heute mit ihrem Mann in Hanau. Seit 2007 hat sie einen zweiten Wohnsitz in Berlin.[1]

Vom 1. Januar 2003 bis zu ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag im September 2009 war Leidig Bundesgeschäftsführerin von Attac Deutschland im Bundesbüro in Frankfurt am Main. Hier war sie unter anderem für die Finanzen und das Personal verantwortlich, arbeitete im Koordinierungskreis mit, hielt Kontakte zu den Mitgliedsorganisationen und anderen Organisationen innerhalb von Bündnissen und arbeitete an der Bildungsarbeit und insbesondere der strategischen Organisationsentwicklung von Attac. Auch war sie maßgeblich an Entwicklung und Durchführung bundesweiter Veranstaltungen wie Attac-Ratschläge und -Sommerakademien, an verschiedenen Kampagnen wie „Lidl ist nicht zu billigen“ oder Bahn für Alle beteiligt. Außerdem an den Protesten zum G8-Gipfel in Heiligendamm 2007, und an Kongressen wie der Europäischen Attac-Sommeruniversität 2008 und dem Kapitalismuskongress 2009.[1]

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl 2009 trat sie in die Partei Die Linke ein, für die sie auf Listenplatz 1 in Hessen zur Wahl kandidierte.[3]

Sabine Leidig ist verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion. Im Bundestag ist sie Mitglied im Ausschuss Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung und in der Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft. Zusammen mit anderen hat sie eine Homepage zu ökologischen Themen aufgebaut.

Am 24. Juni 2012 wurde Sabine Leidig als Vorstandssprecherin des Instituts Solidarische Moderne gewählt.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sabine Leidig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Profilseite von Sabine Leidig bei der Fraktion Die Linke im Bundestag (Stand: 6. Januar 2012)
  2. Broschüre "Auf die Plätze fertig... Praktische Ratgeberin zur Förderung von Frauen und Mädchen in den Gremien der Jugendarbeit", Redaktion: Sabine Leidig, Sibylle Steegmüller, Thea Koss, Astrid Suerkemper
  3. Manfred Giebenhain/NRhZ: Interview mit Sabine Leidig (Online-Flyer Nr. 216 vom 23. September 2009)
  4. Neue Gesichter im ISM